Unbedingt Normalzeit als Standardzeit einführen, d. h., die aktuelle Winterzeit


Die Mehrheit der Europäer befürwortet zwar die Abschaffung der Zeitumstellung und bevorzugt dabei die Sommerzeit, doch die Winterzeit entspricht eher der inneren Uhr des Menschen. Die Sommerzeit ist kein natürliches Ereignis, sondern ein politischer Beschluss, der die innere Uhr immer wieder aus dem Takt bringt. Dabei entspricht die Winterzeit, also die natürliche Zeit, dem menschlichen Biorhythmus, der den Schlaf, den Herzschlag und die Stimmung beeinflusst. Derzeit ist die Sommerzeit populär, denn mit ihren hellen Abenden bietet sie einen starken psychologischen Effekt, wobei viele Menschen glauben, dass sie die Sommerzeit gar nicht beeinflusst. Doch allen gefühlten individuellen Wahrnehmungen zum Trotz belegen weltweit Studien die schädigenden Folgen durch eine Sommerzeit, angefangen von metabolischen Erkrankungen bis hin zu psychischen Problemen. Die Entscheidung, die Uhren umzustellen, greift in das biologische Zeitsystem ein, denn die Mehrheit startet dann müde in den Tag und lebt gegen ihre innere Uhr.

Beinahe alle Schlafforscher sind daher für eine Abschaffung der Zeitumstellung, wobei die Winterzeit am besten der inneren Uhr entspricht, sodass davor gewarnt werden muss, die permanente Sommerzeit einzuführen. Bei permanenter Sommerzeit muss man nach Ansicht von Experten deutlich häufiger im Dunkeln aufstehen, was die Wahrscheinlichkeit für Diabetes und Depressionen erhöht, wodurch zusätzlich Schlaf- und Lernprobleme erzeugt werden, die wiederum die Leistungsfähigkeit einschränken. Die meisten Schlafforscher plädieren daher dafür, die Sommerzeit gänzlich abzuschaffen, denn Licht und Dunkelheit bestimmen, wann Menschen wach und wann sie müde werden. Die Normalzeit entspricht nach der Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin wesentlich besser dieser inneren Uhr. Das ist auch der Grund, weshalb es den meisten Menschen deutlich schwerer fällt, sich auf die Sommerzeit einzustellen, als den Körper im Winter wieder an die Normalzeit zu gewöhnen.

Besonders Schulkinder und Studenten, die das Gelernte bei einem chronischen Schlafmangel nicht genügend verarbeiten können, leiden unter einer permanenten Sommerzeit. Vor allem Österreich muss sich im Fall einer permanenten Umstellung auf Sommerzeit auf dunkle Wintervormittage einstellen, denn in Wien würde am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, erst um 8.43 Uhr die Sonne aufgehen, in Bregenz um 9.06 Uhr. Gleiches gilt allerdings auch für die heißen Monate: Während es in Wien im Juni während der Sommerzeit bis um kurz vor fünf Uhr dunkel bliebe, müsste man sich in der Normalzeit bereits gegen vier Uhr früh auf die ersten Sonnenstrahlen einstellen.

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Literatur

Stangl, W. (201). Der Jet lag – Sommerzeit – Winterzeit _ Umstellung. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Jet-lag.shtml (2018-10-27).







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