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Angewandte Psychologie

Angewandte Psychologie ist eine Zusammenfassung aller Teildisziplinen der Psychologie, welche die Anwendung psychologischer Erkenntnisse für die Praxis zum Gegenstand haben und geht auf William Stern zurück.

Wie wirken sich Falten im Gesicht auf die Beurteilung von Menschen aus?

    Mit zunehmendem Alter entwickeln Menschen Gesichtsfalten, die das Aussehen des Gesichts verändern und es weniger attraktiv erscheinen lassen. Falten und Fältchen beeinflussen auch den Gesichtsausdruck, so dass ältere, neutrale Gesichter emotionaler wirken. Beide Prozesse können den ersten Eindruck negativ beeinflussen. Hess et al. (2023) erhoben die Bewertungen von Attraktivität, Nähe und emotionalem Ausdruck sowie den ersten Eindruck von 353 Personen für Avatare mit und ohne Gesichtsfalten. Die Gesichter stammten von Fotos echter junger und alter Menschen, die… Weiterlesen »Wie wirken sich Falten im Gesicht auf die Beurteilung von Menschen aus?

    Was kann man gegen die Angst vor Spinnen unternehmen?

      Die Angst vor Spinnen zählt zu den häufigsten spezifischen Phobien. Die irrationale Furcht vor den achtbeinigen Tieren, die mit Schweißausbrüchen, Herzrasen, Zittern oder sogar Atemnot einhergehen kann, lässt sich trotz des Wissens, dass eigentlich keine Gefahr besteht, nicht vertreiben. Schon das Wort Spinne kann Stressreaktionen auslösen, wobei überwiegend Frauen von einer Spinnenphobie betroffen sind. Seit einiger Zeit werden symptomorientierte Therapien entwickelt, die mit innovativen Methoden die bewährten Expositionstherapien bei Spinnenangst, aber auch bei Höhenangst erweitern und deren… Weiterlesen »Was kann man gegen die Angst vor Spinnen unternehmen?

      Die Einsamkeit im Lebenslauf

        Susanne Bücker, Professorin für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie an der Universität Witten/Herdecke, beschäftigt sich mit den Themen Einsamkeit und Entwicklung von Zufriedenheit über die Lebensspanne. In ihrer entwicklungspsychologischen Forschung konzentriert sie sich auf die Zeitspanne von der späten Kindheit bis ins hohe Alter und beschäftigt sich vor allem mit den sozio-emotionalen Phänomenen Einsamkeit und Selbstwert. Sie untersuchte auch, wie sich das Einsamkeitsempfinden im Laufe des Lebens verändert und fand heraus, dass vor allem das junge Erwachsenenalter (18… Weiterlesen »Die Einsamkeit im Lebenslauf

        Unterschiedliche Auswirkungen von psychosozialen Belastungsfaktoren auf die Geschlechter

          Psychosoziale Faktoren wirken sich auf komplexe Weise auf die psychische Gesundheit und die gesundheitsbezogene Lebensqualität aus, wobei es geschlechtsspezifischen Unterschiede in diesen Wechselwirkungen gibt. Weiß et al. (2023) haben untersucht, wie psychosoziale Faktoren wie soziale Unterstützung sowie persönliche und arbeitsbezogene Sorgen die psychische Gesundheit und die Lebensqualität von Frauen und Männern im ersten Jahr der COVID-19-Pandemie unterschiedlich beeinflusst haben. Als stärkster Einflussfaktor auf das psychische Wohlbefinden stellten sich bei beiden Geschlechtern Ängste heraus, doch bei den Gründen… Weiterlesen »Unterschiedliche Auswirkungen von psychosozialen Belastungsfaktoren auf die Geschlechter

          Wie entstehen Glaubensvorstellungen?

            Forschungen zeigen, dass ein entwicklungsgeschichtlich alter Bereich des Stammhirns bei der Entstehung von Glaubensvorstellungen eine wichtige Rolle spielt, wobei religiöses Empfinden vermutlich auch für das Überleben der frühen Menschen möglicherweise ein entscheidender evolutionärer Vorteil war. Glaubensvorgänge sind offenbar eine eigene Funktion des Gehirns, wobei solche Glaubensvorgänge bzw. Creditionen selbst nicht religiös sind und auch nichts mit Religion zu tun haben müssen. Glaubensvorgänge werden von Irritationen ausgelöst, denn erst diese ermöglichen dem Menschen zu handeln, und über das… Weiterlesen »Wie entstehen Glaubensvorstellungen?

            Stufen der persönlichen Entwicklung nach Stephen Covey

              Stephen Covey definiert in seinen Arbeiten „Stadien der Reife“ oder „Stufen der persönlichen Entwicklung“, die Menschen durchlaufen bzw. durchlaufen können, um effektiver und erfolgreicher zu werden. Diese Stadien stellen keine strikte lineare Abfolge dar, sondern können je nach individuellem Wachstum und Umständen variieren, wobei dieser Ansatz die Wichtigkeit der persönlichen Entwicklung und der Entwicklung von zwischenmenschlichen Fähigkeiten, um ein erfülltes und erfolgreiches Leben zu führen, betont. Abhängigkeit: In diesem Stadium sind Menschen auf andere angewiesen, um ihre… Weiterlesen »Stufen der persönlichen Entwicklung nach Stephen Covey

              Die Illusion vom Verfall der Sitten

              Dass die Menschen immer schlechtere Umgangsformen aufweisen, ist eine verbreitete Klage – die schon immer und überall geäußert wurde, wobei vor allem anekdotische Berichte darauf hindeuten, dass die Mehrzahl der Menschen glaubt, dass die Moral immer mehr abnimmt. Die Wahrnehmung des moralischen Niedergangs wird dabei von Menschen verschiedener politischer Ideologien, Rassen, Geschlechter, Altersgruppen und Bildungsniveaus geteilt. In einer Reihe von Studien, bei denen sowohl Archiv- als auch Originaldaten verwenden wurden, konnten Mastroianni & Gilbert (2023) zeigen, dass… Weiterlesen »Die Illusion vom Verfall der Sitten

              Einsamkeit lässt sich im Gehirn nachweisen

                Einsamkeit beeinträchtigt das Wohlbefinden und geht häufig mit dem Gefühl einher, von anderen Menschen nicht verstanden zu werden. Die Frage ist, was trägt zu solchen Gefühlen bei einsamen Menschen bei? Baek et al. (2023) haben Daten funktioneller Kernspintomographie von Studienanfängern genutzt, um die relative Ausrichtung der mentalen Verarbeitung von naturalistischen Reizen zu messen und zu prüfen, ob einsame Menschen die Welt tatsächlich auf eigenwillige Weise verarbeiten. Man fand dabei Belege für eine solche Idiosynkrasie, denn die neuronalen… Weiterlesen »Einsamkeit lässt sich im Gehirn nachweisen

                Schlafstörungen durch unerledigte Aufgaben

                  Es ist fast eine Binsenweisheit, dass Arbeitsstress zu Schlafstörungen führt, aber die Frage, wie arbeitsbedingte Stressoren den Schlaf von Arbeitnehmern beeinträchtigen, bleibt offen. Eine Studie von Syrek et al. (2017) konzentriert sich auf die Rolle des Grübelns als zugrunde liegender Mechanismus für Schlafstörungen. Dabei wurde das affektive Grübeln von problemlösendem Grübeln unterschieden und die Auswirkungen beider Formen des Grübelns auf die Beziehung zwischen Stressoren und Schlaf untersucht. Beim gefühlsbetontes Grübeln kreisen die Gedanken der Menschen am Wochenende… Weiterlesen »Schlafstörungen durch unerledigte Aufgaben

                  Die Wissenschaft vom wandernden Geist

                    Das Umherschweifen der Gedanken und das Tagträumen ist mehr als nur eine Ablenkung und kann Menschen helfen, sich auf die Zukunft vorzubereiten. Als der Psychologe Jonathan Smallwood (2015) begann, das Umherschweifen der Gedanken zu erforschen, erntete er bei Fachkollegen viele Zweifel, denn wie sollte man diese spontanen und unvorhersehbaren Gedanken erforschen, die auftauchen, wenn man aufhört, auf seine Umgebung und die anstehende Aufgabe zu achten? Vor allem aber Gedanken, die nicht mit einem messbaren äußeren Verhalten in… Weiterlesen »Die Wissenschaft vom wandernden Geist

                    Kann ein Duft die Lernleistung verbessern?

                      Die Verbesserung der Lernfähigkeit ist für zahlreiche Aspekte des menschlichen Lebens wichtig, wobei bisher in mehreren Studien festgestellt worden war, dass sich die Darbietung von Hinweisen wie eines Geruch oder eines Geräusches während des Lernens und während des Schlafs positiv auf die Gedächtnisleistung auswirken kann. Eine kürzlich durchgeführte Studie von Knötzele et al. (2023), bei der ein Paradigma aus dem wirklichen Leben angewandt wurde, deutet darauf hin, dass zusätzliche Geruchshinweise während eines Abschlusstests diesen Effekt noch verstärken… Weiterlesen »Kann ein Duft die Lernleistung verbessern?

                      Psychologie des Zeitempfindens

                        Das Zeitempfinden ist ein wichtiger Teil der menschlichen Erfahrung und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter kognitive und emotionale Zustände, Alter, körperliche Aktivität und die Umgebung. Einige Menschen haben das Gefühl, dass die Zeit schnell vergeht, während andere das Gegenteil empfinden. Die Psychologie des Zeitempfindens beschäftigt sich mit der Erforschung der verschiedenen Faktoren, die das Zeitempfinden beeinflussen und wie es sich auf das Verhalten und die Erfahrungen von Menschen auswirkt. Es gibt auch verschiedene Theorien darüber, wie… Weiterlesen »Psychologie des Zeitempfindens