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Phylogenese

    Phylogenese beschreibt die Stammesgeschichte bzw. die Stammesentwicklung, dh. die Entwicklung einer Art von Lebewesen. Der Begriff umfasst nicht nur die Evolution der Stämme sondern auch der Verwandtschaftsgruppen, den Taxa. 1.Definition Die Entwicklung einer Art oder eines Stammes von Lebewesen (Stammesgeschichte), im Unterschied zur Entwicklung eines einzelnen Individuums (→ Ontogenese) (vgl. Brunner & Zeltner 1980, S. 437) 2.Definition Das Interesse der Paläoanthropologie richtet sich primär auf die Phylogenese, also auf die Stammesentwicklung und Evolution des Menschengeschlechts. Bei der… Weiterlesen »Phylogenese

    Ontogenese

      Ontogenese bezeichnet ganz allgemein die Individualentwicklung im biologischen und psychologischen Sinne von seiner Entstehung bis zu seinem Vergehen. Ontogenese kann auch als die Entwicklungsgeschichte des Einzelorganismus, auch Keimgeschichte bezeichnet werden. Michael Tomasello hat eine Theorie der Ontogenese anhand der frühkindlichen Entwicklung entwickelt, indem er menschliche Babys bzw. Kinder und Schimpansen vor genau die gleichen Herausforderungen stellte und diese verglich. Dabei zeigten sich einerseits Parallelen, da beide Gruppen etwa ein ähnliches Grundverständnis für physikalische Phänomene entwickeln, andererseits überflügeln… Weiterlesen »Ontogenese

      Legasthenie

      Bei Legasthenie handelt es sich also um eine Lese- und Schreibschwäche, sie ist eine so genannte Lernschwäche beim Erlernen von Lesen und Schreiben, wobei ansonsten eine relative hohe Intelligenz bei den Betroffenen vorliegt. Eine Lese-Rechtschreibstörung liegt nach internationalen Kriterien dann vor, wenn die Leistungen im Lesen und/oder Rechtschreiben deutlich unter der Klassennorm und unter dem Niveau, das aufgrund der Intelligenz des Schülers zu erwarten wäre, liegen. Bei einer Untersuchung werden Leseflüssigkeit, Lesegenauigkeit, Leseverständnis und Rechtschreibung sowie die… Weiterlesen »Legasthenie

      Konditionierung

        Man unterscheidet zwischen der klassischen und der operanten Konditionierung. Bei der klassischen Konditionierung wird ein neutraler Reiz (z.B. Glockenton) mit einem natürlichen Reiz verbunden (z.B. Hundefutter) und das löst eine unkonditionierte Reaktion aus. (z.B. Speichelfluss beim Hund). Bei mehrmaliger Anwendung muss der Hund nur mehr den Glockenton hören, damit sich der Speichelfluss bildet. Bei der operanten Konditionierung wirkt nicht die Reaktion auf einen Reiz, sondern die mit der Reaktion verbundene Wirkung (z.B. Lob, Erfolg, Strafe, Misserfolg). 1.Definition… Weiterlesen »Konditionierung

        Kognition

          Kognition ist ein Sammelbegriff für geistige Fähigkeiten, wie die des Denkens, Wahrnehmens und Erkennens. 1. Definition „Kognition ist ein uneinheitlich verwendeter Begriff, mit dem auf die Informationsverarbeitung von Menschen und anderen Systemen Bezug genommen wird. Oft ist mit „Kognition“ das Denken in einem umfassenden Sinne gemeint. Auch wenn viele kognitive Prozesse im Menschen bewusst sind, haben „Kognition“ und „Bewusstsein“ nicht die gleiche Bedeutung. So können kognitive Prozesse im Menschen unbewusst und dennoch kognitiv sein, ein Beispiel hierfür… Weiterlesen »Kognition

          Kinästhesie

            Das Wort „Kinästhesie” stammt aus dem griechischen. Die Kinästhesie beschäftigt sich mit der menschlichen Bewegung und ist in den Bereichen Medizin, Psychologie und Pädagogik sehr wichtig. 1. Definition Die Fähigkeit vieler Wirbeltiere und des Menschen über → Propriorezeptoren wahrgenommene Stellung der Körperteile zueinander sowie Lage und Bewegungsrichtung derselben im Raum (v.a. unbewusst reflektorisch zu kontrollieren und zu steuern. (vgl. Brock Haus 1997, S. 725). 2. Definition Bewegungsempfindungen, Bewegungssinn, die Fähigkeit, Lage und Bewegungsrichtung von Körperteilen zueinander und… Weiterlesen »Kinästhesie

            Interferenz

              Interferenz bedeutet allgemein Überlagerung. In der Psychologie bezeichnet es die Überlagerung von bereits gelerntem Stoff durch neuen. 1. Definition 1. „(Physik) Überlagerung beim Zusammentreffen zweier od. mehrerer Wellenzüge.“ 2. „Biol.; Med.) Hemmung eines biologischen Vorgangs durch einen gleichzeitigen u. gleichartigen anderen (z.B. Hemmung des Chromosomenaustausches in der Nähe eines bereits erfolgten Chromosomenbruchs, einer Virusinfektion durch ein anderes Virus o. A.)“ 3. „(Sprachw.) a) Einwirkung eines sprachlichen Systems auf ein anderes, die durch die Ähnlichkeit von Strukturen verschiedener… Weiterlesen »Interferenz

              Interaktion

                Interaktion ist die gegenseitige Beeinflussung von zwei oder mehreren Menschen oder Tieren durch ihre Verhaltensweisen und Anschauungen. 1. Definition wechselseitige Beeinflussung •    statistisch Wechselwirkung •    Von C.L. HULL wurde die Bezeichnung „interaction principle“ für die gegenseitige Beeinflussung afferenter Nervenimpulse eingeführt, womit er teilweise die Entdeckungen der Gestaltpsychologen berücksichtigte und die elementarische Auffassung isolierter Stimuluswirkungen aufgab. •    Soziale I.: die gegenseitige Beeinflussung von Individuen innerhalb von und zwischen Gruppen und die dadurch entstehenden Änderungen des Verhaltens oder der… Weiterlesen »Interaktion

                Imitation

                  Imitation bezeichnet eine Nachahmung, eine Kopie eines Originals. Es gibt Imitationen in verschiedenen Bereichen z.B. Lederimitation oder Stimmimitation. 1. Definition Imitation (latein. imitatio), heißt auch Nachahmung steht für ein Modell (Begriff), ein Vorbild, das der Nachahmung dient, oder die Nachahmung eines Objektes. Attrappe, etwas, das Eigenschaften eines Originals nachahmt, meist um jemanden zu täuschen. (vgl. Wikipedia 2007) 2. Definition Imitation [lat.: = Nachahmung], ➢    allgemein das [möglichst genaue] Nachahmen bestimmter körperl.     Erscheinungsformen, z.B. das Herstellen eines… Weiterlesen »Imitation

                  Homöostase

                    bedeutet im Allgemeinen, bestimmte Werte in einem stabilen Zustand zu halten. Konkret sind damit Werte wie Körpertemperatur, Blutzuckergehalt, Blutdruck usw. gemeint, die auch bei Veränderung der äußeren Bedingungen durch das homöostastische Gleichgewicht konstant gehalten werden. 1.    Definition „Der Begriff H. wurde von dem amerik. Physiologen Cannon (1932) geprägt, der damit die Gesamtheit der Wirkungen kennzeichnete, die für die (relative) Konstanthaltung bestimmter physiol. Größen (z.B.: Körpertemperatur, Blutzuckergehalt) verantwortlich ist.“ (Arnold, Eysenck & Meili 1971, S. 91/92) 2.    Definition… Weiterlesen »Homöostase