Zum Inhalt springen

Gedächtnis

Die Anfälligkeit für falsche Erinnerungen in einer Zweitsprache ist geringer

    Die Sprache ist eine wichtige Quelle für Erinnerungen, die von falschen Schlussfolgerungen bis hin zu völligen Fehlinformationen reichen. Grant et al. (2023) haben jüngst untersucht, wie sich die Verwendung einer Mutter- oder Fremdsprache auf die Anfälligkeit von zweisprachigen Personen für falsche Erinnerungen auswirkt. Obwohl die Sprache in vielerlei Hinsicht einen Einfluss auf falsche Erinnerungen hat, wurde diese Studie durch neuere Arbeiten zur Entscheidungsfindung inspiriert, dass nämlich die Benutzung einer Fremdsprache Menschen zu einer sorgfältigen Gedächtniskontrolle anregt, die… Weiterlesen »Die Anfälligkeit für falsche Erinnerungen in einer Zweitsprache ist geringer

    Kann man sich an sein eigenes Schulwissen noch erinnern?

      Informationen, die Menschen lange nicht benutzt haben, also deren Gedächtnisspur im Gehirn lange nicht aktiviert wurde, werden vergessen, denn die Gedächtnisspuren werden schwächer bzw. verblassen, teilweise werden sie von neuen, relevanteren Inhalte überlagert oder manchmal sogar überschrieben. Doch wirklich weg sind diese Informationen meist nicht, sondern sie ruhen in anderen Zusammenhängen, sodass man, um sie wieder zu wecken, oftmals einfach einen verstärkten Input und mehr Impulse braucht, Abrufreize bzw. Trigger, wodurch ein lange stillgelegtes Netzwerk im Gehirn… Weiterlesen »Kann man sich an sein eigenes Schulwissen noch erinnern?

      Die Illusionen des Kurzzeitgedächtnisses

        Die Wahrnehmung kann bekanntlich durch Erwartungen beeinflusst werden, was zu Wahrnehmungstäuschungen führen kann, wobei auch das Langzeitgedächtnis so geformt werden kann, dass es den Erwartungen entspricht, was dann zu falschen Erinnerungen führen kann. Im Allgemeinen wird jedoch davon ausgegangen, dass das Kurzzeitgedächtnis für Wahrnehmungen, die nur ein oder zwei Sekunden zurückliegen, die Wahrnehmungen genau so wiedergibt, wie sie zum Zeitpunkt der Wahrnehmung waren. Otten et al. (2023) konnten aber in vier Experimenten nun zeigen, dass Erwartungen auch… Weiterlesen »Die Illusionen des Kurzzeitgedächtnisses

        Kann ein Duft die Lernleistung verbessern?

          Die Verbesserung der Lernfähigkeit ist für zahlreiche Aspekte des menschlichen Lebens wichtig, wobei bisher in mehreren Studien festgestellt worden war, dass sich die Darbietung von Hinweisen wie eines Geruch oder eines Geräusches während des Lernens und während des Schlafs positiv auf die Gedächtnisleistung auswirken kann. Eine kürzlich durchgeführte Studie von Knötzele et al. (2023), bei der ein Paradigma aus dem wirklichen Leben angewandt wurde, deutet darauf hin, dass zusätzliche Geruchshinweise während eines Abschlusstests diesen Effekt noch verstärken… Weiterlesen »Kann ein Duft die Lernleistung verbessern?

          Angstbesetzte Gedächtnisinhalte sind bei Mäusen über das ganze Gehirn verstreut

            Roy et al. (2022) haben bei Mäusen zusätzliche neuronale Ensembles bzw. Ketten von Engramm-Ensembles, die bestimmte Erinnerungen (Erinnerungsengramme) speichern, nicht nur im Hippocampus, in der Amygdala und im Cortex identifiziert, vielmehr waren die Engramme eines bestimmten Gedächtnisinhaltes über zahlreiche Hirnregionen verteilt, die funktionell miteinander verbunden waren und als einheitlicher Engrammkomplex bezeichnet werden kann. Neben Neuronen in schon bekannten Gedächtnisarealen wie dem Hippocampus, der für Angst zuständigen Amygdala und dem Cortex leuchteten auch viele weitere Hirnbereiche auf, umfassten… Weiterlesen »Angstbesetzte Gedächtnisinhalte sind bei Mäusen über das ganze Gehirn verstreut