Warum Menschen schlafen


Der Schlaf ist eines der großen ungelösten Rätsel der Biologie, denn jedes Lebewesen mit einem Gehirn muss sich pro Tag einige Stunden von der bewussten Welt verabschieden. Das hat trotz aller Notwendigkeit des Schlafes für die Regeneration aber auch Nachteile, denn dann ist das Lebewesen verwundbar, es kann keine Nahrung aufnehmen, nicht trinken, nicht flüchten. Studien an Mäusen zeigen übrigens, dass die Schlafqualität einen stärkeren Einfluss auf die Gesundheit hat als die Schlafdauer, wobei die Schlafqualität einen erheblichen Einfluss auf das Risiko für die Entstehung von Demenzformen besitzt.

Eine Sammlung von Texten zum Thema Schlaf


Frühe Sprachentwicklung findet während des Schlafes statt

Babys sind einer Vielzahl von Reizen ausgesetzt, und da keine Situation der anderen gleicht, ist jede für diese eine völlig neue Erfahrung, in die das kindliche Gehirn Ordnung bringen muss, um diese neuen Informationen auch im Langzeitgedächtnis zu speichern bzw. ähnliche Erfahrungen in Kategorien zu verallgemeinern. Untersuchungen haben nun gezeigt, dass dafür ausreichender Schlaf notwendig ist, wobei dabei etwa Wörtern erstmals eine Bedeutung gegeben wird. So gelingt es Babys im Schlaf bereits im Alter von sechs bis acht Monaten, Wörtern eine Bedeutung zuzuordnen, wobei das Gedächtnis, das für die Bedeutung von Wörtern zuständig ist, im Schlaf die gleichen Phasen durchläuft, wie sie auch in der typischen lexikalischen Entwicklung ablaufen: Aus sogenannten Protowörtern, die lediglich gleichzeitig auftretende visuelle und akustische Reize miteinander assoziieren, entstehen echte Wörter, die bereits mit Bedeutungen verbunden werden. Untersucht hat man diese Zusammenhänge, indem sie sechs bis acht Monate alte Babys Fantasieobjekte lernen ließen und diese mit Fantasiewörtern, wie „Bofel“ oder „Zuser“ benannten. Dabei wurden Objekte, die sich jeweils nur leicht in Form und Farbe unterschieden, mit dem gleichen Namen benannt. Ganz so wie alle Katzen als „Katze“ bezeichnet werden, auch wenn sie sich im Detail unterscheiden. Diese erfundenen Objekte und Namen wählten die Forscher, um sicher zu gehen, dass die kleinen Studienteilnehmer nicht auf bereits vorhandenes Wissen zurückgreifen konnten. Anhand der kindlichen Hirnreaktion zeigte sich, dass die Babys in dieser Lernphase neue Objekte der gleichen Kategorie noch nicht mit den entsprechenden Namen verbanden. Sie sahen also einen neuen Bofel nicht als „Bofel“ an, obwohl er den bisherigen Bofel-Objekten sehr ähnlich sah. Für die Babys war jedes neue Objekt–Wort Paar noch unbekannt und einzigartig, sie erkannten die allgemeine Beziehung der ähnlichen Paare nicht. Das änderte sich jedoch nach einem Mittagsschlaf, denn bei Babys, die nach der Lernphase geschlafen hatten, konnte das Gehirn in der anschließenden Testphase zwischen den richtigen und falschen Benennungen neuer Objekte unterscheiden, d. h., sie hatten während des Schlafes Wissen verallgemeinert, was Babys, die wach geblieben waren, nicht gelang. Offenbar können Kinder bereits deutlich früher als bisher angenommen über echte Wortbedeutungen in ihrem Langzeitgedächtnis verfügen, auch wenn die für diese Gedächtnisform relevanten Hirnstrukturen noch nicht vollständig ausgereift sind. Offenbar werden erst im Schlaf, wenn das kindliche Gehirn von der Außenwelt abgekoppelt ist, die wesentlichen Zusammenhänge herausgefiltert und gespeichert, sodass sich im Zusammenspiel aus wachem Erleben und den ordnenden Prozessen während des Schlafes sich die frühen kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten entwickeln.


Und für die Esoterik liest sich das in einer Frage&Antwort-Community so (gekürzt; Hervorhebungen von mir; W. S. 😉

Fakt ist: Im Schlaf löst sich unser Astralkörper und geht quasi auf Reisen in die jenseitige Welt …
Manchmal treffen wir dort Angehörige und Freunde, auch Tiere, die bereits heimgegangen sind … Manche sind als Engel gekommen und gegangen.
Vor dem Aufwachen schlüpft der Astralkörper wieder in die menschliche Hülle, die unsere Seele für dieses Erdenleben gewählt hat …
Wenn wir manchmal nach dem Erwachen besonders aufgewühlt und unruhig sind, haben wir wahrscheinlich Gott oder Jesus gesehen und sind noch derart überwältigt von dieser unfassbar wunderbaren Begegnung, dass wir noch ein Weilchen daran zu knabbern haben …
Die Erinnerung – ein vager und schemenhafter Abglanz von dem Erlebten – bleibt jedoch … Sie gibt vielen Menschen Hoffnung,Trost und ein Gefühl, das man schwer beschreiben kann …
Auch Menschen, die eine Nahtoderfahrung hatten, berichten über viele solcher Erlebnisse …
Wir sind alle geborgen in Gottes Hand und in Jesu Liebe  …


schlaf


Neuere Erklärungsversuche für den Sinn des Schlafes sind etwa, dass dabei Schäden in der DNA (Doppelstrangbrüche) der Neuronen repariert werden und Abfallstoffe aus dem Hirn gepumpt werden, was beides im Tiefschlaf leichter möglich sein soll. Unbestritten ist, dass alle mit einem Nervensystem ausgestatteten Tiere, also Wirbeltiere wie auch Fliegen, Fadenwürmer oder Quallen schlafen und dass der Schlaf offensichtlich vor allem dem Nervensystem dient, um etwa Gedächtnisinhalte zu verfestigen. Das basiert u. a. auf Experimenten an Zebrafischen, denn diese haben u. a. den Vorteil, dass sie als Larven durchsichtig sind, sodass man ihnen in alle Zellen schauen kann. Bei diesen Fische sind im Schlaf zwar ihre Körper ruhiger als im Wachzustand, doch die Chromosomen in den Zellkernen ihrer Neuronen bewegen sich schneller.


Frauen brauchen übriens nach Jim Horne, dem Leiter des Schlafforschungszentrums an der Loughborough Universität, mehr Schlaf als Männer, im Durchschnitt etwa zwanzig Minuten, um gesund und gut gelaunt durch den Tag zu kommen, während zu wenig nächtliche Erholung sie unzufrieden, feindselig und krank macht. Das liegt daran, dass weibliche Gehirne aufwändiger vernetzt sind als die von Männern. Dafür gibt es eine evolutionstheoretische Erklärung, denn Frauen mussten immer ein wachsames Auge auf ihre Kinder haben, auch, wenn sie gerade anderen Aufgaben nachgingen. Auch stellten sie immer sicher, dass es den Mitgliedern ihrer Sippe gut geht, sodass weibliche Gehirne auf eine andere Form der Wahrnehmung ausgelegt sind, denn während bei Männern die einzelnen Gehirnhälften oft etwas dichter vernetzt sind, ist bei Frauen die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhemisphären besser ausgebildet.

Literatur

https://idw-online.de/de/news679078 (17-08-03)







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