Zum Thema ‘Tests’

Als ein psychologischer Test wird eine Methode bezeichnet, das psychische Merkmale, wie aktuelle Zustände oder überdauernde Eigenschaften von Personen, Personengruppen oder Organisationen erfasst.

Einstellungsgespräche und Personalauswahl oft verzerrt



Die Psychologie in der Personalauswahl befasst sich vorwiegend mit der Erstellung von Prognosen der beruflichen Eignung, wobei keine andere Wissenschaft für den Bereich der Personalauswahl so gut geeignet ist wie die Psychologie, verfügt doch nur sie über eine inzwischen mehr als hundertjährige Tradition in der persönlichkeitsbezogenen Diagnostik. Die Einführung der DIN-Norm 33430 legt zum Vorteil von Arbeitssuchenden und Personalsuchenden hohe Qualitätsstandards der Berufseignungsdiagnostik fest, die nur durch den Einsatz psychologischer Methoden zu erreichen sind. Im Wesentlichen geht es dabei um die Sicherstellung der Gütekriterien des psychologischen Messens: der Objektivität, der Reliabilität (Zuverlässigkeit) sowie der Validität (Gültigkeit). Für alle Personalauswahlverfahren, die für sich die DIN 33430 in Anspruch nehmen wollen, müssen diese Gütekriterien bestimmt und alle acht Jahre überprüft werden, wodurch die Prognoseleistung von Personalauswahlverfahren deutlich erhöht wird. Viele Unternehmen haben ihre Personalauswahl der neuen DIN-Norm angepasst, manche stehen dieser Norm eher kritisch gegenüber, haben sie abgesehen von den erhöhten Kosten durch den Einsatz psychologisch qualifizierter ExpertInnen die Sorge, ein Stück ihrer Entscheidungsgewalt über die Personalauswahl abzugeben. Hinzu kommt die weit verbreitete Überzeugung, dass man selbst gut dazu in der Lage ist, nach einem Bewerbungsgespräch ein Urteil zu fällen, allerdings zeigen Untersuchungen, dass eine dadurch verursachte geringere Trefferquote erhebliche wirtschaftliche Schäden mit sich bingen kann.

Wie Forschungen zeigen, sind Prüfer und Personalbeurteiler nicht unvoreingenommen, auch wenn sich Menschen, die Prüfungen abnehmen oder Einstellungsgespräche führen, sich meist für unbelastet und objektiv halten. Nach Ansicht von Karl Westhoff ist dies eine Illusion, denn schon der allererste Eindruck eines ansonsten völlig unbekannten Kandidaten ist eher positiv oder eher negativ und fast nie neutral. Daher muss sich ein Prüfer seiner Voreingenommenheit selbstkritisch bewusst werden, damit er sich fair auf den Gesprächspartner einstellen kann. Der qualifizierte „Interviewer bereitet sich nach Möglichkeit auf jedes Gespräch sorgfältig vor, doch beim Durcharbeiten der vorliegenden Unterlagen entwickelt er manchmal ein Bild vom Kandidaten, das negativ getönt sein kann, auch wenn die meisten es als unfair erleben, einem Kandidaten negativ voreingestellt gegenüberzutreten.
Problematischer allerdings ist der Fall einer positiven Voreinstellung, weil sie nicht mit einem Störungsempfinden einhergeht, d.h., eine Reflexion entfällt und das Gespräch verläuft dann oft freundlich, aber unsachlich. Wenn der Interviewer im Verlauf des Gesprächs feststellt, dass der Kandidat keineswegs seinem zunächst positiven Bild entspricht, dann fühlt er sich enttäuscht und unreflektierte und unfaire Reaktionen können folgen. Bemerket der Interviewer seine Selbsttäuschung nicht, kann dies die gesamte Informationsaufnahme und -verarbeitung verzerren. Psychologen haben darüber hinaus festgestellt, dass sehr häufig Prüfungs- oder Einstellungsgespräche dilettantisch geführt werden und daher oft zu fehlerhaften und sogar grotesken Ergebnissen führen können.



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Test der Stressbelastung – Stresstest



stressbelastung

Stressreaktionen sind von den Lebensumständen aber auch von der individuellen Sichtweise und Wahrnehmung der Umwelt abhängig, und somit an die kognitive Bewertung eines Stressfaktors gebunden. Zur Feststellung des gerade aktuellen Ausmaßes der Stressbelastung bietet sich dieser Stress-Test an, der aus vierzig Fragen besteht, wobei man bei jeder Frage drei Auswahlmöglichkeiten besitzt.

Neben den Ergebnissen zu seiner Stressbelastung erhält man nach dem Test auch zahlreiche praktische Hinweise, wie man in Zukunft vermeiden kann, in Stresssituationen zu geraten bzw. wie man damit umgehen kann.

Link:
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/TEST/STRESS/Test.shtml



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Soll ich Psychologie studieren?



Entgegen einem verbreiteten Bild ist die Psychologie eine streng empirische Wissenschaft, die neben einer stark naturwissenschaftlich-experimentellen Orientierung auch Elemente der empirischen Sozialwissenschaften beinhaltet. Ziel der Psychologie ist es, aus Theorien und Modellen abgeleitete Hypothesen und Vorhersagen durch objektive Beobachtungen und Experimente zu überprüfen, weiter zu entwickeln und anwendungsorientiert umzusetzen. Ein wichtiger Teil des Psychologiestudiums besteht daher in der Vermittlung von experimentellen und quasi-experimentellen Untersuchungsmethoden und mathematisch-statistischen Verfahren zur Datenanalyse. Im Studium der Psychologie und der Sozialwissenschaften spielt daher die Methodenausbildung, also das Studium quantitativer und qualitativer Erhebungs-, Forschungs- und Auswertungsverfahren, eine zentrale Rolle.

Speziell für die Universität Zürich wurde ein Test entwickelt, um in Form eines Online-Self-Assessment herauszufinden, wie gut die eigenen Erwartungen zu einem Psychologiestudium wirklich passen. Hintergrund dieses Tests ist eine neue Form der Studienberatung bzw. eine Orientierungshilfe zu bieten, denn es gibt in Zürich aber auch an anderen Universitäten im deutschen Sprachraum hohe Abbruchraten – mancherorts bis zu 50 Prozent im ersten Studienjahr. Viele Studienanfänger bringen für das Studium der Psychologie falsche Vorstellungen mit, denn so glaubt etwa die Hälfte, gleich nach dem Studium selbständig Therapien durchführen zu können. Man hofft durch diesen Test, dass weniger Neulinge ihr Studium abbrechen bzw. überhaupt erst aufnehmen, und dass sie schon bei der Entscheidung für ein Studium der Psychologie besser informiert sind, nicht mit falschen Erwartungen starten, abbrechen und damit ein ganzes Studienjahr verlieren.

Dazu Studenten im Originalton: „Wenn Du glaubst Psychologie zu mögen, aber keine oder nur sehr mangelhafte Statistikkenntnisse hast, dann hast Du möglicherweise eine falsche Vorstellung von Psychologie. Damit stündest Du nicht allein dar. Ich schätze, dass dies für circa 50 % aller Studienanfänger in Psychologie gilt. Viele von ihnen verzweifeln an der Statistik und fallen folglich durch die Methoden-Prüfung. Psychologie ist eine harte, empirische Wissenschaft. Mit Lebenshilfe, Philosophie oder Psychoanalyse hat das Psychologiestudium, bis auf seltene Ausnahmen, nicht mehr zu tun als das Physikstudium.“ – „Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass Psychologie ein mathematisch-naturwissenschaftliches Fach ist, in dem es einerseits um formale (nicht zuletzt mathematische bzw. mathematisch formulierte) Methoden des Messens geht, und andererseits um die Überprüfung von Hypothesen über Gesetzmäßigkeiten des Erlebens und Verhaltens, heute mit großen Bestrebungen dies auf eine biologische insbesondere hirnphysiologische also neurowissenschaftliche Grundlage zu stellen. Vielfach sind Studierende vom Studium der Psycholgie sehr enttäuscht und frustriert.“ – „Psychologie ist ein sehr aufwändiges Studium und die Abbrecherquote ist hoch. Insgesamt muss man sagen, dass der Hauptgrund nach wie vor in nicht ausreichender Information über Studium und Beruf liegt, insbesondere in Abgrenzung zu anderen Fächern (Medizin, Pädagogik/Sozialpädagogik, Soziologie, Kulturanthropologie, Philososophie usw.). Auch wer mit Mathe nichts anfangen kann wird mehr als schwer haben dieses Studium zu überstehen. Der Lernaufwand wird häufig grob unterschätzt. Man trifft unter den Neuanfängern immer wieder auf Leute, die sich für Psychologie eingeschrieben haben, weil sie denken, man hätte damit 5 Jahre lockeres Studentenleben gewählt und können anschließend eine hübsche Couch kaufen und hätten für den Rest des Lebens ausgesorgt. Diese Leute merken schon nach wenigen Wochen, dass dies eine absolute Fehleinschätzung ist. Psychologie und das Berufsfeld für Psychologen besteht bei weitem nicht nur aus der klinischen Psychologie. Man sollte offen sein, die verschiedenen Teilbereiche kennenzulernen. Nimm unbedingt an Kongressen (z.B. am jährlich stattfindenden Psychologiestudierenden-Kongress vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, BDP) und Infoveranstaltungen teil und nutze die Zeit in den Semesterferien für Praktika.“

Das Self-Assessment Psychologie ist ein Kooperationsprojekt der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW und der Universität Zürich. Allen MaturantInnen und AbiturientInnen, die ein Psychologie-Studium anstreben, ist dieser Test sehr zu empfehlen, denn der Test hilft, die eigenen Interessen und Fähigkeiten besser kennen zu lernen und sich mit den Studienanforderungen des Studiengangs Psychologie vertraut zu machen. Der Online-Selbsttest Psychologie erleichtert  die Entscheidung für oder gegen ein Psychologiestudium.

Informationen zum Beruf des Psychologen findet sich in den Arbeitsblättern: Die Wissenschaft Psychologie.

Link: http://self-assessment.ch/ (13-08-10)

Hinweis: Auch die Universität des Saalandes bietet einen Erwartungscheck, mit dem man überprüfen kann, wie zutreffend die Erwartungen an den Studiengang Psychologie sind. Auch dort erhält man eine individuelle Rückmeldung und Informationen, die helfen kann, ein realistisches Bild von den Studieninhalten, den gestellten Anforderungen und den späteren Berufsmöglichkeiten zu entwickeln.

Link: http://web.visu.uni-saarland.de/interessentest_neu/psychologie/ (12-09-21)

Psychologiestudium in Österreich

Um einen Platz für das Psychologiestudium zu bekommen, muss an allen österreichischen Universitäten ein Aufnahmetest absolviert werden. Die Tests in Wien, Salzburg, Graz und Innsbruck finden jeweils am gleichen Tag statt und sind auch vom Aufbau und Inhalt identisch. Dabei sind Vorbereitungskurse eine bewährte und effiziente Art des Trainings für die anspruchsvolle Psychologie-Aufnahmeprüfung, wobei meist in Kleingruppen gelernt wird. In solchen Kursen erfolgt eine Auseinandersetzung mit allen prüfungsrelevanten Inhalten für das Aufnahmeverfahren, wobei dabei auf die im Test abgefragten Kapitel der Fachliteratur (Gerrig & Zimbardo, 2008), Beispiele zum formal-analytischen Denkens sowie auf die Bearbeitung von englischen und deutschen Fachtexten für den Textverständnis-Teil eingegangen werden sollte.

In solchen Kursen besteht auch die Möglichkeit, offene Fragen zu klären, den Stoff gemeinsam durchzuarbeiten und Tipps und Tricks zur optimalen Bearbeitung der Beispiele im Methodikteil zu erhalten. Um den aktuellen Leistungsstand überprüfen zu können und ein Gefühl dafür zu bekommen, was den Bewerber bzw. die Bewerberin beim Aufnahmetest erwartet, wird im Kurs in der Regel ein Probetest durchgeführt, ausgewertet und nachbesprochen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den Prüfungsinhalten steigt die Wahrscheinlichkeit, einen der begehrten Studienplätze für das Bachelorstudium Psychologie an einer österreichischen Universität zu bekommen.

Und nach dem Psychologiestudium?

Die meisten Studenten freuen sich darauf, nach einigen Semestern endlich das akademische Abschlusszeugnis in der Hand zu halten, doch nach fünf Jahren Studienzeit fängt der schwierigste Teil ihrer Ausbildung oft erst an, denn wer in der Praxis etwa als PsychotherapeutIn Fuß fassen will, muss nach dem Studium zusätzlich eine Ausbildung an einer privaten Institution absolvieren, die mit hohen Kosten verbunden ist. Der praktische Teil der Ausbildung, der in einer Klinik oder Praxis abgeleistet wird, ist dabei oft gar nicht oder nur sehr schlecht bezahlt. Während diese psychotherapeutische Ausbildung ursprünglich dafür gedacht war, Erfahrungen im Umgang mit KlientInnen zu sammeln, ersetzen sie mittlerweile in vielen Kliniken fertig ausgebildete Psychotherapeuten und müssen ohne große Einarbeitung von Anfang an sehr viel Verantwortung tragen.

Wo arbeiten Psychologen nach ihrem Studium? Arbeits- und Organisationspsychologen arbeiten in Wirtschaftsunternehmen, Unternehmensberatungen und psychologischen Diensten. Pädagogische Psychologen erforschen und entwickeln Konzepte für Bildung, Erziehung und Wissensvermittlung. Außerdem gibt es Beschäftigungschancen in der Werbung. Viele Psychologen streben zudem die Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten an.

Literatur & Quellen

https://tu-dresden.de/mn/psychologie/studium/studieren-an-der-fachrichtung-psychologie (15-11-12)




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