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Unbedingt Normalzeit als Standardzeit einführen, d. h., die aktuelle Winterzeit

Mitten im tiefsten Winter wurde mir endlich bewusst, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt. Albert Camus Die Mehrheit der Europäer befürwortet zwar die Abschaffung der Zeitumstellung und bevorzugt dabei die Sommerzeit, doch die Winterzeit entspricht eher der inneren Uhr des Menschen. Die Sommerzeit ist kein natürliches Ereignis, sondern ein politischer Beschluss, der die innere Uhr immer wieder aus dem Takt bringt. Dabei entspricht die Winterzeit, also die natürliche Zeit, dem menschlichen Biorhythmus, der den Schlaf, den… Weiterlesen »Unbedingt Normalzeit als Standardzeit einführen, d. h., die aktuelle Winterzeit

Warum dramatische Ereignisse länger im Gedächtnis bleiben

    Dopamin ist bekanntlich ein Schlüsselfaktor bei der Verarbeitung von Kognitionen und überhaupt der Informationsverarbeitung im Hippocampus, wobei seine die im Hippocampus durch zahlreiche spezifische Rezeptoren vermittelt wird. Manche Rezeptoren sind dabei als starke Modulatoren der synaptische Plastizität und der Informationsspeicherung im Hippocampus bekannt, während über die Rolle einiger anderer Rezeptoren bei diesen Prozessen viel weniger bekannt ist. Caragea & Manahan-Vaughan (2022) haben jüngst untersucht, inwieweit Dopaminrezeptoren zur synaptischen Plastizität und zum kumulativen räumlichen Gedächtnis beitragen, das sich… Weiterlesen »Warum dramatische Ereignisse länger im Gedächtnis bleiben

    Evolutionären Gesichtserkennung in neuronalen Netzen nachgestellt

      Das menschliche Gehirn enthält mehrere Regionen mit unterschiedlichen, oft hochspezialisierten Funktionen, vom Erkennen von Gesichtern über das Verstehen von Sprache bis hin zum Nachdenken darüber, was andere denken. Es ist jedoch weitgehend unklar, warum der Cortex überhaupt diesen hohen Grad an funktioneller Spezialisierung aufweist. Dobs et al. (2022) untersuchten nun unter Verwendung künstlicher neuronaler Netze die Hypothese, ob die funktionelle Trennung der Gesichtswahrnehmung im Gehirn eine rechnerische Optimierung für das umfassendere Problem der visuellen Erkennung von Gesichtern… Weiterlesen »Evolutionären Gesichtserkennung in neuronalen Netzen nachgestellt

      Studien mit Magnetresonanztomographie sind aufgrund kleiner Stichprobengrößen fehleranfällig

        Die Magnetresonanztomographie hat das Verständnis des menschlichen Gehirns durch die gut reproduzierbare Zuordnung von Fähigkeiten zu bestimmten Strukturen etwa in Läsionsstudien und Funktionen verändert, doch bei der Erforschung und Behandlung psychischer Erkrankungen sind ähnliche Fortschritte durch die Magnetresonanztomographie noch nicht erreicht worden. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, Assoziationen zwischen interindividuellen Unterschieden in der Hirnstruktur oder -funktion und komplexen kognitiven oder psychischen Phänotypen zu reproduzieren, etwa in hirnweiten Assoziationsstudien. Solche Studien beruhen in der Regel auf Stichprobengrößen,… Weiterlesen »Studien mit Magnetresonanztomographie sind aufgrund kleiner Stichprobengrößen fehleranfällig

        Verborgene Traumatisierungen und transgenerationelle Traumaweitergabe bei Nachkommen von Migranten

          Allgemeines zu Traumatisierungen: Menschen besitzen verschiedene psychische Mechanismen, um unerträgliche Erfahrungen auszublenden. Wenn ein Trauma besonders belastend ist, kann die Erinnerung verschwinden, doch die ist nicht vollständig gelöscht sondern anders etwa im Mandelkern abgespeichert, d. h., sie rückt zunächst in den Hintergrund. Bestimmte Trigger im Gehirn können jedoch die Bilder, Geräusche und Gerüche wieder zum Vorschein bringen, als würde es gerade noch einmal passieren (Flashbacks), was zum Phänomen der Retraumatisierung führen kann. Hier heilt die Zeit nicht… Weiterlesen »Verborgene Traumatisierungen und transgenerationelle Traumaweitergabe bei Nachkommen von Migranten

          Werden Menschen bei Entscheidungen im Alter langsamer?

            Die Reaktionsgeschwindigkeit bei einfachen Entscheidungsaufgaben nimmt bekanntlich ab dem frühen und mittleren Erwachsenenalter ab, doch sind die bloßen Reaktionszeiten keine tatsächlichen Maße für die geistige Geschwindigkeit, vielmehr stellen sie die Summe mehrerer Prozesse dar. Von Krause et al. (2022) nutzten ein Bayes’sches Diffusionsmodell, um interpretierbare kognitive Komponenten aus Rohdaten zur Reaktionszeit zu extrahieren, wobei sie dieses Modell auf Querschnittsdaten von über eine Million Teilnehmern und Teilnehmerinnen anwendeten, um Altersunterschiede bei den kognitiven Parametern zu untersuchen. Um diesen… Weiterlesen »Werden Menschen bei Entscheidungen im Alter langsamer?

            Warum Menschen hören, was sie erwarten zu hören

              Die subkortikalen sensorischen Bahnen sind die grundlegenden Kanäle für die Abbildung der Außenwelt im menschlichen Gehirn, wobei die sensorischen Bahnen Informationen effizient übertragen, indem sie die neuronalen Reaktionen an die lokale Statistik des sensorischen Inputs anpassen. Die seit langem bekannte mechanistische Erklärung für dieses adaptive Verhalten ist, dass die neuronale Aktivität mit zunehmender Regelmäßigkeit in der lokalen Statistik der Reize abnimmt. Eine alternative Erklärung aber ist, dass die neuronale Kodierung direkt von den Erwartungen an den sensorischen… Weiterlesen »Warum Menschen hören, was sie erwarten zu hören

              Cyberchondrie – Hypochondrie durch das Internet

                Die zahlreichen Krankengeschichten, die im Internet kursieren, hinterlassen bei vielen ein mulmiges Gefühl. Vor allem wer zum eingebildeten Kranksein neigt, fühlt sich nach einem Gesundheitscheck schnell schlechter als zuvor. Das Internet ist heute für viele Menschen die erste Anlaufstelle für Menschen mit Symptomen, denn die Hemmschwelle ist hier niedriger. Und im Netz findet sich zu jedem Symptom gleich eine passende Krankheit. Menschen, die zur Hypochondrie neigen, erhalten passende Belege für ihren Krankheitsverdacht. Ein Kribbeln in den Fingern… Weiterlesen »Cyberchondrie – Hypochondrie durch das Internet

                Was ist Mediation?

                  Im modernen Konfliktmanagement ist Mediation häufig die Methode der Wahl, wenn es einmal „brennt“ und ohne fremde Hilfe nichts mehr geht. Mediation beruht auf der Vorraussetzung der Freiwilligkeit der Teilnahme aller Konfliktparteien. Mediation ist ein sehr vielseitiges, anpassungsfähiges und kostengünstiges Instrument der Konfliktlösung. Vorteile sind die rasche Durchführung eines Mediationsverfahrens und der mögliche Einbezug aller Betroffenen bei der Bewältigung des Konfliktes. Dadurch ist nicht zuletzt auch die Haltbarkeit der gefundenen Lösungen garantiert. Bei all dem ist Mediation… Weiterlesen »Was ist Mediation?

                  Rechte vs linke Gehirnhälfte

                  Sehen Sie die Tänzerin in einer Drehung im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn? Im Uhrzeigersinn -> Sie nutzen vor allem die rechte Gehirnhälfte Gegen den Uhrzeigersinn -> Sie nutzen vor allem die linke Gehirnhälfte Die linke Gehirnhälfte ist verantwortlich für Sprache-Lesen-Rechnen Ratio-Logik Regeln-Gesetze Konzentration auf einen Punkt Analyse-Detail Wissenschaft Schritt für Schritt Einzelheiten Zeitempfinden Linearität Die linke Gehirnhälfte ist also für alles zuständig, was im allgemeinen Verständnis als Denken bezeichnet wird. Sie denkt in Sprache, in Begriffen,… Weiterlesen »Rechte vs linke Gehirnhälfte