Zum Thema ‘Linktipps’

Positive Lexicography Project



Der Psychologe Tim Lomas (University of East London) ist dabei, in seinem Positive Lexicography Project ein Lexikon für die Gefühle dieser Welt aufzubauen, in dem sich aktuell 645 Wörter in mehr als 80 Sprachen finden. Der Der Psychologe ist Experte für positive Psychologie und erforscht die guten Aspekte des menschlichen Miteinanders, wie etwa Glück, Optimismus, Solidarität und Vertrauen. In Lomas Glücks-Glossar finden sich sowohl einfache als auch komplexe Begriffe, wobei einige schwer in andere Sprachen zu übersetzen sind. Lomas hofft, dass es durch sein Online-Lexikon mehr Austausch zwischen den Kulturen geben wird und man sich auch Begriffe aus anderen Kulturen aneignet. So steht etwa das dänische Wort „Hygge“ für Gemütlichkeit, Zufriedenheit und findet sich auf der Shortlist der Wörter des Jahres 2016 der „Oxford Dictionaries“. Einige weitere Beispiele:
Tarab (arabisch): durch Musik ausgelöste Ekstase/Entzücken.
Utepils (norwegisch): Bier, das draußen getrunken wird.
Vybafnout (tschechisch): jemanden überraschen.
Jayus (indonesisch): ein Witz, der so unlustig oder so lahm erzählt ist, dass man nicht anders kann, als zu lachen.
Forelsket (norwegisch): das euphorische Gefühl, sich zu verlieben.
Mbuki-mvuki (Bantu): die Kleider ausziehen, um zu tanzen.
Sobremesa (spanisch): wenn das Essen vorbei, die Unterhaltung am Tisch aber noch im vollen Gang ist.
Harikoa (Maori): freudig, verzückt, überglücklich.
Kilig (philippinisch): Schmetterlinge im Bauch haben, verliebt sein, jemanden attraktiv finden.

Link: https://www.drtimlomas.com/positive-lexicography (17-02-18)

Quelle

Der Kurier vom 12. Februar 2017

 

 



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iQ-Test am Smartphone?



Ulmer Psychologen haben eine Smartphone-App entwickelt, mit denen sich die Leistungsfähigkeit spielerisch in kurzer Zeit testen lässt. Anhand der Daten wollen die Forscher prüfen, inwiefern sich Intelligenztests auf dem Smartphone umsetzen lassen, und ob die Ergebnisse mit konventionellen Messungen vergleichbar sind. Sind die sechs Denksportaufgaben erledigt, können sich Nutzer ihr Ergebnis im Abgleich mit der Referenzgruppe anzeigen lassen. Die Entwickler freuen sich über zahlreiche Teilnehmer, denn je mehr Personen die Smartphone-Anwendung nutzen, desto aussagekräftiger wird dieser Abgleich. Die IQ-App der Ulmer Forscher beschränkt sich auf lediglich sechs Aufgaben, die vor allem die Gedächtnisleistung und die Merkfähigkeit testen. Dabei soll Vorwissen keine Rolle spielen: „Eigentlich kombinieren wir in der Leistungsdiagnostik möglichst unterschiedliche Anforderungen. Für die App haben wir wenige, aber besonders prototypische Aufgaben gewählt, damit innerhalb kurzer Zeit ein Ergebnis vorliegt“, erklärt Professor Oliver Wilhelm, Leiter der Abteilung für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik. Anwender sollen sich zum Beispiel Wort-Zahlkombinationen merken und wiedererkennen oder Veränderungen in Zahlenreihen identifizieren. Nach jeder Aufgabe erhalten die Teilnehmer eine erste Leistungsrückmeldung. Sind alle Aufgaben erledigt, können sich die Nutzer ihr Ergebnis im Vergleich mit einer Referenzgruppe, also anderen Teilnehmern, graphisch anzeigen lassen. „Wir wollen herausfinden, wie aussagekräftig diese Ergebnisse sind“, ergänzt Wilhelm. „Anwender lernen in jedem Fall etwas über sich selbst und kommen mit psychologischen Messmethoden in Berührung“. Die Funktionen werden ständig erweitert: Schon jetzt gibt es einen zusätzlichen Persönlichkeitstest, ein Wissensquiz und weitere Updates werden folgen. Bei der Anmeldung zur IQ-App werden Nutzer nach einer Mailadresse, ihrem Alter und Geschlecht gefragt, doch die Forscher legen Wert auf Anonymität. Der Datenschutz ist jederzeit gewährleistet. Teilnehmer bekommen eine E-Mail mit den Nutzungsbedingungen und können ihr Testergebnis im Nachhinein löschen lassen.
„Mit den gesammelten Daten wollen wir untersuchen, inwieweit eine IQ-Testung mit dem Smartphone sinnvoll ist – und welche Störfaktoren das Ergebnis beeinflussen können“, so Dr. Florian Schmitz aus der Abteilung für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik. Die Forscher interessiert beispielsweise, inwiefern die gemessene Leistung davon abhängt, wo die Aufgaben bearbeitet worden sind, etwa in ruhiger Umgebung oder im vollbesetzten Bus. Weiterhin könnten die Tageszeit  und die Kompetenz im Umgang mit dem Smartphone das Ergebnis beeinflussen. „Diese Informationen sind wichtig und helfen uns dabei, die gesammelten Daten richtig zu interpretieren“, sagt Oliver Wilhelm. Hat sich das Smartphone als Messinstrument bewährt, sind zahlreiche weitere Untersuchungen denkbar: „In anschließenden Forschungsprojekten könnte ermittelt werden, ob besonders intelligente Menschen einen aktiven Lebensstil pflegen und viel unterwegs sind“, ergänzt Professor Christian Montag, Leiter der Abteilung für Molekulare Psychologie und Experte im neuen Forschungsfeld Psychoinformatik. Insgesamt anderthalb Jahre haben die Ulmer Psychologen Christian Montag, Oliver Wilhelm sowie Florian Schmitz an der App gearbeitet und ihre Expertise in der Psychoinformatik, Leistungsdiagnostik und Intelligenzforschung kombiniert. Jetzt kann die Anwendung für Android-Geräte und für das iPhone kostenlos in den gängigen App-Stores heruntergeladen werden. Die Macher freuen sich über Feedback der ersten Nutzer. Je mehr Personen die Smartphone-Anwendung nutzen, desto aussagekräftiger wird der Vergleich mit der Referenzgruppe. „Mit der Digitalisierung ändert sich auch die Leistungsdiagnostik. Eventuell werden solche Apps eines Tages standardmäßig in Bewerbungsverfahren eingesetzt oder sie unterstützen neurologische Tests – um beispielsweise Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit im Zeitverlauf zu messen“, sagen die Forscher.
Die Ulmer IQ-App kann kostenlos in den gängigen App-Stores heruntergeladen werden.

Link: https://www.iq-app.de/ (16-06-10)



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Wertschätzende Kommunikation mit sich selbst



Die Kommunikationstrainerin und psychologische Beraterin Jana Ludolf fordert als Voraussetzung für eine gelingende Kommunikation mit anderen eine wertschätzende Kommunikation mit sich selber. Sie ist überzeugt, dass am Anfang jeder Kommunikation die Kommunikation mit sich selbst steht, denn so wie man mit sich selber redet, so spricht man auch zu einem Außen, so wie man über sich denkt, so denkt man über andere, so wie man sich wertschätzt, so wertschätzt man andere. Sie folgert daraus, dass wenn man seine Kommunikation wertschätzender gestalten möchte, fängt man am Besten bei sich selber damit an. Die Wertschätzung sich selbst gegenüber spiegelt sich in der Haltung, Körpersprache und Kommunikation im Außen wider, denn wenn das Selbstwertgefühl bei geringer Selbstwertschätzung  gering ist, dann merkt das auch ein Gesprächspartner. Man kann nicht von anderen Menschen Wertschätzung erwarten, wenn man diese nicht einmal sich selber geben kann. Ludolf gibt einige konkrete Tipps bzw. Handlungsanweisungen, wie man eine wertschätzende Kommunikation mit sich allmählich entwickeln kann:

  • Nimm deine Kommunikation wahr: Wie redest du wann mit dir? Genau diese Frage gilt es zu beantworten. Ohne Bewertung nimmst du all das wahr, was in dir ist.
  • Nimm deine Kommunikation über dich an, was bedeutet, dass du dich dafür weder schuldig noch schlecht fühlst. Annehmen wie es gerade ist.
  • Überprüfe die Sätze auf ihren Wahrheitsgehalt: Was macht dieser Satz mit dir? Was löst dieser Satz in dir aus?
  • Wertschätze dich selber: Hast du all deine Sätze oder auch nur den einen wichtigsten Satz auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft, dann wertschätze dich: Dafür das er dich bis jetzt begleitet hat. Dafür das du nun einen neuen Weg gehen wirst. Bewerte das Alte nicht. Bewerte das Neue nicht. Teile nichts in Gut oder Böse, richtig oder falsch ein. Damit nimmst du dir die Möglichkeit von Wertschätzung.

Quelle
http://janaludolf.com/blog/ (15-11-02)



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