Verzeihen fördert die Gesundheit
14. Februar 2010 – 10:00
Lieben uns die Frauen, so verzeihen sie uns alles,
selbst unsere Vergehen; lieben sie uns nicht,
so verzeihen sie uns nichts, selbst unsere Tugenden nicht.
Honoré de Balzac
Frederic Luskin hat 259 Menschen, die zuvor in ihrem Umfeld gekränkt und beleidigt worden waren, darin unterrichtet, den Beleidiger bzw. Kränker zu vergeben. Nach diesem Vergebungstraining ging es ihnen gesundheitlich geistig und körperlich erkennbar besser: sie klagten über weniger Stress und weniger Rückenschmerzen, sie litten weniger an Schlaflosigkeit und auch die Magenbeschwerden ließen nach. Depressionen wurden gelindert, der Blutdruck sank und das Körpergewicht nahm ab.
Forschung
Praktischer Tipp
Nehmen Sie sich einmal die Zeit, um ganz in Ruhe für sich herauszufinden, welche Verletzungen Sie bis zum heutigen Tag nicht vergessen können. Schreiben Sie diese auf und fragen Sie sich dann Folgendes:
- Warum kann ich nicht vergessen, nicht loslassen?
- Was ist es, das mich festhalten lässt?
- Was könnte der Nutzen sein, dass ich nicht wirklich loslassen will?
- Was erhoffe ich mir?
- Ist der (tatsächliche oder auch nur erhoffte) Nutzen tatsächlich den Schmerz wert, den das Nicht-Vergessen-Können auslöst?
Mit diesen Fragen kommt man meist sehr tief an den Schmerz, was vielen oft Angst macht, doch wenn man einmal erkennt, was es ist, das nicht vergessen lässt, bekommt man neue Möglichkeiten, damit umzugehen. Nur an der Wurzel sitzt auch die Möglichkeit der Heilung.
Er empfielt ein Verzeihen in vier Etappen:
Sich den Übeltäter und das Vergehen vor Augen führen und sich fragen:
- War es wirklich so schlimm, dass ich jetzt für immer böse auf ihn/sie sein muss?
- Kann es zumindest einen guten Grund für das Fehlverhalten dieses Menschen geben, den ich verstehen kann?
- Geben Sie sich einen Ruck und dem Übeltäter noch eine Chance!
- Sie haben wirklich Grösse! Geniessen Sie es!
Siehe auch Verzeihen und loslassen
Quellen
http://www.zune24.eu/gesundheit/schlank-und-gesund-durch-vergebung/ (08-10-02)
Zeit zu leben-Newsletter 501 vom 14.02.2010
OÖN vom 6. April 2012
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