Mythen um die Intelligenz

Jakob Pietschnig räumt in seinem Buch zur menschlichen Intelligenz mit vielen Mythen um das schwer zu fassende Konstrukt auf, wobei er vor allem Erweiterungen des Begriffes oder Ansätze, die mehr oder weniger alles als eine Art Intelligenz einstufen, skeptisch gegenüber steht. Er zeigt, dass schon auf dem Weg zu den ersten belastbaren Intelligenztests die ersten Halb- und Unwahrheiten auftauchten, etwa über die vermeintliche Intelligenzunterschiede zwischen Frau und Mann. Pietschnig beschreibt die Sackgassen in der Forschung, verweist auf Mythen wie den Mozart-Effekt Mythen und von Geschäftemachern in Umlauf gebrachten Unfug. Er zeigt auch, dass zahlreiche Anekdoten aus der Populärkultur die die Sicht vieler Menschen auf die Intelligenz erstaunlich nachhaltig prägten, etwa den Mythos des irgendwie anderwärtig beeinträchtigten Hochbegabten. Er zeigt auch, dass sich in Studien über lange Zeiträume hinweg sehr wohl zeigt, dass ein gutes Abschneiden in Intelligenztests mit vielen positiven Entwicklungen im Leben, wie etwa besserer Gesundheit, einhergehen kann.

Der Autor Jakob Pietschnig arbeitet an der Universität Wien und leitet den Arbeitsbereich für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik am Institut für Psychologie der Entwicklung und Bildung.

Siehe dazu auch Intelligenz – was ist das?

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