Die evolutionäre Funktion von Selbstüberschätzung: Eine Neubewertung des Dunning-Kruger-Effekts
Der seit 1999 etablierte Dunning-Kruger-Effekt beschreibt bekanntlich die Neigung von Menschen mit geringen kognitiven Fähigkeiten oder fehlendem Fachwissen, die eigenen Leistungen systematisch zu überschätzen, während hochkompetente Menschen sich eher unterschätzen. Neuere rechnerische und methodische Überprüfungen großer Replikationsstudien durch Dawson & de Meza (2026) zeichnen jedoch ein grundlegend anderes Bild dieses sozialpsychologischen Phänomens. Durch die Anwendung verfeinerter statistischer Verfahren wird deutlich, dass das klassische Dunning-Kruger-Muster zu einem erheblichen Teil auf ein statistisches Artefakt zurückzuführen ist. In Testergebnissen, die… Weiterlesen »Die evolutionäre Funktion von Selbstüberschätzung: Eine Neubewertung des Dunning-Kruger-Effekts