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Blinzeln unterstĂĽtzt die Wahrnehmung

    Ăśber den Tag verteilt blinzelt der Mensch sehr häufig, wobei die Häufigkeit variieren kann, aber im Durchschnitt blinzelt der Mensch etwa 15 Mal pro Minute, so dass die Zeit, in der die Augen beim Blinzeln geschlossen sind, insgesamt etwa zehn Prozent der Wachzeit ausmacht. Das Blinzeln dient in erster Linie der Aufrechterhaltung des Tränenfilms fĂĽr die dauerhafte Benetzung der Hornhaut mit TränenflĂĽssigkeit, um das Auge vor dem Austrocknen zu schĂĽtzen. Dabei wird nicht nur die Hornhaut befeuchtet,… Weiterlesen »Blinzeln unterstĂĽtzt die Wahrnehmung

    Lexikon psychologischer und pädagogischer Fachbegriffe

      A … B … C … D … E … F … G … H … I … J … K … L … M … N … O … P … Qu … R … S … T … U … V … W … X … Y … Z … Stand 30. September 2023

      Kinderbeichte ist emotionaler Missbrauch

        Die Kinderbeichte in der katholischen Kirche, vor allem im Zusammenhang mit der Erstkommunion, stößt bei Wissenschaftlern zunehmend auf Widerstand, weil die Beichte von Acht- oder Neunjährigen entwicklungspsychologisch unangebracht ist. Das kindliche Gehirn ist noch nicht reif fĂĽr Begriffe wie SĂĽnde und BuĂźe, und kleine Verfehlungen von Kindern sind völlig normal. Begriffe wie SĂĽnde, Schuld und Vergebung, aber auch die besondere Schwere einer Schuld sind aufgrund der Entwicklung des Stirnhirns erst im Alter von etwa 14 Jahren wirklich… Weiterlesen »Kinderbeichte ist emotionaler Missbrauch

        Wie das Gehirn Belohnungsorte kartografiert

          Barnstedt et al. (2024) untersuchten im Mausmodell die Zusammenarbeit des Hippocampus mit dem Nucleus accumbens, die fĂĽr das Erinnern von Lebensereignissen und die räumliche Orientierung entscheidend ist und damit eine zentrale Rolle im Gedächtnis spielt. Die Forscher nutzten eine Reihe neuartiger optischer und analytischer Methoden, um zu verstehen, wie die beiden Hirnregionen miteinander kommunizieren, indem sie die neuronale Aktivität von mehr als 5.000 Neuronen und ihre Verbindungen zum Belohnungszentrum des Gehirns verfolgten. Die Ergebnisse deuten darauf hin,… Weiterlesen »Wie das Gehirn Belohnungsorte kartografiert

          Co-Rumination erhöht oft die psychische Belastung

            Es ist ein weit verbreiteter Glaube, dass es Menschen besser geht, wenn sie ĂĽber Probleme sprechen können. Tatsächlich steht die Suche nach sozialer UnterstĂĽtzung im Zusammenhang mit dem psychischen Wohlbefinden. Allerdings kann das Reden ĂĽber Probleme zu einem beharrlichen Extrem werden und somit problematisch sein. Während es bei manchen Themen entlastend sein kann, sich einem Freund oder einer Freundin anzuvertrauen und dadurch möglicherweise eine andere Perspektive einzunehmen, können solche Problemgespräche bei manchen Menschen auch negative GefĂĽhle verstärken.… Weiterlesen »Co-Rumination erhöht oft die psychische Belastung

            Menschen, die besonders anfällig für Burnout sind

              Perfektionisten: Menschen, die sehr hohe AnsprĂĽche an sich selbst stellen, alles perfekt machen wollen und sich (unrealistisch) hohe Ziele setzen, sei es im Beruf, im Privatleben, bei Hobbys oder in der Liebe. Sie wollen die Welt verändern und stellen unrealistische AnsprĂĽche an sich und ihre Umwelt. Wenn sie merken, dass sie von anderen nichts zurĂĽckbekommen oder dass sie ihre Ziele nicht immer und ĂĽberall erreichen können, sind sie enttäuscht von sich selbst, strengen sich vielleicht noch mehr… Weiterlesen »Menschen, die besonders anfällig fĂĽr Burnout sind

              Wie sich Empathie in den ersten Lebensjahren entwickelt

                EinfĂĽhlungsvermögen in andere Menschen spielt eine zentrale Rolle im menschlichen Zusammenleben und gilt als SchlĂĽssel zur moralischen Entwicklung. In den Entwicklungstheorien herrscht Uneinigkeit darĂĽber, in welchem Alter Empathie in der menschlichen Ontogenese auftritt und welche Faktoren ihre frĂĽhe Entwicklung begĂĽnstigen. Um die verschiedenen theoretischen Ansichten zu evaluieren, untersuchten Paulus et al. (2024) in einer Studie die Reaktionen von Säuglingen im Alter von 6, 10, 14 und 18 Monaten auf eine Versuchsperson und deren MĂĽtter, die Schmerzen simulierten,… Weiterlesen »Wie sich Empathie in den ersten Lebensjahren entwickelt

                Wie man aus dem Tagträumen wieder in die Realität zurückfindet

                  Farrell et al. (2024) haben am Mausmodell untersucht, wie das Gehirn Menschen beim Tagträumen in die Realität zurĂĽckholt. Ă„hnlich wie beim Träumen werden dabei vergangene Ereignisse noch einmal durchlebt, indem das Gehirn die Szenen vor dem inneren Auge abspielt. Dabei erzeugen Neuronen im Hippocampus Sharp-Wave-Ripples, bis zu 200 Millisekunden dauernde synchrone Nervensignale, die die Gedanken mit den Erinnerungen verknĂĽpfen. Bei diesem Phänomen feuern Nervenzellen in einem Teil des Hippocampus, dem Gyrus dentatus, synchrone Signale ab, die etwa… Weiterlesen »Wie man aus dem Tagträumen wieder in die Realität zurĂĽckfindet

                  Die Veränderung des Körpergeruchs während der Entwicklung

                    KörpergerĂĽche verändern sich im Laufe der Entwicklung und diese Veränderungen beeinflussen z.B. die zwischenmenschliche Kommunikation zwischen Eltern und ihren Kindern. Der individuelle Körpergeruch ist ein komplexes Gemisch. Körperausscheidungen wie SchweiĂź oder Talg werden einerseits von Bakterien, die die Haut besiedeln, zersetzt, andererseits reagieren sie mit Chemikalien in der Luft, wobei sich die KörperausdĂĽnstungen mit dem Alter verändern. Säuglinge erkennen schon kurz nach der Geburt den individuellen Geruch ihrer Mutter, Eltern können den Körpergeruch ihres Babys erkennen und… Weiterlesen »Die Veränderung des Körpergeruchs während der Entwicklung

                    Stand-by für das Gehirn: Tagträume

                      Bei Untersuchungen an Menschen, die im Versuch einfach dazuliegen und nichts zu tun hatten, zeigte sich, dass das Gehirn in solchen Ruhephasen keineswegs abschaltet, vielmehr wird ein weitverzweigtes Basisnetzwerk (default network) aktiv, in welchem das Gehirn die freie Zeit benutzt, um ĂĽber Vergangenes und ZukĂĽnftiges nachzudenken, um zu planen oder Bilanz zu ziehen. Offensichtlich hat das selbstreferenzielle Basisnetzwerk des Gehirns, das sich in Ruhepausen immer wieder einschaltet und Menschen zum GrĂĽbeln veranlasst, eine wichtige Funktion. Da beim… Weiterlesen »Stand-by fĂĽr das Gehirn: Tagträume

                      Die Black-Box der Psychologie und die Neurowissenschaften

                        *** Hier KLICKEN: Das BUCH dazu! *** Ein Merkmal der Neurowissenschaften ist nach Felix Hasler, dass unbedeutende Forschungsergebnisse ĂĽberverkauft werden, wobei von einer Revolution des Menschenbildes durch die Neurowissenschaften keine Rede sein kann. Hinzu kommt, dass die Hirnforschung in den letzten 50 Jahren kaum wichtige Erkenntnisse geliefert hat, wobei in den letzten Jahren die SelbstĂĽberschätzung der Neurowissenschaften kontinuierlich zugenommen hat, siehe dazu Neurodidaktik,  Neuroökonomie, Neuroethik. Die sogenannten Erkenntnisse der Hirnforschung haben ja nicht dazu gefĂĽhrt, dass Kinder… Weiterlesen »Die Black-Box der Psychologie und die Neurowissenschaften