‘Wirtschaftspsychologie’

Die Wirtschaftspsychologie beschäftigt sich mit dem subjektiven Erleben und dem Verhalten von Menschen im ökonomischen Umfeld sowie den sozialen Zusammenhängen, und zielt darauf, dass sie jenen Bereich der Psychologie wirtschaftlicher Sachverhalte umfasst, die sich nicht mit der Produktionsseite, sondern mit der Konsumtionsseite befassen.

Arbeitsstil

Samstag, Dezember 12th, 2015

Arbeitsstile sind überdauernde Muster, wie Menschen ihre Aufgaben angehen und erledigen, wobei diese Arbeitsstile häufig schon in der Kindheit geprägt werden und für das spätere Arbeitsleben relevant sind. Arbeitsstile kennzeichnen somit jene besondere Art und Weise der Arbeitsverrichtung, wobei man individuelle, gruppenspezifische und  gesellschafts- oder kulturspezifische Arbeitsstile unterscheiden kann, wie sie für bestimmte Epochen als typisch anzusehen sind. Das individuelle Moment des Arbeitsstils ist angesichts der Formalisierung und Technisierung von Arbeitsabläufen in seiner Bedeutung stark gesunken, andererseits gewinnt es Bedeutung bei allen kreativen Tätigkeitsbereichen, bei Formen selbstbestimmter Arbeit sowie bei allen Aufgabenbereichen, bei denen das Ergebnis entscheidend ist, die Art und das timing der Ausführung der Person selbst überlassen bleiben.

In einer Fragebogenuntersuchung (Bayl-Smith & Griffin, 2015) fand man vier individuelle Arbeitsstile: Schnelligkeit, Energie, Anstrengung und Ausdauer, wobei alle vier Stile mit Gewissenhaftigkeit, Engagement und Passung am Arbeitsplatz zusammenhingen.  Alle vier Arbeitsstile sagten vorher, wie gewissenhaft und wie engagiert jemand arbeitete, denn je größer Schnelligkeit, Energie, Anstrengung und Ausdauer waren, desto gewissenhafter und engagierter war er. Außerdem erlebten Menschen mit stark ausgeprägten Arbeitsstilen eine gute Passung zwischen Anforderungen und ihren Fähigkeiten.

Literatur

Bayl-Smith, P. H. & Griffin B. (2015). Measuring work styles: Towards an understanding of the dynamic components of the theory of work adjustment. Journal of Vocational Behavior, 90, 132-144.
http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/arbeitsstil/arbeitsstil.htm (14-11-11)



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Richtig kritisieren – Die „Kunst der Kritik“

Sonntag, Oktober 18th, 2015

Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
Benjamin Disraeli

Die Fehler anderer zu kritisieren ist leicht, es ist jedoch ungleich schwieriger, diese Kritik so hinüberzubringen, dass der andere sie annehmen kannt. Negative Kritik kann jede Motivation im Keim ersticken, sich in Zukunft mehr zu bemühen und die Fehler nicht zu wiederholen. Positive Kritik vermittelt hingegen, dass der andere Ernst genommen wird.

  • Kritisieren Sie andere daher nicht in Gegenwart Dritter.
  • Wählen Sie eine günstige Zeit, denn ist der Kritisierte in Zeitnot, wird er womöglich nur mit halbem Ohr zuhören.
  • Verwenden Sie Ich-Botschaften statt vorwurfsvoller Du-Botschaften. Dadurch fühlt sich der andere nicht angegriffen und ist offener für eine Lösung. Siehe dazu im Detail die „Vier Seiten einer Nachricht„.
  • Fassen Sie die Kritik kurz und erklären Sie klar und deutlich, was Sie stört.
  • Beschränken Sie sich in Ihrer Kritik auf Fakten und auf konkrete Situationen, denn nur so ist die Kritik für den anderen auch nachvollziehbar.
  • Suchen Sie schließlich gemeinsam nach einer Lösung und bieten Sie einen Kompromiss an, denn die Fehler des anderen sind schließlich auch Ihr Problem.


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Persönliche Profile in beruflichen Netzwerken

Donnerstag, Oktober 8th, 2015

Sieversa et al. (2015) untersuchten, wie glaubwürdig die Profile in beruflichen Netzwerken sind, denn Netzwerke wie XING oder LinkedIn gewinnen im Wettbewerb um gute berufliche Positionen immer mehr an Bedeutung. Mit Fragebögen wurden Nutzer der Plattform XING zu deren Persönlichkeitseigenschaften befragt, wobei neben dem realistischen Selbstbild auch das Ideal-Selbst erfasst wurde. Fünf unabhängige Gutachter schätzten an Hand der Profile die Persönlichkeit der jeweiligen Bewerber ein, wobei sich zeigte, dass die Fremdeinschätzungen mit den realistischen Selbstbeschreibungen der Probanden gut korrelierten, nicht jedoch mit dem idealen Selbstbild. Die Aufrichtigkeit in den Profilen lässt sich nach Ansicht der ForscherInnen damit erklären, dass sich die Menschen bewusst sind, dass nicht nur Arbeitgeber die Profile sehen, sondern auch Bekannte und KollegInnen. die die Stärken und Schwächen der betreffenden Person kennen.

Literatur
Sieversa, K., Wodzickia, K., Aberleb, I., Keckeisenb, M. & Cress, U. (2015). Self-presentation in professional networks: More than just window dressing. Computers in Human Behavior, 50, 25-30.



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