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Psychologische Grundlagen

Grundlegende Begriffen und Modellvorstellungen der wissenschaftlichen Psychologie

Die Unterschiede zwischen dem Wachbewusstsein und dem Traumbewusstsein

    Man weiß zwar wie, aber nicht warum das menschliche Gehirn im Schlaf aktiviert wird. Hobson (2009) vermutet, dass die Hirnaktivierung im Schlaf die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Schaltkreisen ermöglicht, die für höhere Hirnfunktionen, einschließlich des Bewusstseins, notwendig sind. Im Wachzustand können Menschen in den Spiegel schauen und erkennen, dass sie sich selbst und nicht nur eine andere Person betrachten. Sie verstehen dabei den Unterschied zwischen Wünschen und Bedürfnissen, können ihre motorischen Fähigkeiten koordinieren und nutzen aktiv ihr… Weiterlesen »Die Unterschiede zwischen dem Wachbewusstsein und dem Traumbewusstsein

    Rahmenmodell menschlicher Handlungen

      Forschende von sieben Universitäten versuchen sich seit jüngster Zeit an einem neuen Rahmenmodell, wie Menschen ihre Handlungen steuern, denn in der Psychologie gibt es viele Modelle, die Teilaspekte menschlichen Handelns beschreiben. Sie erklären unter anderem, wie Menschen neue Bewegungen beim Tennisspiel lernen oder welche Motivation hinter ihren Handlungen steckt, doch ein übergreifendes Rahmenmodell fehlt bisher. Man will dabei eine Brücke zwischen Handlungssteuerung, Lernen, Gedächtnis und Motivation bauen, wobei die Vorstellung im Mittelpunkt steht, dass Handlungen aus Merkmalskombinationen… Weiterlesen »Rahmenmodell menschlicher Handlungen

      Verarmung der methodischen Reflexion in der Psychologie

        Julia von Thienen kritisiert in ihrem Buch „Kausalniveaus – Eine Methodenanalyse zur Kausalforschung der Psychologie“ eine Verarmung der methodischen Reflexion in der Psychologie, da diese zunehmend die experimentelle Psychologie limitiert. Während früher methodische Ansätze konzeptuell verhandelt wurden, geht es heute vor allem um statistische Rechenverfahren und ihre Verbesserung. Mit diesem Rückzug aus methodologischen Kontroversen geht eine ausgeprägte Tendenz zur Statistisierung einher, d. h., in den Vordergrund der Lehre treten Formeln und Rechenverfahren, die dann von den Studierenden… Weiterlesen »Verarmung der methodischen Reflexion in der Psychologie

        Menschliche Motive haben sich aus tierischen Emotionen entwickelt

          Nach Reiner Seidel (2018) entstammen alle menschlichen Motive den Emotionen der Tiere, wobei diese Emotionen der Tiere beim Menschen eine spezifische Ausprägung erfahren als Ausformung zu Motiven. Das schließt allerdings nicht aus, dass durch eine besondere Kombination von Emotionen besondere Motive entstehen können, zu denen es in der Tierwelt keine Analoga gibt. Motive, die sich relativ direkt aus tierischen Emotionen ergeben, sind dabei Grundmotive im Unterschied zu den gemischten Motiven wie etwa die Liebe, die sich aus… Weiterlesen »Menschliche Motive haben sich aus tierischen Emotionen entwickelt

          Präregistrierung gegen den publication bias

            Bekanntlich sind zahlreiche meta-analytische Versuche, Ergebnisse empirischer Forschung zu reproduzieren, in den letzten Jahren gescheitert, was manche Wissenschaftler und Medien dazu veranlasste, eine Replikationskrise zu diagnostizieren und die Sorge zu äußern, dass die Wissenschaft dadurch an öffentlicher Glaubwürdigkeit verliert. Andere hofften, dass Replikationsversuche das öffentliche Vertrauen in die Wissenschaft stärken könnte, da man dadurch zeigen konnte, dass man sehr genau überprüft, was in den Wissenschaften Bestand hat und was nicht. Um dem publication bias zu entgehen, arbeitet… Weiterlesen »Präregistrierung gegen den publication bias

            Ethische Prinzipien psychologischen Forschung

              Qualität in der psychologischen Forschung kann nur dann gewährleistet sein, wenn sie ethischen Prinzipien folgt. Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie hat daher Empfehlungen für „Ethisches Handeln in der psychologischen Forschung“ veröffentlicht, wobei sich diese Empfehlungen an Forschende, Studierende und Lehrende aus allen Bereichen der Psychologie, und damit auch an Antragstellende und Begutachtende in Ethikkommissionen richten.Psychologische Forschung ist in den allermeisten Fällen auf die Teilnahme von Menschen als ‚Untersuchungsobjekt‘ angewiesen, wofür die Forschenden die Verantwortung tragen, dass unsere… Weiterlesen »Ethische Prinzipien psychologischen Forschung

              Über das Vergessen und das Erinnern

              Vorbemerkung: Um sich effektiv in der Welt zurechtzufinden, bedarf es nicht nur eines guten Gedächtnisses, sondern auch des klugen Vergessens, Filterns und Aussortierens von Fakten und Ereignissen, vor allem in einer Zeit, in der digitale und andere Medien den Alltag mit Informationen überladen und fragmentieren. Aus Informationen sinnvolles Wissen zu machen, bedeutet aber immer, eine Auswahl zu treffen, statt möglichst viele Informationen zu speichern, denn was man erlebt, muss man in vertretbarer Zeit analysieren können, und dies… Weiterlesen »Über das Vergessen und das Erinnern

              Killerphrasen und wie man damit umgeht

                Killerphrasen sind pauschale und abwertende Angriffe in einer Diskussion. Sie sind nicht an der Sache orientiert, sondern werden im Gegenteil vorzugsweise dann hervorgezogen, wenn Sachargumente fehlen: Hervorkehren sozialer Dominanz bei sachlicher Unterlegenheit. Killerphrasen sind Scheinargumente, die dazu dienen, Vorstellungen und Ideen des anderen als ungeeignet darzustellen, ohne es direkt auszusprechen. Sie sind eine Form konfrontativen Argumentierens, das die Person des anderen herabsetzt, ihn verunsichern, bloßstellen und mundtot machen soll. Alles Wissenswerte zu diesem Thema: Umgang mit Killerphrasen

                Modell der multiplen Intelligenz nach Gardner

                Howard Gardner bezweifelt das ganze Konzept der Intelligenzmessung. Aufbauend auf vielen Jahren psychologischer Forschung legt Gardner die Beweise für seine Theorie vor, dass es mindestens acht verschiedene Intelligenzbereiche gibt und sich jeder Mensch in verschiedenen Intelligenzbereichen einordnen kann. Nicht alle Intelligenzbereiche lassen sich aber mit Standardtests erfassen. Erst im Zusammenspiel dieser vielfachen Intelligenzen aber ergibt sich, wie Gardner es nennt, „menschlich kompetentes Verhalten“, das zu fördern die eigentliche Aufgabe jeder Gesellschaft sein müsste. Gardner unterschied ursprünglich acht… Weiterlesen »Modell der multiplen Intelligenz nach Gardner

                Die Black-Box der Psychologie und die Neurowissenschaften

                  Ein Merkmal der Neurowissenschaften ist nach Felix Hasler, dass unbedeutende Forschungsergebnisse überverkauft werden, wobei von einer Revolution des Menschenbildes durch die Neurowissenschaften keine Rede sein kann. Hinzu kommt, dass die Hirnforschung in den letzten 50 Jahren kaum wichtige Erkenntnisse geliefert hat, wobei in den letzten Jahren die Selbstüberschätzung der Neurowissenschaften kontinuierlich zugenommen hat, siehe dazu Neurodidaktik,  Neuroökonomie, Neuroethik. Die sogenannten Erkenntnisse der Hirnforschung haben ja nicht dazu geführt, dass Kinder heute besser lernen oder das Verständnis psychischer… Weiterlesen »Die Black-Box der Psychologie und die Neurowissenschaften