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Angewandte Psychologie

Angewandte Psychologie ist eine Zusammenfassung aller Teildisziplinen der Psychologie, welche die Anwendung psychologischer Erkenntnisse für die Praxis zum Gegenstand haben und geht auf William Stern zurück.

Die emotionale Intelligenz generativer KI im Vergleich zum Menschen

    In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz (KI) in immer mehr Lebensbereiche vordringt, stellt sich zunehmend die Frage, ob sie nicht nur kognitive, sondern auch emotionale Fähigkeiten entwickeln kann. Die Vorstellung, dass Maschinen Emotionen erkennen, interpretieren und darauf angemessen reagieren können, war lange Science-Fiction. Doch eine aktuelle Studie von Schlegel, Sommer & Mortillaro (2025) rückt diese Idee näher an die Realität. Ziel der Studie war es, die Fähigkeit generativer KI-Systeme zur emotionalen Intelligenz zu untersuchen, also ihre… Weiterlesen »Die emotionale Intelligenz generativer KI im Vergleich zum Menschen

    Die Psychologie der Geldanlage

      Grundregel an der Börse: Das Geld ist nicht weg, das haben jetzt einfach nur andere. Matthias Deutschmann Bei der Veranlagung von Vermögen ist es wesentlich, das Finanzportfolio von den eigenen Emotionen zu entkoppeln. Menschen werden häufig von Stimmungen beeinflusst; die Vermögensanlage ist da keine Ausnahme. Emotionen können dazu verleiten, voreilige Investmententscheidungen zu treffen, die langfristig betrachtet suboptimal oder gar verlustreich sein können. In der Psychologie ist gut belegt, dass kognitive Verzerrungen und emotionale Reaktionen eine zentrale Rolle… Weiterlesen »Die Psychologie der Geldanlage

      Sind Namen tatsächlich Schall und Rauch?

        Wenn die Namen unbekannt sind, geht auch das Wissen über die Dinge verloren. Carl von Linné Namen sind weit mehr als bloße Etiketten – sie können das menschliche Verhalten, Entscheidungen und sogar Lebenswege maßgeblich beeinflussen. So zeigen zahlreiche internationale Studien, dass der eigener Name nicht nur Vorlieben, sondern auch die berufliche Laufbahn und Partnerwahl mitbestimmen kann (Pelham, Mirenberg & Jones, 2002; Jones, Pelham, Carvallo & Mirenberg, 2004). Ein Phänomen, das diesem Einfluss zugrunde liegt, ist das „implizite… Weiterlesen »Sind Namen tatsächlich Schall und Rauch?

        Die berechenbare Unberechenbarkeit: Über die individuelle Stabilität zufälligen Verhaltens

          Ob bei der Flucht vor einem Fressfeind, beim Elfmeterschuss oder in Verhandlungssituationen – erratisches, also scheinbar zufälliges Verhalten kann Menschen und Tiere strategisch entscheidende Vorteile verschaffen. Der Feldhase, der unvermittelt Haken schlägt, ist schwerer zu fangen, der Fußballspieler, der die Torwartreaktion durch unvorhersehbare Schussrichtungen unterläuft, erhöht seine Trefferquote, und ein Verhandlungsführer, der nicht vollständig berechenbar agiert, schafft sich taktischen Spielraum. Doch trotz der offensichtlichen Vorteile bleibt eine grundlegende Frage: Können Menschen wirklich zufälliges Verhalten erzeugen? Oder sind… Weiterlesen »Die berechenbare Unberechenbarkeit: Über die individuelle Stabilität zufälligen Verhaltens

          Wie das Gehirn störende Reize ausblendet

            Das menschliche Gehirn besitzt die bemerkenswerte Fähigkeit, durch wiederholte Erfahrungen zu lernen, störende und ablenkende Reize in der visuellen Wahrnehmung zunehmend auszublenden. Mittels Elektroenzephalografie (EEG) untersuchten Duncan et al. (2025) die Veränderungen in den frühen visuellen Verarbeitungsprozessen des Gehirns, die durch wiederholte Konfrontation mit ablenkenden Reizen entstehen. Die Studie verdeutlichte, dass ein ablenkender Faktor tendenziell leichter ignoriert wird, nachdem er wiederholt aufgetreten ist. Diese erlernte Unterdrückung stellt eine essenzielle Komponente des menschlichen visuellen Systems dar, welches ansonsten… Weiterlesen »Wie das Gehirn störende Reize ausblendet

            Stress in Beruf und Freizeit

              *** Hier KLICKEN: Das BUCH dazu! *** Eine Untersuchung des Instituts für Angewandte Psychologie in Köln mit 4378 Befragten hat ergeben, dass 81 Prozent glauben, dass sie durch ihre Arbeit überlastet sind, meist wegen der gleichzeitigen Anforderungen in Beruf und Familie. Auch privat sind viele gestresst, denn 79 Prozent haben das Gefühl, dass der Leistungsdruck in allen Lebensbereichen zunimmt, d.h., der Stress aus dem Beruf ist in die Freizeit herübergeschwappt, denn für 53 Prozent artet die Freizeit… Weiterlesen »Stress in Beruf und Freizeit

              Chronotyp und kognitive Leistungsfähigkeit

                Die Bedeutung von ausreichend Schlaf für eine optimale Hirnfunktion und kognitive Leistungsfähigkeit wird in der wissenschaftlichen Literatur zunehmend durch verschiedene Studien und Forschungsergebnisse belegt. In einer aktuellen Studie von West et al. (2024) wurde der Einfluss des Chronotyps, d. h. der Präferenz für Morgen- oder Abendstunden, auf die kognitiven Fähigkeiten von Menschen untersucht. Die vorliegende Studie basiert auf der Analyse von Daten, die in einer Datenbank der UK Biobank von über 26.000 Personen erfasst wurden. Es ist… Weiterlesen »Chronotyp und kognitive Leistungsfähigkeit

                Gibt es gemischte Gefühle?

                  In einer aktuellen Studie haben Psychologen die Reaktion des menschlichen Gehirns auf widersprüchliche Emotionen untersucht und dabei überraschende Entdeckungen gemacht. Bislang ging man davon aus, dass sogenannte „gemischte Gefühle“ wie bittersüße Nostalgie lediglich eine Kombination positiver und negativer Emotionen darstellen. Die aktuelle Studie zeigt jedoch, dass sie ein eigenständiges Aktivitätsmuster im Gehirn aufweisen. Vaccaro et al. (2024) widmeten sich dieser Fragestellung und nutzten den animierten Kurzfilm „One Small Step“, um bei 27 Testpersonen verschiedene Emotionen auszulösen. Der… Weiterlesen »Gibt es gemischte Gefühle?

                  Psychologie und Rendite

                    Die Psychologie spielt bei der Geldanlage eine entscheidende Rolle und beeinflusst das menschliche Handeln maßgeblich. Es ist von entscheidender Bedeutung, sich der eigenen Verhaltensmuster bewusst zu sein, um Fehler zu vermeiden, die die Rendite mindern könnten. Anleger streben nach Erfolg und möchten eine gute Rendite erzielen. Dennoch begehen viele Anleger Fehlinvestitionen. Es wird betont, dass es hilfreich ist, die eigenen Schwächen zu kennen, um Fehler zu vermeiden. Die Behavioral Finance hat eine Reihe von Verhaltensfehlern identifiziert, die… Weiterlesen »Psychologie und Rendite

                    Arten von Schlafstörungen

                    Es gibt viele Arten von Schlafstörungen, die unbehandelt zu Tagesmüdigkeit mit erhöhter Unfallgefahr führen,und Depressionen auslösen können. Psychophysiologische Schlafstörungen: Ursachen können erhöhte körperliche oder seelische Anspannung sein. Auch nächtliches Grübeln gehört dazu. Narkolepsie: Durch eine Regulationsstörung im Wach-Schlaf-Zentrum im Gehirn kommt es zu plötzlichen Schlafattacken unter Tags. Man schläft z.B. im Kino, beim Fernsehen und bei anderen eintönigen Tätigkeiten ein. In der Nacht wacht man immer wieder auf. Davon sind etwa zwei Prozent der Bevölkerung sind betroffen.… Weiterlesen »Arten von Schlafstörungen

                    Was ist die Nase über die Emotionen verrät

                      Der Mensch schließt von Gesichtern und deren Ausdruck auf mentale Zustände und Eigenschaften, wobei sich die bisherige Forschung auf die Rolle der Augen und des Mundes in diesem Prozess konzentriert hat. Broda & de Haas (2023) zeigen jedoch in einer Studie, dass auch die Nasenregion des Menschen Urteile über seinen Gemütszustand zulässt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Onlinestudie wurden gebeten, Gesichter und isolierte Teile von Gesichtern hinsichtlich ihres Ausdrucks zu beurteilen, wobei die isolierte Nasenregion Urteile zuließ,… Weiterlesen »Was ist die Nase über die Emotionen verrät

                      Generalisierung von Ängsten findet auch bei dagegen eingesetzten Expositionstherapien statt

                        Frühere Forschungen haben gezeigt, dass sich die mit einem Reiz verbundene Angst häufig auf andere Reize mit ähnlichen Wahrnehmungsmerkmalen sowie auf verschiedene Reizkategorien ausbreitet, wobei die Exposition als wirksamste Intervention zur Verringerung übermäßiger Angst gilt. Lange Zeit ging man davon aus, dass unterschiedliche Expositionstherapien zur Behandlung unterschiedlicher Angstzustände erforderlich sind. Eine Studie von Kodzaga et al. (2023) zeigte, dass eine Expositionstherapie für eine spezifische Angst auch andere Ängste lindern kann. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob… Weiterlesen »Generalisierung von Ängsten findet auch bei dagegen eingesetzten Expositionstherapien statt