Zum Thema ‘Studium der Psychologie’

Die Psychologie ist eine empirische, erfahrungsgeleitete Wissenschaft und unterscheidet sich darin von der Alltagspsychologie, wobei methodische Fächer wie Statistik, Praxis der empirischen Sozialforschung, Diagnostik und Testentwicklung zu einer positiv-kritischen Denkhaltung führen.

Gratis das Hörbuch “Denken: Urteilen, Entscheiden, Problemlösen” von Betsch, Funke & Plessner



Der Springerverlag hat das Lehrbuch Denken: Urteilen, Entscheiden, Problemlösen  (Betsch, Funke & Plessner) als ein Hörbuch herausgebracht, d.h., man kann sich den  Inhalt des Lehrbuches vorlesen lassen. Zum Einstieg in das Thema oder zur Wiederholung nach einer Vorlesung findet man alle Kapitel als vollständige Hörbeiträge im MP3-Format zum direkten Anhören oder Downloaden. Auch das komplette Hörbuch (Spieldauer rund 12 Stunden) kann man auch als Podcast abonnieren.

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Methodenlehre im Psychologiestudium



Die Methodenausbildung nimmt einen hohen Stellenwert im Psychologiestudium ein, da rund ein Viertel der Ausbildungszeit dieser Materie gewidmet wird. Oftmals zweifeln jedoch Studierende an der Nützlichkeit und Relevanz von Statistik aufgrund von beispielsweise zu geringer praktische Relevanz oder Manipulierbarkeit von Daten. Vor allem weibliche Studierende verbinden mit der Methodenlehre ein Angstgefühl. Untersuchungen ergaben einen Zusammenhang zwischen einer guten Motivationslage und der Leistungsfähigkeit in Statistik, daher ist es sinnvoll für Lehrpersonen dieser Fächer die Motivationsförderung nicht zu vernachlässigen. Das Wort Motivation beschreibt psychische Vorgänge, die zu einem zielbewussten Handeln anstiften. Die betroffenen Personen werden in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe sieht sich als lernzielorientiert, erkennt Anstrengung als etwas Positives und sieht in Rückschlägen neue Motivation und Ansporn. Die zweite Gruppe betrachtet sich als leistungsorientiert, sieht in Anstrengung keine Notwendigkeit beziehungsweise etwas Negatives und Misserfolge führen zu einem Nachlassen der Lern- oder Anstrengungsbereitschaft. Personen der ersten Gruppe (inkrementelle Persönlichkeitstheorie) neigen eher dazu Erfolg zu haben, der zweite Personenkreis (stabile Persönlichkeitstheorie) neigt bei Misserfolgen zu Hilflosigkeit. Wichtig in diesem Kontext ist auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten um Niederlagen kompensieren zu können (vgl. Gradinger et al., 2010, 209-215).

Die Angst von Studierenden vor der Methodenlehre wurde schon oftmals untersucht jedoch nicht unter Einflussnahme dieser Komponenten als eine Art Rahmen um Lösungsansätze präsentieren zu können. Dieser Artikel beschreibt eine Untersuchung von Psychologiestudierenden in Bezug auf ihre Persönlichkeitstheorie, ihr Geschlecht, der Angst vor Statistik und die Tendenz Methodenlehre als Schwerpunkt ihres Studiums zu wählen. Diese Studie wurde an 400 weiblichen Studierenden und 65 männlichen Studierenden in den Jahren 2003 bis 2005 des Diplomstudiums Psychologie der Universität Wien durchgeführt. Erhebungskriterien waren das Methodische Fachwissen, das anhand der Note in diesem Fach erfragt sowie durch Tests überprüft wurde, der Stellenwert der Methodenlehre für Studierende, Fragen zum Thema der Persönlichkeitstheorien und eine Skala zur „Hilflosigkeit“ in Bezug auf dieses Fach. Methodenlehre wird nur von einem sehr geringen Anteil der Studierenden als Schwerpunkt gewählt. Es können kaum geschlechtsspezifische Unterschiede beobachtet werden außer in Bezug auf die „Hilflosigkeit“. Zu ihr tendieren in diesem Fach eher weibliche Studenten, da sie ihren eigenen Fähigkeiten in diesem Bereich weniger vertrauen als ihre männliche Kollegen. Die Aversion von Studierenden der Psychologie hinsichtlich der Methodenlehre übersteigt nicht ein über die Maßen großes Ausmaß hat wie in der bisherigen Literatur dargestellt. Viele Studierende setzen ein hohes Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und stufen sich selbst als lernzielorientiert ein (vgl. Gradinger et al., 2010, S. 215-220).

Literatur
Gradinger, P., Lapka, D., Reimann, R., Schober, B., Spiel, Ch. & Wagner, P. (2010). Methodenlehre: Alptraum oder Herausforderung für Psychologiestudierende? Eine Typologie auf Basis des sozialkognitiven Motivationsmodells von Dweck. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 57, 209-222.



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Titel Psychologin und Psychologe auch in der Schweiz geschützt



Um den Wildwuchs bei den Psychologieberufen zu beseitigen und zu verhindern, dass Menschen in psychischen Ausnahmesituationen an schlecht qualifizierte oder unseriöse Anbieterinnen oder Anbieter gerieten, führt nun auch die Schweiz über das neue Psychologieberufegesetz einheitliche geschützte Berufsbezeichnungen ein und regelt im Detail die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung von Psychologinnen und Psychologen. Nur wer sein Psychologiestudium mit einem Master abschliesst, darf sich Psychologin oder Psychologe nennen. Damit hat mach auch festgelegt, dass ein Bachelor nicht die nötigen Kompetenzen garantiert, um eine selbständige Tätigkeit als Psychologin oder Psychologe auszuüben. Auch für die Weiterbildung zum Psychotherapeuten braucht man in der Schweiz künftig einen Mastertitel in Psychologie, wobei dieser Titel ebenfalls geschützt sein wird. Sozial- und Humanwissenschaftler mit Grundlagenwissen aus Medizin oder Psychologie werden nicht zu den Weiterbildungen zulassen.



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