Zum Thema ‘Psychotherapie’

Psychotherapie kann als die Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von psychischen Störungen mit Krankheitswert beschrieben werden.

Studium der Psychotherapie im Rahmen der Psychologie



In Deutschland soll im Zuge der Reform der Psychotherapeutenausbildung an Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen angesiedelten psychologischen Fakultäten das Studium der Psychotherapie angeboten werden. Die psychologischen Bachelor- und Masterstudiengänge sind bestens dazu geeignet, die im Gesetzesentwurf geforderten wissenschaftlichen und klinisch-praktischen Fertigkeiten zu vermitteln, d. h., PsychotherapeutInnen werden zukünftig noch besser auf die postgraduale praktische Tätigkeit vorbereitet werden. Die Universitäten und gleichgestellten Hochschulen verfügen bereits heute über Strukturen, die bei der Umsetzung des Ausbildungsziels benötigt werden. Die an den universitären psychologischen Instituten angesiedelten Hochschulambulanzen können bei den berufspraktischen Einsätzen mit direktem Patientenkontakt mitwirken, so dass Praxisphasen direkter Teil des Studiums sind. Deshalb planen die psychologischen Universitätsinstitute, das im Gesetzentwurf neu vorgeschlagene Studium zur Approbation in Psychotherapie nicht als eigenen Studiengang anzubieten, sondern in Psychologie-Studiengänge zu integrieren. Mit den neuen Regelungen und den vorgegebenen ECTS-Punkten wird ausreichend Spielraum für einen polyvalenten Bachelorabschluss in Psychologie gegeben. Studierende können sich im Anschluss an das Bachelorstudium für unterschiedliche Psychologie-Masterstudiengänge entscheiden, wie etwa für solche, die die gesamte Psychologie beinhalten, oder solche, die Schwerpunkte etwa in der Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie setzen.



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Versorgungslücken in Behandlung psychisch Erkrankter



Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen moniert die schlechte Versorgungslage psychisch Erkrankter in Österreich und fordert die Erarbeitung eines neuen, übergreifenden Versorgungskonzeptes. Hinzu kommt, dass noch immer grundlegende Daten und Fakten über die Behandlung psychisch Erkrankter in Österreich fehlen und es etwa kein einheitliches Vorgehen zu psychologischer Diagnostik und Therapie gibt. Während die psychologische Behandlung, Beratung und Diagnostik in Krankenanstalten bereits gut verankert sind, gibt es im niedergelassenen Bereich massive Versorgungslücken, denn wichtige Leistungen der Klinischen Psychologie werden in diesem Bereich noch immer nicht von den Versicherungsanstalten übernommen. Dabei könnten Klinische PsychologInnen und GesundheitspsychologInnen mit ihrer weitreichenden Expertise in ganz Österreich die vorhandenen Lücken schließen und auch Wesentliches bei der Behandlung psychischer Erkrankungen beitragen, ebenso wie zu deren Prävention beispielsweise als Folge von chronischen Erkrankungen oder psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Im Rahmen des Österreichischen Gesundheitsziels „Psychosoziale Gesundheit bei allen Bevölkerungen fördern“ wird derzeit unter Mitarbeit des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen bereits an der Erstellung eines Konzepts für eine gesamthafte Lösung zur Organisation und Finanzierung von psychologischer und psychotherapeutischer Versorgung gearbeitet. Damit könnte man die psychologische Betreuung der Bevölkerung sowohl quantitativ als auch qualitativ auf eine breitere Basis stellen.

Nach einer Aussendung des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen.



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Religiosität in der Psychotherapie



Nach einigen Untersuchungen sind religiöse Menschen seltener seelisch oder körperlich krank, begehen seltener Suizid, woraus man schließt, dass Religiosität einen Beitrag zur Gesundheit leisten kann und auch in die Psychotherapie integriert werden kann, wenn KlientInnen dafür offen sind. Schon Viktor Frankl war der Meinung, dass ärztliche Seelsorge keinen Ersatz für Religion darstellt, sondern diese ergänzen kann, ohne dabei weltanschaulich zu bevormunden oder die Richtung der Sinnsuche vorzugeben.
Die Psychotherapeutie befindet sich heute noch eher in kritischer Distanz oder sogar in Konkurrenz zur Religion, wobei besonders die klassische Psychoanalyse dazu tendiert, spirituelle Phänomene zu pathologisieren. In neuerer Zeit ist man allerdings auch der Ansicht, dass religiöser Überzeugungen bei psychischen Erkrankungen im Rahmen einer Psychotherapie durchaus genutzt werden können, wobei man aber zwischen extrinsischer und intrinsischer Religiosität unterscheiden muss, denn extrinsische Religiosität kann durchaus Krankheiten verstärken, während intrinsische Religiosität auch heilsam wirken kann.
Dabei sieht man im Wesentlichen neun heilsame Wirkfaktoren der Religiosität:

  • Das Leben in einer sozialen Gemeinschaft
  • Die Erfahrung einer Geborgenheit in Gott
  • Dankbarkeit
  • Orientierung an Werten
  • Kohärenzerleben
  • Psychische Entlastung durch Gebet
  • Reale Wirkungen durch Gebet
  • Bewältigung von Versagen und Schuld
  • Lebenssinn hängt nicht an der eigenen Leistung

Literatur

Zimmermann, J., Gräßler, W., Sülz, C. & Heinze, M. (Hrsg.). Psychotherapie, Naturwissenschaft und Religion. Pabst.



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