Cyber-Mobbing

2. Dezember 2008 – 10:30

Das Zentrum für empirische Sozialforschung der Universität Koblenz-Landau hat 2007 eine Online-Befragung zum Thema „Mobbing bei Schülerinnen und Schülern in der Bundesrepublik Deutschland“ durchgeführt, darunter auch zum Thema Cyber-Mobbing. Unter dem Link sind die gesamten Ergebnisse als pdf-Dokument downloadbar. Auch der Fragebogen, der verwendet wurde, ist verfügbar.

Die wichtigsten Ergebnisse zum Thema „Cyber-Mobbing“:

  • Das Hauptmedium des Cyber-Mobbing ist das Instant Messaging (IM) – etwa durch ICQ. Als Haupt-Verursacher des Cyber-Mobbing gelten MitschülerInnen.
  • Am meisten verbreitet beim Cyber-Mobbing werden Beleidigungen oder Gerüchte über das Opfer.
  • Hinsichtlich der Klassenstufe steigt das Cyber-Mobbing an. Bei SchülerInnen der 8. bis 13. Klasse ist diese Art von Mobbing am meisten verbreitet.
  • Die Reaktionen der Betroffenen auf Cyber-Mobbing sind wenig spezifisch. Im Grunde sind Opfer nicht vorbereitet und reagieren in einer Art und Weise, wie sie dies gerade auf der Basis ihrer Fälligkeiten und Fertigkeiten sowie der situativen Bedingungen können.
  • 84 Prozent der SchülerInnen, die andere über Internet und Handy mobben, fungieren auch im “realen” Leben als TäterInnen. Nach Ansicht der Studienautorin scheint Cyberbullying daher nur eine von vielen Methoden im Repertoire von SchüleInnen zu sein, die andere mit Bedrohungen, Beleidigungen, Gerüchten oder durch Ausschluss aus der Gruppe regelmäßig quälen.

Zur Studie: „Mobbing bei Schülerinnen und Schülern in der Bundesrepublik Deutschland“

Siehe dazu auch die Kieler Studie zu diesem Thema von Thomas Bliesener am Institut für Psychologie. Cybermobbing ist demnach für Kinder und Jugendliche meist schlimmer als reales Mobbing in der Schule, denn sie sind dann in der Rege auch zu Hause oder in ihrem Freizeitbereich nicht sicher.

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