Zum Thema ‘Populärwissenschaftliches’

Erinnerungen werden unbewusst geschönt



Menschen reichern im Alltag Erinnerungen mit ihrem heutigen Wissen an. Man muss eta nur genau zuhören, wie alte Menschen über ihre eigene Kindheit sprechen. Die Anzahl großartiger Kindheiten ist, wenn man ihnen glauben schenkt, inflationär, d. h., sie waren in ihrer Erinnerung immer klüger und fleißiger als die heute Jungen und haben schon immer alles gewusst. Das geschieht aber ohne bösen Willen, sondern sie sind überzeugt davon, dass damals alles besser war. Menschen sind schon naturgemäß Meister der Selbsttäuschung, denn Menschen besitzen nur interpretierte Erinnerungen an ihr Leben und sind bereit, sich viele Dinge schönzureden. Aber Menschen sind in der Lage, ihre falschen von den richtigen Erinnerungen zu unterscheiden. Dazu gehört, dass man ein Bewusstsein dafür schafft, wie fragil Erinnerungen sind. Wenn man diese Mechanismen des Erinnerns und Vergessens besser versteht, ist man auch weniger gefährdet.

Siehe dazu den Essay “Erinnern, die Schwester des Vergessens“.



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Informations-Broschüre „Psychologie von A bis Z“



Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen veröffentlicht eine Informations-Broschüre mit dem Ziel, die Psychologie auch für LaiInnen leicht verständlich aufzubereiten. Darin wird dargelegt, wie PsychologInnen arbeiten, behandeln und helfen. Von der Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologie über die Klinische Psychologie bis hin zur Werbepsychologie werden in insgesamt zwanzig Kapiteln die wichtigsten Tätigkeitsbereiche von PsychologInnen in Österreich aufgelistet und beschrieben. Dadurch soll in einfacher Sprache gezeigt werden, wie und in welchen Bereichen PsychologInnen in Österreich tätig sind und mit welchen konkreten Fragestellungen man sich an sie wenden kann. Der Folder soll aktiv dazu beitragen, die Arbeit von PsychologInnen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und dabei helfen, mögliche Hemmschwellen abzubauen.

Download: Psychologie von A bis Z

Bestellung: https://www.boep.or.at/folder



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Einschlafzuckungen



Die Zuckungen beim Einschlafen, auch Einschlafzuckungen (hypnic jerk), erleben die meisten Menschen im Dämmerschlaf, wobei diese Zuckungen sie manchmal aus der Einschlafphase zurückholt. Dafür sind zwei verschiedene neuronale Systemeim Gehirn verantwortlich, die gegeneinander wirken: eines versucht für Muskelentspannung zu sorgen, die man für das Einschlafen benötigt, das andere versucht den Menschen wachzuhalten. Dieser wache Teil ist dabei noch so aktiv, dass er kurzzeitig überreagiert und dieses Zucken der Muskeln hervorruft. Mitunter kommt es in der Folge zu Aufwachreaktionen wie beschleunigtem Herzschlag und irregulärer Atmung.
Wenn übrigens Einschlafzuckungen so häufig oder stark auftreten, dass sie das Einschlafen stören oder zum Wiedererwachen führen, kann sogar die krankheitswertige Diagnose Einschlafmyoklonie gestellt.
Manchmal kann auch eine falsche Schlafposition das Zucken auslösen, denn das menschliche Gehirn versucht den Betroffenen instinktiv zu “retten”, wenn etwa Arme oder Beine aus dem Bett hängen und dem Gehirn signalisiert wird, dass man aus dem Bett fallen könnte, denn bei zahlreichen Primaten lässt sich dieser Reflex als eine Art Schutzfunktion gegen das Abrutschen vom Ast beobachten.
Literatur

Stangl, W. (2019). Stichwort: ‘Myoklonie’. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: https://lexikon.stangl.eu/24539/myoklonie/ (2019-08-21)



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