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Psychopathologie

Der Begriff Psychopathologie bezeichnet die Lehre von den psychischen Erkrankungen.

Die Beziehung zwischen Autismus und Kreativität

    Die Beziehung zwischen Autismus und Kreativität ist ein vielschichtiges und zunehmend erforschtes Thema, das sich nicht auf einfache Kausalitäten reduzieren lässt. Lange Zeit wurde Autismus primär mit Defiziten in sozialen, kommunikativen und kognitiven Bereichen assoziiert, während kreative Fähigkeiten als eher eingeschränkt galten. Neuere Forschung zeichnet jedoch ein differenzierteres Bild, das zeigt, dass viele autistische Menschen über besondere kreative Potenziale verfügen, insbesondere im Bereich der divergenten Denkweise, Detailwahrnehmung und nonverbalen Ausdrucksformen wie Musik, Kunst oder Mathematik. Kreativität ist… Weiterlesen »Die Beziehung zwischen Autismus und Kreativität

    Wie Bewegungsmangel und genetische Faktoren das Demenzrisiko beeinflussen

      Zwei wissenschaftliche Arbeiten beleuchten das Risiko von Alzheimer-Demenz aus unterschiedlichen Blickwinkeln: einerseits über die alltägliche Lebensweise, andererseits durch genetische Prädispositionen. Bewegungsmangel als Risikofaktor für Demenz Demenz ist eine komplexe neurodegenerative Erkrankung, deren Entwicklung durch zahlreiche Faktoren beeinflusst wird. Neben bereits bekannten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Adipositas, ungesunder Ernährung und sozialer Isolation zeigt eine aktuelle US-amerikanische Studie, dass auch langes Sitzen im Alltag eine bedeutsame Rolle spielen kann – selbst regelmäßiger Sport scheint diesen Effekt nicht vollständig ausgleichen zu… Weiterlesen »Wie Bewegungsmangel und genetische Faktoren das Demenzrisiko beeinflussen

      Tipps zur Kommunikation mit an Demenz Erkrankten

        Demenzkrankheiten wie Alzheimer beeinträchtigen nicht nur das Gedächtnis, sondern auch die Kommunikationsfähigkeit. Im Verlauf der Erkrankung verlieren Betroffene zunehmend die Fähigkeit, sich sprachlich mitzuteilen. Dies erschwert Gespräche und kann zu Isolation führen, sowohl für Erkrankte als auch für Angehörige. Die Alzheimer Forschung Initiative betont, dass Veränderungen im Gehirn – insbesondere in sprachrelevanten Arealen – Wortfindungsstörungen, Verständnisprobleme, Satzabbrüche und einen Rückzug in eine eigene Realität verursachen. Ein Perspektivwechsel ist nötig, um in Kontakt zu bleiben. Die sogenannte Validation… Weiterlesen »Tipps zur Kommunikation mit an Demenz Erkrankten

        Amok und Selbstmordattentäter

        Menschen sind nicht prinzipiell ausgerichtet auf eine direkte gewalttätige Konfrontation sondern sie neigen dazu, sich zu arrangieren, was vermutlich fester Bestandteil unserer emotionalen Intelligenz ist. Darum ist es so schwer, in einer gewaltsamen Konfliktsituation zu handeln, wenn die andere Person einem direkt gegenüber steht. Damit Gewalt ausgeübt werden kann, müssen vom Einzelnen Barrieren überwunden werden. Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten. Die erste besteht darin, Gewalt aus der Ferne auszuüben (Bomben, Artillerie), um die direkte Gegenüberstellung mit… Weiterlesen »Amok und Selbstmordattentäter

        Wie erzeugt das menschliche Gehirn visuelle Stabilität?

          Die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, trotz ständiger Augenbewegungen eine stabile visuelle Wahrnehmung aufrechtzuerhalten, ist essenziell für Orientierung und kognitive Verarbeitung im Alltag. Dieses Phänomen, das als visuelle Stabilität bezeichnet wird, verhindert, dass wir bei jeder schnellen Blickbewegung Desorientierung oder Schwindel empfinden. Zwei aktuelle Studien liefern neue Erkenntnisse zu den neuronalen Prozessen hinter dieser stabilisierenden Leistung – und zeigen auf, wie diese Mechanismen bei Menschen mit autistischen Merkmalen verändert sein können . Im Zentrum der Studien steht die… Weiterlesen »Wie erzeugt das menschliche Gehirn visuelle Stabilität?

          Der Zusammenhang zwischen Händigkeit und neurologischen Entwicklungsstörungen

            Unterschiede in der Händigkeit – insbesondere Links- und Gemischthändigkeit – treten bei bestimmten psychischen und neurologischen Erkrankungen überdurchschnittlich häufig auf. Besonders auffällig ist dies bei Störungen, die früh im Leben auftreten und mit sprachlichen Symptomen einhergehen. Bereits in der klinischen Praxis war daher wiederholt beobachtet worden, dass Menschen mit Erkrankungen wie Autismus-Spektrum-Störungen, Dyslexie oder Schizophrenie häufiger eine atypische Händigkeit zeigen. Dieser Zusammenhang wurde bislang jedoch nicht einheitlich durch wissenschaftliche Studien gestützt. Die neue Metaanalyse von Packheiser et al.… Weiterlesen »Der Zusammenhang zwischen Händigkeit und neurologischen Entwicklungsstörungen

            Dramaturgie des Psychotischen

              Vera Luif hat in einer Studie die ganz spezifische Dramaturgie des Psychotischen analysiert und postuliert, dass der Tagebuchschreiber sein Erleben in der Psychose retrospektiv schildert und sich selbst meist als Beobachter, der Wahrnehmungen und Ereignisse aus einer gewissen Distanz heraus positioniert und nur selten selber in das Geschehen involviert ist. Sie hat vierzig Tagebuchausschnitte mit einem induktiv generierten Kategoriensystem systematisch untersucht, wobei die Befunde auf eine sehr spezifische sprachliche und inhaltliche Gestaltung derartiger Erlebnisberichte hinweisen. Seine Emotionen… Weiterlesen »Dramaturgie des Psychotischen

              Alkohol als Mittel gegen depressive Störungen?

                Ziel einer Studie von Leeman & Geyer (2025) war es, die real-time subjektiven Effekte von Alkohol bei Menschen mit einer Alkoholgebrauchsstörung und bei Personen mit komorbider depressiver Störung zu untersuchen. Die allostatische Theorie der Sucht geht davon aus, dass Alkohol mit fortschreitender Sucht nicht mehr primär konsumiert wird, um positive Effekte zu erzielen, sondern um negative Gefühle zu lindern. Insgesamt nahmen 221 Teilnehmer an der Studie teil, die während eines dreistündigen Beobachtungszeitraums in ihrer natürlichen Umgebung befragt… Weiterlesen »Alkohol als Mittel gegen depressive Störungen?

                Depressionen bei Männern und ihre Besonderheiten

                  Depressionen sind weit verbreitet und betreffen Menschen aller Geschlechter, jedoch zeigen Statistiken, dass Frauen deutlich häufiger von dieser psychischen Erkrankung betroffen sind als Männer. Während laut der genannten Quelle fünf von 100 Männern depressiv werden, liegt die Zahl bei Frauen bei etwa dem Doppelten. Diese Zahlen werfen die Frage auf, warum Männer scheinbar seltener diagnostiziert werden und welche Rolle geschlechtsspezifische Unterschiede in der Symptomatik und im Umgang mit der Krankheit spielen. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Symptomatik Eine… Weiterlesen »Depressionen bei Männern und ihre Besonderheiten

                  Ursachen von Gang-Freezing bei Parkinson

                    Klocke et al. (2024) haben in einer Studie bedeutende Fortschritte im Verständnis des Gang-Freezings bei Parkinson-Patienten erzielt. Gang-Freezing ist ein sehr häufiges und problematisches Symptom der Parkinson-Erkrankung, bei dem die Betroffenen plötzlich „einfrieren“ und nicht mehr in der Lage sind, weiterzugehen. Mithilfe einer neuen Generation hochauflösender Hirnstimulationselektroden konnten die Wissenschaftler erstmals die Aktivität einzelner Nervenzellen im Gehirn während des Auftretens von Gang-Freezing in Echtzeit präzise messen und analysieren. Die Studie zeigt, dass spezifische Fehlaktivierungen des Nucleus subthalamicus,… Weiterlesen »Ursachen von Gang-Freezing bei Parkinson

                    Soziale Medien können die Tendenz zur Selbstverletzung bei Jugendlichen fördern

                      Die Präsentation von Bildern, welche Selbstverletzungen zeigen, in den sozialen Medien kann bei Jugendlichen, die bereits Erfahrungen mit nicht-suizidaler selbstverletzendem Verhalten (NSSV) gemacht haben, zu einer Verstärkung dieses Verhaltens führen. Eine Studie von Gores et al. (2024) demonstriert, dass visuelle Inhalte in sozialen Medien eine signifikante Verstärkung des Selbstverletzungsdrangs bewirken können, insbesondere bei bereits gefährdeten Jugendlichen. Es konnte festgestellt werden, dass Jugendliche mit einer Vorgeschichte von nicht-suizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSSV) eine erhöhte Aufmerksamkeit für Bilder von Selbstverletzungen… Weiterlesen »Soziale Medien können die Tendenz zur Selbstverletzung bei Jugendlichen fördern