Definitionen

Demenz

Demenz ist der Oberbegriff für rund fünfzig Krankheitsbilder, die mit dem Verlust geistiger Funktionen wie Denken, Erinnern oder Orientierung einhergehen. Neunzig Prozent aller Demenzformen haben eine hirnorganische Ursache (primäre Demenz), in zehn Prozent aller Demenzfälle sind z.B. Stoffwechselkrankheiten, Vergiftungen, hormonelle Störungen, Infektionskrankheiten oder der Missbrauch von Suchtmitteln die Ursache (sekundäre Demenz). Die primären Demenzformen lassen sich wiederum unterteilen in degenerative Demenz wie Alzheimer oder frontotemporale Demenz, vaskuläre Demenz, die mit Gefäßveränderungen und Durchblutungsstörungen einhergeht sowie Mischformen dieser… Weiterlesen »Demenz

Einschlafzuckungen

Die Zuckungen beim Einschlafen, auch Einschlafzuckungen (hypnic jerk), erleben die meisten Menschen im Dämmerschlaf, wobei diese Zuckungen sie manchmal aus der Einschlafphase zurückholt. Dafür sind zwei verschiedene neuronale Systemeim Gehirn verantwortlich, die gegeneinander wirken: eines versucht für Muskelentspannung zu sorgen, die man für das Einschlafen benötigt, das andere versucht den Menschen wachzuhalten. Dieser wache Teil ist dabei noch so aktiv, dass er kurzzeitig überreagiert und dieses Zucken der Muskeln hervorruft. Mitunter kommt es in der Folge zu… Weiterlesen »Einschlafzuckungen

Krankheitsgewinn

Krankheitsgewinn (morbid gain) ist die allgemeine Bezeichnung für die objektiven oder subjektiven Vorteile, die ein tatsächlich oder vermeintlich Kranker aus seiner Krankheit zieht. Wenn ein Mensch die Rolle eines Kranken einnimmt, kann er in der Regel davon ausgehen, von Alltagspflichten entbunden zu werden, Anteilnahme, Mitleid und Mitgefühl zu erfahren und von seiner Umwelt schonend behandelt zu werden. Darüber hinaus kann der Betroffene u. U. auch mit wirtschaftlicher Unterstützung rechnen. Der Krankheitsgewinn ist von der Aggravation und der Simulation… Weiterlesen »Krankheitsgewinn

Erkenntnistheoretische Grundpositionen der Psychologie

Die erkenntnistheoretischen Grundpositionen der Psychologie definieren sich in der Regel im Gegensatz zu einer anderen Positionen. Realismus (vs. Idealismus): Wirklichkeit existiert unabhängig von uns, ist durch Wahrnehmung bzw. Denken erfahrbar. Konsequenz: Psychologische Theorie als Versuch der Wirklichkeitsabbildung. Idealismus (vs. Realismus): nur geistige Wirklichkeit ist gegeben; Erkennbarkeit einer “äußeren” Wirklichkeit wird geleugnet, deren Existenz von extremen Vertretern sogar bestritten wird. Konsequenz: Psychologische Theorie beschreibt nichts tatsächlich Existierendes; der Wert einer Theorie bestimmt sich ausschließlich von ihrem (instrumentellem) Nutzen.… Weiterlesen »Erkenntnistheoretische Grundpositionen der Psychologie

Massenpanik – Massenhysterie

Die Biologie des Menschen hat sich in der Evolution wenig verändert, aber das durchschnittliche Angstniveau in der Bevölkerung in den westlichen Industriestaaten ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen, d.h., Menschen sind heute ängstlicher als früher und daher auch anfälliger für Massenpanik. Der Begriff Massenpanik wird meist benutzt, um ein Unglück mit einer großen Zahl von Beteiligten auf engem Raum zu bezeichnen, wobei die Ursache einer Massenpanik echte oder vermeintlich bedrohliche äußere Umstände wie ein Brand, der… Weiterlesen »Massenpanik – Massenhysterie

Was ist Coaching?

Coaching ist ein interaktiver, personenzentrierter Beratungs- und Begleitungsprozess, der berufliche und private Inhalte umfassen kann

Was ist ein Symptom?

Das Symptom bezeichnet im psychologischem aber auch im medizinischem Sinne eine auffällige Verhaltensweise. Symptome sind Anzeichen dafür, dass sich bei einem Menschen etwas verändert oder bereits verändert hat.

Legasthenie neu definieren

Im deutschsprachigen Raum wird neben dem Begriff „Legasthenie„ wird häufig die Bezeichnung „Lese-Rechtschreib-Störung“ verwendet, während sich im angloamerikanischen Raum bevorzugt Konzepte wie „dyslexia“ oder „reading disorders“ finden. Bei dieser Störung besteht eine Diskrepanz zwischen einer normalen bis überdurchschnittlichen Intelligenz und einer weit unterdurchschnittlichen Lese-Rechtschreibleistung, was als Indikator einer Teilleistungsschwäche angesehen wird, die sich nur im Lese-Rechtschreibbereich äußert. Von Legasthenikern werden Kinder mit allgemeiner Lese-Rechtschreibschwäche abgegrenzt, bei denen eine defizitäre intellektuelle Grundausstattung oder schlechte Lernbedingungen für die Probleme… Weiterlesen »Legasthenie neu definieren

Was ist Autogenes Training?

Autogenes Training ist eine eigene auto-suggestive Methode und eine gute Vorbeugung gegen Stress. Es wurde von  J. H. Schulz  in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt und veröffentlicht. Schulz spricht von einer Methode der konzentrativen Selbst-Entspannung (Selbst-Ruhigstellung). Kern der Methode ist die Verbindung von Autosuggestion mit der Übung. Autogenes Training ist kein Psychotherapie-Verfahren,  findet aber Anwendung in der Prophylaxe, in der Psychohygiene und in der Therapie. Wenn es darum geht es als Hilfe zur Selbst-Hilfe zu… Weiterlesen »Was ist Autogenes Training?

Definition Psychologie

Psychologie ist die Lehre von den Formen und Gesetzmäßigkeiten des Erlebens und Verhaltens des Menschen. Hierzu gehört sowohl das normale Erleben und Verhalten von Personen ohne psychische Auffälligkeiten als auch dasjenige von Personen mit psychischen Problemen oder Erkrankungen. Als empirische Wissenschaft ist die Psychologie bestrebt, mit wissenschaftlichen Methoden allgemeine Gesetzmäßigkeiten psychischer Strukturen und Prozesse und ihrer verhaltenssteuernden Funktionen zu ermitteln, um auf dieser Basis wissenschaftlich wohlbegründete Vorschläge für die Veränderung von Verhalten in den unterschiedlichsten Praxisfeldern machen… Weiterlesen »Definition Psychologie