‘Medien’

Sieben Motive, warum Menschen auf ein Suchresultat klicken

Freitag, November 4th, 2016

An important reason to click is

  1. the familiarity with and reliability of the website or organization. Keywords which refer to a brand are therefore very important.
  2. A highposition in the search results also creates trust and suggests to the respondents that the information is recent.
  3. A third important reason for clicking is the presence of the keyword in the search result.
  4. Consumers are also looking for certain website services such as the opportunity to read user experiences or to compare different products.
  5. (Indirect) price information is important: especially keywords which refer to ‘low costs’.
  6. The announcement that there is a large variety of products can also be a reason for respondents to click on the search result.
  7. Finally, consumers seem to avoid results with aggressive advertising. Preventing (too) many capital letters and exclamation marks can positively influence click behaviour.

Quelle: A study by Market Research Agency De Vos & Jansen in cooperation with full service Search Engine Media Agency Checkit



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Killervideo kann zum Mord motivieren

Mittwoch, Juni 29th, 2016

Wenn Phantasie und Wirklichkeit verschwimmen

Phantasien, Tag- oder Nacht-Träume entwickeln sich häufig zu einer Art „Nebenrealität“; sie kann durch Medienkonsum intensiviert werden. Unter Umständen kann die Grenze zwischen Realität und Nebenrealität verschwimmen, die Nebenrealität wird in die Tat umgesetzt. Jürgen Bartsch – Mörder von vier kleinen Jungen – war das prominenteste Beispiel, schreibt der Psychiater Prof. Dr. Reinhart Lempp (Stuttgart) in der aktuellen Ausgabe „Forensische Psychiatrie und Psychotherapie“.
„Wer sehr häufig und regelmäßig Videos oder Filme mit einer bestimmten Figur anschaut, die seiner Wunschvorstellung entspricht, wird sich mit dieser identifizieren – je länger, je intensiver.“ Im Extremfall einer „Überidentifikation meint der Rezipient, er sei jetzt tatsächlich derjenige, mit dem er sich identifiziert hatte und der er immer sein wollte. Wir finden diese Überidentifikation am ehesten bei Jugendlichen in der Pubertät oder unmittelbar danach – oder bei Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ.“ In diesem Kontext sieht Lempp eine große Zahl von Straftätern – und besonders spektakulär School Shootings.
„Bei dem Maskenmörder in Gersthofen, der am 12. März 2002 ein ihm unbekanntes achtjähriges Mädchen ohne äußeren Anlass tötete, gab es eine typische Vorbereitungsphase mit intensivem Konsum eines bestimmten Videos mit der Gestalt des Todes, mit dem er sich identifizierte und dessen Habitus er kopierte.“ Nicht die Aggression gegen ein bestimmtes Opfer war das Motiv, sondern die Übernahme einer ganz bestimmten Rolle, in die er sich über eine längere Zeit eingelebt hatte. „Das Motiv lag in dieser Überidentifizierung.“

Reinhart Lempp (2006). Mörderische Phantasien und Wirklichkeit – die kriminologische Bedeutung der Nebenrealität. Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, 3, S. 17-49.



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iQ-Test am Smartphone?

Freitag, Juni 10th, 2016

Ulmer Psychologen haben eine Smartphone-App entwickelt, mit denen sich die Leistungsfähigkeit spielerisch in kurzer Zeit testen lässt. Anhand der Daten wollen die Forscher prüfen, inwiefern sich Intelligenztests auf dem Smartphone umsetzen lassen, und ob die Ergebnisse mit konventionellen Messungen vergleichbar sind. Sind die sechs Denksportaufgaben erledigt, können sich Nutzer ihr Ergebnis im Abgleich mit der Referenzgruppe anzeigen lassen. Die Entwickler freuen sich über zahlreiche Teilnehmer, denn je mehr Personen die Smartphone-Anwendung nutzen, desto aussagekräftiger wird dieser Abgleich. Die IQ-App der Ulmer Forscher beschränkt sich auf lediglich sechs Aufgaben, die vor allem die Gedächtnisleistung und die Merkfähigkeit testen. Dabei soll Vorwissen keine Rolle spielen: „Eigentlich kombinieren wir in der Leistungsdiagnostik möglichst unterschiedliche Anforderungen. Für die App haben wir wenige, aber besonders prototypische Aufgaben gewählt, damit innerhalb kurzer Zeit ein Ergebnis vorliegt“, erklärt Professor Oliver Wilhelm, Leiter der Abteilung für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik. Anwender sollen sich zum Beispiel Wort-Zahlkombinationen merken und wiedererkennen oder Veränderungen in Zahlenreihen identifizieren. Nach jeder Aufgabe erhalten die Teilnehmer eine erste Leistungsrückmeldung. Sind alle Aufgaben erledigt, können sich die Nutzer ihr Ergebnis im Vergleich mit einer Referenzgruppe, also anderen Teilnehmern, graphisch anzeigen lassen. „Wir wollen herausfinden, wie aussagekräftig diese Ergebnisse sind“, ergänzt Wilhelm. „Anwender lernen in jedem Fall etwas über sich selbst und kommen mit psychologischen Messmethoden in Berührung“. Die Funktionen werden ständig erweitert: Schon jetzt gibt es einen zusätzlichen Persönlichkeitstest, ein Wissensquiz und weitere Updates werden folgen. Bei der Anmeldung zur IQ-App werden Nutzer nach einer Mailadresse, ihrem Alter und Geschlecht gefragt, doch die Forscher legen Wert auf Anonymität. Der Datenschutz ist jederzeit gewährleistet. Teilnehmer bekommen eine E-Mail mit den Nutzungsbedingungen und können ihr Testergebnis im Nachhinein löschen lassen.
„Mit den gesammelten Daten wollen wir untersuchen, inwieweit eine IQ-Testung mit dem Smartphone sinnvoll ist – und welche Störfaktoren das Ergebnis beeinflussen können“, so Dr. Florian Schmitz aus der Abteilung für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik. Die Forscher interessiert beispielsweise, inwiefern die gemessene Leistung davon abhängt, wo die Aufgaben bearbeitet worden sind, etwa in ruhiger Umgebung oder im vollbesetzten Bus. Weiterhin könnten die Tageszeit  und die Kompetenz im Umgang mit dem Smartphone das Ergebnis beeinflussen. „Diese Informationen sind wichtig und helfen uns dabei, die gesammelten Daten richtig zu interpretieren“, sagt Oliver Wilhelm. Hat sich das Smartphone als Messinstrument bewährt, sind zahlreiche weitere Untersuchungen denkbar: „In anschließenden Forschungsprojekten könnte ermittelt werden, ob besonders intelligente Menschen einen aktiven Lebensstil pflegen und viel unterwegs sind“, ergänzt Professor Christian Montag, Leiter der Abteilung für Molekulare Psychologie und Experte im neuen Forschungsfeld Psychoinformatik. Insgesamt anderthalb Jahre haben die Ulmer Psychologen Christian Montag, Oliver Wilhelm sowie Florian Schmitz an der App gearbeitet und ihre Expertise in der Psychoinformatik, Leistungsdiagnostik und Intelligenzforschung kombiniert. Jetzt kann die Anwendung für Android-Geräte und für das iPhone kostenlos in den gängigen App-Stores heruntergeladen werden. Die Macher freuen sich über Feedback der ersten Nutzer. Je mehr Personen die Smartphone-Anwendung nutzen, desto aussagekräftiger wird der Vergleich mit der Referenzgruppe. „Mit der Digitalisierung ändert sich auch die Leistungsdiagnostik. Eventuell werden solche Apps eines Tages standardmäßig in Bewerbungsverfahren eingesetzt oder sie unterstützen neurologische Tests – um beispielsweise Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit im Zeitverlauf zu messen“, sagen die Forscher.
Die Ulmer IQ-App kann kostenlos in den gängigen App-Stores heruntergeladen werden.

Link: https://www.iq-app.de/ (16-06-10)



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