Studie zum Geruchssinn

PsychologInnen der Universität Graz erforschen den Zusammenhang zwischen den Folgen einer Veränderung oder dem Verlust des Geruchssinns, den Charakteristika des inneren Lebensraumes und möglichen Veränderungen des Gehirns. Dafür werden Personen im Alter von 18 bis 45 Jahre, gesucht die Interesse haben, die eigene Geruchsfähigkeit zu verbessern oder unter einer teilweise oder gänzlich eingeschränkten Geruchsfähigkeit leiden. Voraussetzungen für die Teilnahme sind Rechtshändigkeit, NichtraucherInnen und MRT-Tauglichkeit, sowie keine weitere neurologischen, psychiatrischen oder internistischen Erkrankung.

Diese Studie umfasst drei separate Terminblöcke innerhalb von sechs Monaten. An jedem dieser Blöcke erfolgt eine Erfassung Ihrer Riechfunktion, eine psychologische Testung, eine Messung neuronaler Veränderungen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie, sowie eine Erfassung des Mikrobioms der Nase und des Darms. Zwischen den einzelnen Blöcken ist ein 12-wöchiges Riechtraining vorgesehen, welches zu Hause einfach und schnell absolviert werden kann.

Informtionen zur Studie https://psychologie.uni-graz.at/de/neuropsychologie/neuigkeiten/detail/article/von-der-nase-ins/



Menschliche Motive haben sich aus tierischen Emotionen entwickelt

Nach Reiner Seidel (2018) entstammen alle menschlichen Motive den Emotionen der Tiere, wobei diese Emotionen der Tiere beim Menschen eine spezifische Ausprägung erfahren als Ausformung zu Motiven. Das schließt allerdings nicht aus, dass durch eine besondere Kombination von Emotionen besondere Motive entstehen können, zu denen es in der Tierwelt keine Analoga gibt. Motive, die sich relativ direkt aus tierischen Emotionen ergeben, sind dabei Grundmotive im Unterschied zu den gemischten Motiven wie etwa die Liebe, die sich aus zwei animalische Emotionen entwickelt hat, der Mutterliebe bzw. Behütung und der körperlichen Zuneigung bzw. Lust. Die Neuerwerbungen des Menschengehirns gegenüber dem der Affen liegen hauptsächlich innerhalb des präfrontalen Cortex, in dem Planung, Koordination und Integration der höheren geistigen Prozesse erfolgen. Damit erst kann der Mensch Doppelaufgaben bewältigen, etwa sich selbst von der Welt unterschieden zu sehen, d.h. er kann Objekte einerseits in ihrer Relevanz für ihn bewerten und sie anderseits objektiv in ihren Eigenschaften als solche wahrnehmen. Der Mensch entwickelt daher erstmals ein doppeltes Bewusstsein, denn er hat nicht nur Gefühle, sondern er kann sich auch im Unterschied zum Tier seiner Gefühle bewusst werden und diese beeinflussen.

Literatur

Reiner Seidel, R. (2018). Die Evolution der Psyche: Wieviel Tier ist der Mensch? Pabst.



Psychotherapie als eigenständige akademische Disziplin?

Das Gesundheitsministerium der BRD plant eine Novellierung der Ausbildung der bisherigen PsychotherapeutInnen in Form einer Direktausbildung umzusetzen, und zwar als eigenständige akademische Disziplin. Die Psychotherapie soll daher nicht mehr als Appendix, Paradisziplin oder Subfach von ausschließlich Psychologie oder Medizin in den akademischen und professionellen Fächerkanon eingeordnet werden. Methodisch und inhaltlich soll eine sichtbare Kontur der Psychotherapie als Wissenschaft und Profession im Zusammenhang all ihrer Bezugswissenschaften (Medizin, Psychologie, Gesundheitsökonomie, gender studies, Pädagogik, Soziologie, Ethik, spezifische Methodologie für die Psychotherapieforschung, Problemgeschichte und Theorieentwicklung der wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Schulen, Praxeologie im Rahmen von “Famulaturen” usw. usf.) im Rahmen einer Psychotherapiewissenschaft entstehen. Es wird auch empfohlen, ein konsekutives Psychotherapiestudium ausschließlich an solchen Universitäten anzusiedeln, um ein entsprechendes interdisziplinäres Forschungsumfeld gewährleisten zu können, um so die eigenständige Entwicklung im Dienste des Faches Psychotherapie unter Einbeziehung ihrer Vielfalt und dem Methodenpluralismus auf hohem universitären Niveau gerecht werden zu können. Durch die Institutionalisierung auf universitärer Ebene soll ein gesamteuropäisches Professionsverständnis der PsychotherapeutInnen erreicht werden kann.

Siehe dazu Studium der Psychotherapie im Rahmen der Psychologie.

Literatur

Stangl, W. (2019). Studium der Psychotherapie im Rahmen der Psychologie. Werner Stangls Psychologie News.
WWW: https://psychologie-news.stangl.eu/3090/studium-der-psychotherapie-im-rahmen-der-psychologie (2019-05-16).
https://www.openpr.de/news/1048798/Psychotherapie-eine-neue-eigenstaendige-Wissenschaft-Profession.html (19-05-16)



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