Virtual- und Mixed Reality Interfaces


als Schlüssel neuer Forschungs- und Entwicklungsperspektiven für Lehre und Industrie

Datum: 15.2.2007
Zeit: 16:00-18:00
Ort: Wahrnehmungslabor, 3.Stock, FH JOANNEUM, Alte Poststraße 147, A-8020 Graz

Erzähle mir und ich vergesse,
zeige mir und ich erinnere mich,
lass es mich tun und ich verstehe.

Konfuzius, 551 – 479 v. Chr.

Virtual Reality Interfaces sind in technischen Forschungsbereichen seit den 80iger Jahren bekannt. Durch den rasanten Preisverfall von Computer und VR-Systemen sind heute bereits Einstiegslösungen beinahe zu „Supermarktpreisen“ realisierbar. Beispiele aus den Bereichen Automotive sowie der Metallbearbeitung werden Sie auf den Geschmack bringen. Eine sinnvolle Ergänzung von VR-Systemen sind Mixed Reality Interfaces. Diese erlauben es dem Benutzer interaktive virtuelle Anwendungen über haptische Figuren zu steuern. Wie sie diese Technologien in F&E sowie in der Ausbildung sinnvoll nutzen können, erfahren Sie in der Veranstaltung – auch ein aktives Testen unterschiedlicher Technologien ist möglich!


Virtual Reality wird jüngst auch in Verbindung mit Neurofeedback eingesetzt, um chronische Schmerzen, die bei Betroffenen oft ein lang anhaltendes Leiden verursachen und ihr Leben in gravierendem Maße einschränken, zu lindern. An der Universität Würzburg wurde im Rahmen des Projekts „VirtualNoPain“ eine Methode entwickelt, um chronische Schmerzen nebenwirkungsfrei zu behandeln und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Dabei wird für diesen Zweck erstmalig Virtual Reality (dt. virtuelle Realität, VR) mit dem sogenannten Neurofeedback verknüpft. Virtual Reality bietet den Betroffenen die Möglichkeit, in computersimulierte Welten einzutauchen, die das Schmerzerleben verringern können, wobei die Anwendung dieses Verfahrens zur Reduktion akuter Schmerzen wissenschaftlich gut belegt ist. Die Wirkung der virtuellen Realität ist dabei umso höher, je mehr die NutzerInnen sich in der virtuellen Welt anwesend fühlen. Ein positiver Nebeneffekt der Methode ist, dass dadurch zudem das Selbstwirksamkeitserleben gestärkt werden kann, das sich lindernd auf häufige Begleiterscheinungen chronischer Schmerzen, wie etwa Depressionen oder Angstzustände auswirken kann.







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