Idealtypischer Therapieverlauf einer kognitiven Verhaltenstherapie

Anfangsphase (Sitzung 1-4): Detaillierte Exploration von Symptomatik, Entwicklung der Störung, Lebensumständen, weiteren Problembereichen, Fremdbeobachtung, Selbstbeobachtung. Verschiebung der Problemdefinition, Psychoedukation, Reduktion der Bedeutung der Gedanken, Funktionalitäten eruieren, Miteinbezug Angehöriger, Verhaltensalternativen finden.

Kognitive Vorbereitung auf Exposition (Sitzung 5): Plausibles Erklärungsmodell, Ableitung des Expositionskonzeptes, Planung der Übungen.

Therapeutengeleitete Exposition (Sitzung 6-10): Erste therapeutengleitete Expositionsübungen, eigenständige Exposition zu Hause mit Aufzeichnungen, Besprechung der eigenständigen Übungen, Weiterführung der Exposition.

Kognitive Umstrukturierung, Exposition im Selbstmanagement (Sitzung 11-15): Besprechung eigenständiger Expositionen, Erklärungsmodell auf lebensgeschichtlichem Hintergrund, Weiterführung der Exposition. Kognitive Umstrukturierung bezüglich dysfunktionaler Überzeugungen, Verhaltensexperimente.

Weitere Problembereiche, Exposition im Selbstmanagement (Sitzung 1-4): Bearbeitung der im Einzelfall noch wichtigen Probleme und Zielbereiche.

Rückfallprophylaxe, Vorbereitung auf Therapieende, Abschluß der Therapie (Sitzung 1-4): Rekapitulation erlernter Strategien, Identifikation potentieller Rückfallsituationen.

Literatur
Lakatos, A. & Reinecker, H. (2001). Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen. Göttingen: Hogrefe.
Ambühl, H. (2005). Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen. In Ambühl, H. (Hrsg.), Psychotherapie der
Zwangsstörungen (S. 69-87). Stuttgart: Thieme
Ecker, W. (2001). Verhaltenstherapie bei Zwängen. Lengerich: Pabst Science Publishers.




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