‘Angewandte Psychologie’

Angewandte Psychologie ist eine Zusammenfassung aller Teildisziplinen der Psychologie, welche die Anwendung psychologischer Erkenntnisse für die Praxis zum Gegenstand haben und geht auf William Stern zurück.

Schlafsitten in verschiedenen Kulturen und Zeiten

Mittwoch, März 8th, 2017

Seit Jahrhunderten ist das Praktizieren eines Mittagsschlafes bekannt, so hielten Leonardo da Vinci, Johann Wolfgang von Goethe oder Albert Einstein ein kurzes Nickerchen am Tag. Mit der Industriealisierung ist diese Form der Mittagskultur in unserem Alltag, vor allem in den europäischen und nordamerikanischen Ländern fast zur Gänze verschwunden. Die allgemeine gesellschaftliche Akzeptanz für den Mittagsschlaf gibt es nur für die Älteren, Kranken und Kinder. Anders ist die Einstellung der asiatischen Kulturen zu diesem Thema (s.u.).
Neben alters- und geschlechtsspezifischen Unterschieden wirken auch verschiedene soziale Rahmenbedingungen, wieviel Menschen schlafen. Am Beginn des 20. Jahrhundert schlief man durchschnittlich eineinhalb Stunden länger als heute.
Bei uns würden fast 40% der Bevölkerung gerne einen Mittagsschlaf halten, wenn sie dürften, was nach EMNID nur 6% dürfen. In Südeuropa wird sommers wie winters die Mittagsruhe konsequent eingehalten, nur in Großstädten geht die Siesta-Kultur langsam zurück. In Südamerika ist analog Südeuropa die Siesta ein nicht wegzudenkender Teil des Alltags. In Irland gab es bis in die 80er-Jahre noch die „ruhige Stunde“.
In China gibt es ein verfassungsmäßig zugestandenes Recht auf Mittagsruhe und in Japan wird im Schnitt eine Stunde weniger als in Europa geschlafen und jedes Zeitfenster für ein Nickerchen genutzt, auch in der Öffentlichkeit. Auch in den USA gibt es einen Trend zum power-napping, denn man darf in vielen Betrieben bereits eine 20- bis 30-minütige Schlaf-Pause in Anspruch nehmen.

Zum Schlaf generell siehe Der Schlaf

Weitere Artikel zum Thema:
Wie viel Schlaf brauchen Kinder und Jugendliche?
Warum Menschen schlafen

Arten von Schlafstörungen

Stand-by für das Gehirn: Tagträume



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Sieben Motive, warum Menschen auf ein Suchresultat klicken

Freitag, November 4th, 2016

An important reason to click is

  1. the familiarity with and reliability of the website or organization. Keywords which refer to a brand are therefore very important.
  2. A highposition in the search results also creates trust and suggests to the respondents that the information is recent.
  3. A third important reason for clicking is the presence of the keyword in the search result.
  4. Consumers are also looking for certain website services such as the opportunity to read user experiences or to compare different products.
  5. (Indirect) price information is important: especially keywords which refer to ‘low costs’.
  6. The announcement that there is a large variety of products can also be a reason for respondents to click on the search result.
  7. Finally, consumers seem to avoid results with aggressive advertising. Preventing (too) many capital letters and exclamation marks can positively influence click behaviour.

Quelle: A study by Market Research Agency De Vos & Jansen in cooperation with full service Search Engine Media Agency Checkit



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Zufriedenheit

Freitag, Juli 1st, 2016

Die Wissenschaftsjournalistin der Süddeutsche Zeitung Christina Berndt legt mit dem Buch „Zufriedenheit – Wie man sie erreicht und warum sie lohnender ist als das flüchtige Glück“, ein gut lesbares und informatives Buch zur stilleren Schwester des Glücks vor, wobei sie zahlreiche Erkenntnisse der Glücksforschung, die in ihren Augen ohnehin meist Zufriedenheit meint, wenn sie vom Glück spricht, zusammenfasst.

Berndt beklagt die heute oft im Vordergrund stehende Selbstoptimierung, die Menschen zwingt, noch präziser, effektiver und effizienter mit ihren Ressourcen umzugehen und ein Optimum aus sich herauszuholen. Diesem Streben nach dem Optimum, das eher unglücklich als glücklich macht, setzt die Autorin das Innehalten und die Konzentration auf das Wesentliche entgegen, aus dem letztlich das entstehen kann, was Zufriedenheit ausmacht. Zufriedenheit ist dabei eine von vielen Menschen und auch der Psychologie deutlich unterschätzte Größe.

Als Zufriedenheit wird in der Psychologie ganz allgemein die Übereinstimmung einer bestimmten Erwartung eines Menschen vor einer Handlung mit deren tatsächlichem Erleben danach bezeichnet, wobei der Zufriedenheitsgrad dann vom Ausmaß der Abweichung zwischen dieser Erwartung und dem Handlungsergebnis abhängig ist. Ist die Erwartung höher als das Erlebnis, entsteht Unzufriedenheit, ist das Erlebnis mindestens gleich oder höher als die Erwartung, entsteht Zufriedenheit. So heißt es:

Zufriedenheit kommt aus dem Inneren und hat viel mit dem Verstand zu tun und lässt sich deshalb erheblich besser steuern als das Glück, auf das man immer auch hoffen muss. Sie tritt vor allem dadurch ein, dass man lernt, die kleinen, glückseligen Momente im Leben wieder wertzuschätzen und die großen Visionen freundlich aus der Ferne zu betrachten, während man die realisierbaren Träume umzusetzen versucht. Dazu kann man schlecht immer auf der faulen Haut liegen, aber Zufriedenheit ist am ehesten zu spüren, wenn das Abenteuer einmal Pause macht. So wurzelt Zufriedenheit stärker in der Persönlichkeit eines Menschen als das Glück. Sich wohl und behaglich zu fühlen, ist Ausdruck seines Wesens, das Ergebnis einer grundsätzlichen Haltung dem Leben gegenüber. Auch deshalb bleibt die Zufriedenheit viel länger bestehen als das Glück, das doch so leicht zerrinnt: Sie gründet auf einem stabileren Fundament und ist unabhängiger von äußeren Ereignissen. Nicht zufälllig kommt das Wort »Zufriedenheit« von »Frieden«. Es ist ein innerer Frieden, ein Seelenfrieden. Zufriedenheit und Glück – die beiden verhalten sich so ähnlich wie die Liebe und die akute Verliebtheit, die uns auf Wolke sieben katapultiert. Verliebtsein ist eines der größten Glücksgefühle, mindestens so gut wie ein Lottogewinn, aber, wie das Glück, gemeinhin von sehr überschaubarer Dauer. Eine langjährige Liebe dagegen ist auf dauerhafte Zuwendung angelegt, auch wenn sie sich dann wie die Zufriedenheit es tut – auf einem geringeren Euphorieniveau bewegt.“

Das empfehlenswerte Buch trägt viele Forschungsergebnisse zusammen und widmet sich neben einem kleinen Selbsttest zur Zufriedenheit und exemplarischen Darstellungen menschlicher Zufriedenheit auch Fragen wie „Was läuft im Gehirn ab“ oder „Welche genetischen Faktoren spielen eine Rolle?“ Ein Zufriedenheitstraining zeigt darüber hinaus, wie Menschen an Faktoren wie Optimismus, Dankbarkeit oder Autonomie arbeiten können, um ein zufriedeneres Leben zu führen.

Literatur

Stangl, W. (2016). Zufriedenheit. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: http://lexikon.stangl.eu/6737/zufriedenheit/ (16-07-01)



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