Zum Inhalt springen

Forschung

Die Psychologie erforscht menschlichen Erlebens und Verhalten, die Entwicklung des Menschen von Geburt an bis zum Tod sowie die physischen Ursachen und äußeren Einflussfaktoren.

Gehirn und Gene

    Wenn sich Menschen eine Abfolge von Zahlen merken müssen, dann gibt es eine Personengruppe, die das eher über die Aktivierung von neuralen Netzwerken tun, die für die Sprache verantwortlich sind, und eine andere Gruppe, bei der eher jene Areale im Gehirn aktiv sind, die für die numerische Verarbeitung verantwortlich zeichnen. Generell antworteten letztere Denktypen rascher auf die Aufgaben. Koten et al. (2009) untersuchten sowohl Zwillinge als auch „normale“ Geschwister mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRI), während diese verschiedene  Aufgaben… Weiterlesen »Gehirn und Gene

    Arbeitsgedächtnistraining bei ADHS

    Computerspiele können eingesetzt werden, um das Arbeitsgedächtnis zu trainieren. Das Arbeitsgedächtnis ist jener Kurzzeitspeicher, in dem Informationen wenige Sekunden lang aufgenommen werden. ADHS-Kinder haben generell ein Problem mit ihrem Arbeitsgedächtnis, weshalb sie schlechter behalten, was die Lehrerin gerade von ihnen verlangt. Sie gelten daher manchmal als trotzig und widerspenstig, obwohl sie auf Grund ihrer Erkrankung gar nicht in ihrem Gehirn verarbeitet haben, was sie tun sollen. Ein gezieltes Training zur Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses hat Torkel Klingberg vom… Weiterlesen »Arbeitsgedächtnistraining bei ADHS

    Aggressives Verhalten bei Kindern

      Zuschreibung von Verantwortlichkeit bei negativen Erlebnissen, Emotion und aggressives Verhalten stehen auch bei Kindern im Vorschulalter in direktem Zusammenhang. Dies ist das Ergebnis der von Tittmann und Rudolph durchgeführten Untersuchung anhand des von ihnen selbst entwickelten Verfahrens SAVE (Spielaufgabe zur Erfassung von Verantwortlichkeitszuschreibungen und Emotionen). Die Validierung des Verfahrens erfolgte durch die zusätzliche Erhebung des soziometrischen Status der Kinder und durch die Einschätzungen der Erzieherinnen.

      Prognose des Studienabbruchs

        Die Arbeit diente zur Abklärung warum Studenten ihr Studium abbrechen, wobei die Daten an der Universität Linz erhoben wurden. Gründe für den Studienabbruch sind neben der Unzufriedenheit mit dem Verlauf des Studiums auch unzulängliche Prüfungsleistungen und eine ineffiziente Arbeitshaltung. Um das Drop-out-Risiko an den Universitäten zu senken, wird empfohlen, die Studienorganisation und die Studienwahlberatung weiter zu verbessern.

        Täter und Opfer bei Gewalt an Schulen

          Jugendliche können anhand ihrer Eigenschaft und favorisierten Handlungsalternativen in vier Gruppen unterteilt werden: die Unauffälligen, die Täter, die Opfer und die Opfer-Täter. Sie differenzieren sich unter anderem hinsichtlich Alter, Geschlecht und den besuchten Schulen. Doch unabhängig von all diesen Faktoren wurden beinahe alle SchülerInnen bereits mit Gewalt konfrontiert.

          Wie beeinflussen Routinen das Entscheidungsverhalten?

            Routine beeinflusst den Entscheidungsprozess durch handlungsbezogenes Wissen (persönliche Erfahrungen) und angelernte Gewohnheiten. Der Mensch entscheidet sich, ob er auf seine Routine zurückgreifen soll, oder ob er aufgrund von verschiedenen Aspekten eine Entscheidung gegen seine Routine treffen soll. Die Entscheidung für oder gegen die Routine hängt einerseits davon ab, ob ein Mensch ein tendenziell starke oder schwache Routine besitzt und andererseits von der Art des Informationsinputs und vom Zeitdruck.

            Rauchentwöhnung auch über die Zunge nötig

              Die bisherige Theorie zur Entstehung der Nikotinabhängigkeit ging davon aus, dass das Nikotin von der Lunge über die Blutbahn ins Gehirn gelangt, wo es die Ausschüttung diverser Botenstoffe auslöst, unter anderem auch des Neurotransmitters Dopamin, der über das Belohnungszentrum jenes angenehme Gefühl erzeugt, das irgendwann in die Abhängigkeit führt. Man vermutete aber schon länger, dass neben diesem klassischen Weg der Suchtentstehung auch der Geschmack etwas beiträgt, denn unter Menschen, die sehr sensibel für bittere Substanzen sind, gibt… Weiterlesen »Rauchentwöhnung auch über die Zunge nötig

              Internetsurfen fordert das Gehirn mehr als Bücherlesen

              *** Hier KLICKEN: Das BUCH dazu! *** Der tägliche Umgang mit neuen Medien führt nach Ansicht des Neurowissenschaftlers Gary Small dazu, dass sich Hirnzellen verändern, wodurch allmählich neue neuronale Bahnen in unserem Gehirn gestärkt und alte geschwächt werden. Er sieht dabei einen „Evolutionsprozess“ am Werk, der mit nie da gewesener Geschwindigkeit voranschreitet, für den ein „Zustand fortgesetzter partieller Aufmerksamkeit“ typisch ist. Das menschliche Gehirn befindet sich in ständiger Alarmbereitschaft und hält ununterbrochen Ausschau nach spannender Information, hat… Weiterlesen »Internetsurfen fordert das Gehirn mehr als Bücherlesen

              Emotionale Gesichtsausdrücke sind genetisch verankert

                Bei starken Emotionen wie Enttäuschung oder Freude zeigen Menschen ganz typische Grimassen, die kulturübergreifend gleich sind. David Matsumoto (San Francisco State University) wertete 4800 Fotografien von Athleten aus, von denen ein Teil von Geburt an blind waren, und die bei den olympischen und paralympischen Spielen 2004 gewonnen oder verloren hatten. Von Geburt an blinde Menschen können die Sieger- und Verlierergesten nicht durch Nachahmung gelernt haben, zeigen jedoch die selben Gesichtsausdrücke wie Sehende. Das lässt vermuten, dass die… Weiterlesen »Emotionale Gesichtsausdrücke sind genetisch verankert

                Focus und der IQ – ein Missverständnis

                  Tom Holert setzt sich in seinem Text kritisch mit den in zahlreichen Magazinen derzeit hochgespielten Hype um die Hirnforschung und deren angeblich so sensationellen Ergebnissen auseinander. Er zitiert vor allem die zahlreichen Focus-Artikel aus den letzten Jahren, in denen versprochen wird: »So steigern Sie Ihren IQ. Hirnforscher weisen nach: Intelligenz ist lernbar. «Wissenstests«, »Der große Wissenstest: Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung?«, »Testen Sie Ihr Wissen! 55 Fragen für die Allgemeinbildung – von leicht bis knifflig«, »Die 100… Weiterlesen »Focus und der IQ – ein Missverständnis

                  Liebe als Sucht

                    Helen Fisher (Rutgers University, New Jersey untersuchte Probanden, die im Schnitt seit mehr als 21 Jahren mit einem Partner zusammen waren, in dem sie ihnen ein Bild des Lebensgefährten abwechselnd mit dem Porträt einer neutralen Person zeigte. Mittels Magnetresonanztomographie gab es im ventralen Tegment dieselbe Aktivierung, die man in früheren Studien bei Frischverliebten gefunden hatte. Bei Frischverliebten wurden allerdings starke Aktivitäten im Gyrus cinguli registriert, während bei langjährig Verliebten eine erhöhte Aktivität von serotoninreichen Regionen im Hirnstamm… Weiterlesen »Liebe als Sucht

                    Cyber-Mobbing

                      Mobbing oder Stalking auf Facebook, Gewaltspiele im Internet oder via Handy verschickte Gewaltfotos werden in der Jugendszene zunehmend zum Problem, denn die schlimmste Strafe kann es sein, von den Friendslisten auf Facebook oder anderen Plattformen gestrichen zu werden, von Einladungen nicht mehr zu erfahren. Möglichst viele Freunde in diesem Forum zu haben gilt bei vielen als Gradmesser der sozialen Beliebtheit, wobei ausgegrenzt zu werden für manche emotional und sozial noch nicht gefestigte Jugendliche schwere psychische Folgen haben… Weiterlesen »Cyber-Mobbing