Die sprachliche Konstruktion des Affekts: Wie Konzepte die Emotionen formen
Die Annahme, dass Emotionen universelle, biologisch festverdrahtete Reaktionsmuster sind, die unabhängig von Sprache und Kultur existieren, wird durch moderne neurowissenschaftliche Erkenntnisse zunehmend infrage gestellt. Ein zentraler theoretischer Rahmen hierfür ist die Theorie des konstruierten Emotionserlebens, die postuliert, dass das Gehirn Emotionen aktiv konstruiert, indem es sensorische Daten aus dem Körper (Interozeption) mit gelerntem konzeptionellem Wissen abgleicht. In diesem Prozess fungiert Sprache nicht bloß als Werkzeug zur Beschreibung bereits existierender Gefühle, sondern als konstitutives Element des emotionalen Erlebens… Weiterlesen »Die sprachliche Konstruktion des Affekts: Wie Konzepte die Emotionen formen