Kybernetik

Kybernetik ist die Wissenschaft von der Steuerung und Regelung komplexer Systeme. Sie hat ihren Ursprung in der Technik wo sie als Regelungstechnik bezeichnet wird. Eine große Bedeutung kommt dabei dem Nachrichtenaustausch zu, d.h. Information und Informationstheorie spielen eine große Rolle. In der Pädagogik:es sind Lehr- und Lernhilfen, die automatisch den Lernerfolg kontrollieren und selbsttätige Handhabung durch den Schüler ermöglichen.

1. Definition: Von griech. Kybernetes (Steuermann): allg.: Wissenschaft von Steuerung und Regelung komplexer Systeme. Hat ihren Ursprung in der Technik, erst später wurde ihre weit reichende Gültigkeit auch für Steuerungs- und Regelungskreise in der belebten Natur erkannt. Die Kybernetik hat sich zu einer übergeordneten Wissenschaft entwickelt. Anwendungsbereiche liegen in der Automation und Informationstechnik, Linguistik, Medizin, Biologie, Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Ökologie und Wirtschaftswissenschaften. (vgl. „Das neue große illustrierte Lexikon“

2. Definition: Sie ist die Wissenschaft von der Struktur komplexer Systeme, insbesondere der Kommunikation und Steuerung einer Rückkopplung bzw. eines Regelkreises (siehe auch Selbststeuerung). Heute behandelt man die Themen der Kybernetik weiter differenziert in der Systemtheorie, im technischen Bereich unter der Bezeichnung Regelungstechnik sowie in den Geisteswissenschaften unter der Bezeichnung Systemik. (vgl. www.Wikipedia.at)

3. Definition: Es wird die Lehre von der Regelung und Steuerung in technischen und organismischen Systemen bezeichnet. Die kybernetische Pädagogik: Der Lernende wird als dynamisches System betrachtet, wobei Lernvorgänge seine interne Struktur in Wechselwirkung mit der Umgebung verbessert. Dieses System reicht über das Säuglingsalter, bis hin über alle Lernfortschritte im Leben. (vgl. Klaus Weltner S. 255-257)

4. Definition: Der Begriff wurde von Herrn Wiener für eine Theorie hingeführt, die Regelvorgänge in belebten und unbelebten Systemen gleichermaßen beschreiben sollte. Er meint meist Theorie und Technik selbstregelnder Systeme, als welche ebenso wohl organische wie mechanische, psychische wie soziale Systeme verstanden werden, die sich einem bestimmten Programm gemäß verhalten und Störeinflüsse innerhalb einer bestimmten Größenordnung selbst auszugleichen vermögen (vgl. Lexikon der Pädagogik S. 18-19)

5. Definition: Lehre von  Regelungsvorgängen insbesondere den Regelkreisen in der Technik, der Organismen, der Gesellschaft usw. In der Pädagogik haben die Einsichten der Kybernetik zur Konstruktion von Lehr- und Lernhilfen geführt, die automatisch den Lernerfolg kontrollieren und selbsttätige Handhabung durch den Schüler ermöglichen. (vgl. Wörterbuch der Pädagogik S. 319)

Literatur
Das neue große illustrierte Lexikon,
www.wikipedia.at,
Handlexikon zur Erziehungswissenschaft 1976 S. 255-257,
Lexikon der Pädagogik S. 18-19 Ehrenwirth Verlag 1972,
Wörterbuch der Pädagogik Kröner Verlag 1967 S. 319



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