Zum Thema ‘Jugendpsychologie’

Die Jugendpsychologie ist ein wesentlicher Teilbereich der Entwicklungspsychologie, der sich mit dem Zeitraum der Reifezeit befasst.

Smartphone-Sucht



Nach Ansicht amerikanischer Forscher hat das ständige Kontrollieren neuer Inhalte auf Social Networks und Nachrichtenkanälen Suchtcharakter. In einer Untersuchung an 300 Versuchspersonen wurden deren ‘Checking Habits’ sichtbar: E-Mails, Facebook und Nachrichten werden am Handy abgerufen – teils mehrmals pro Stunde und oft im gesamten Zeitraum vom Aufwachen bis zum Bettgehen. Ein Check dauert meist kürzer als 30 Sekunden: Tastensperre aufheben, Programm starten. Bei manchen Nutzern beschränkt sich der Smartphone-Gebrauch fast völlig auf dieses kurze Überprüfen, so die Forscher. Wie die begleitende Befragung zeigte, geschieht dies meist zu bestimmten Zeitpunkten, allen voran bei Langeweile oder während der Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln (s.u.). Trotz der häufigen Nutzung werten die Teilnehmer ihr Verhalten selbst nicht als Abhängigkeit, stoßen sich jedoch durchaus daran und bezeichnen ihren Gebrauch als ‘übermäßig’. Nach einer US-Studie führt allerdings der Entzug zu Symptomen wie Unruhe und Stress bei Jugendlichen, denn es fällt ihnen schwer, sich ohne Handy zu unterhalten.

Bei der Beurteilung einer Mediensucht ist nicht die Beschäftigungsdauer allein maßgeblich, denn suchtgefährdet sind vielmehr Menschen, die sich gedanklich ständig damit beschäftigen bzw. den Drang verspüren, das Level immer weiter zu erhöhen, so dass die Lebensqualität darunter leidet. Problematisch ist dabei fast ausschließlich die private Nutzung, denn die Medien sind nicht mehr aus dem Berufsleben wegzudenken.

Von einem sehr interessanten Selbstversuch berichtet Luke Atcheson in seinem Weblog: “Ich habe eine Woche lang ohne Smartphone oder soziales Netzwerk verbracht. Und ich schwöre dir auf die Biografie von Steve Jobs: Ohne dieses ständig unterbrechende iPhone waren meine Gedanken am Ende der Woche viel klarer. Ich hatte den Frieden vergessen, den du spürst, wenn nicht ständig ein Gerät in deiner Tasche wegen der kleinsten Spamnachricht vibriert. Und traurigerweise fand ich ohne Facebook sogar meine E-Mails spannend, wie ein Heroinabhängiger Methadon. Facebook und Co. haben nämlich wirklich einen Geniestreich hingelegt, als sie ihrem Kernbusiness den verhängnisvollen Namen „Soziale Medien“ verpasst haben. „Asozial“ wäre wohl weitaus passender gewesen. Lass dich nicht von den lustigen Grafiken aus Silicon Valley verführen: Alleine online vor dem Laptop zu hängen, ist nicht sozial — scheißegal, wie du es auch drehst und wendest.”

Tipps für rücksichtsvolles Mobiltelefonieren:

  • In öffentlichen Verkehrsmitteln sollten nur kurze Telefonate geführt werden, und das möglichst leise.
  • Unhöflich ist es, ein reales Gespräch durch ein Telefonat zu unterbrechen, das auch später geführt werden könnte.
  • In Restaurants am Tisch zu telefonieren ist unhöflich, daher sollte zum Telefonieren der Raum verlassen werden.
  • Störende Tastentöne auf einem Smartphone sind auf lautlos zu stellen.
  • Man darf ruhig am Telefon zu erkennen geben, wenn man sich gestört fühlt.

Quellen
http://www.tripple.net/contator/webwizard/news.asp?nnr=52168
http://www.vice.com/de/read/ich-und-mein-smartphone-oder-wie-smartphones-unsere-hirne-zerstoeren (13-05-26)



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Gewaltprävention an Schulen und im Kindergarten



Unter WWW.SCHULPSYCHOLOGIE.AT – Gewaltprävention findet sich eine Zusammenstellung zahlreicher Ansätze zur Umsetzung der Gewaltprävention: Schulprojekte als Schulpartnerschaftsprojekte, als Schülerinnen- und Schülerprojekte, als Lehrerinnen und Lehrerprojekte auch unter Mitwirkung von Expertinnen und Experten. Mit Unterstützung der Landesreferentinnen und Landesreferenten der Schulpsychologie-Bildungsberatung und Pädagogischen Abteilungen der Schulbehörden wurden im Herbst 2005 der Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung/Psychologische Studentenberatung insgesamt 83 Projekte übermittelt. Aus den vorliegenden Projektbeschreibungen wurden vorerst 20 Projekte ausgewählt.
Diese Zusammenstellung auf der Website hat zum Ziel, interessante Beispiele aus den zahlreichen, vielfältigen und qualitativ anspruchsvollen Initiativen der Schulen einem größeren Kreis bekannt zu machen und Hilfestellungen bei der Planung und Umsetzung eigener Vorhaben zur schulischen Gewaltprävention anzubieten.

Allerdings sind schon Kinder im Kindergartenalter bereit, ihre Konflikte gewaltsam auszutragen und nehmen es in Kauf, dabei andere ernsthaft zu verletzen, d.h., sie schlagen weiter, auch wenn ihr Opfer schon hilflos am Boden liegt. Offensichtlich ist die Hemmschwelle bedenklich gesunken. Etwa fünf Prozent aller Kinder, meist Buben, fallen bereits im Kindergartenalter auf, indem sie schwächere Kinder schlagen und unterdrücken. Da das menschliche Gehirn in diesem Alter besonders lernbereit ist, setzen sich unsoziale und gewalttätige Tendenzen stärker fest, sodass nach Meinung von Experten schon in diesen sehr frühen Alter eine Möglichkeit zur Gewaltprävention angeboten werden sollte, wobei eine nachhaltige Veränderung im Gehirn nur durch intensive korrigierende Beziehungserfahrungen geschehen kann, die auch die Gefühle der Kinder erreicht.

Siehe dazu auch den Artikel von Ottmar Hanke (2004): Gewaltprävention in der Schule

Weitere Quellen: http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/
praevention_schon_im_kindergarten_1.4169328.html (09-12-14)



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Umgang mit Gewalttätern



Der Band, von Hoffmann & Wondrak herausgegeben, fokussiert auf Kommunikation, situative Einschätzung und Interventionsstrategien auch außerhalb der Gefängnismauern mit potentiell gefährlichen Personen. Die Autoren verfügen allesamt über einschlägige praktische Erfahrungen im Umgang mit Gewalttätern; aus unterschiedlichen Professionen und Arbeitsfeldern stammend werden wertvolle Methoden, Strategien und Vorgehensweisen zusammengetragen. Er liefert Praktikern Handwerkszeug in vielfacher Hinsicht, angefangen von handfesten Gesprächsstrategien über Risikoeinschätzungen – auch für die eigene Sicherheit bis hin zur konkreten Umsetzung von Interventionsmaßnahmen.
Das Buch richtet sich an unterschiedliche Berufsgruppen, wie z.B. Polizei, Sozialarbeit, Psychiatrie, Psychologie und Beratungsstellen.

Weitere Literatur zum Thema siehe in den Arbeitsblättern.



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