Er gibt nach einer Studie Ereignisse im Leben, die das Potenzial haben, die Persönlichkeit eines Menschen nachhaltig zu verändern:

  • Finanzielle Notlage: Wer einmal mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen gehabt hatte, wird dadurch im Durchschnitt extrovertierter und weniger gewissenhaft, was für beide Geschlechter gilt, doch bei Männern wird dadurch auch die emotionale Stabilität beeinträchtigt, was bei Frauen eher nicht der Fall ist.
  • Schwere Krankheit: Frauen, die schon einmal mit einer plötzlichen Krankheit oder Verletzung umgehen mussten, werden dadurch ebenfalls extrovertierter, und das gleich dreimal so sehr wie Männer. Frauen machte es ebenfalls extrovertierter und offener, wenn eines ihrer engen Familienmitglieder von einer Krankheit betroffen ist, im Gegensatz zu Männern, bei denen dieser Effekt nicht auftritt. Das hängt damit zusammen, dass Frauen ihre Sorgen eher anderen mitteilen, während Männern die Angst im Weg steht, dann als schwach zu gelten.
  • Heirat und Trennung: Eine Hochzeit macht Frauen im Durchschnitt emotional instabiler und werden im Schnitt weniger rücksichtsvoll und empathisch, während bei Männern nach einer Hochzeit keine nennenswerten Veränderung der Persönlichkeit auftreten. Eine Trennung hingegen macht Männer langfristig empathischer, rücksichtsvoller und offener, während Frauen nach dem ersten Trennungsschock insgesamt emotional stabiler werden.
  • Ruhestand: Hier wird die grumpy old man-Hypothese bestätigt, denn der Eintritt von Männer in den Ruhestand lässt sie mit der Zeit unverträglicher, weniger rücksichtsvoll und empathisch werden, während sich die Persönlichkeiten der Frauen hingegen langfristig überhaupt nicht verändert. Man führt das auf den sinkenden Testosteronspiegelzurück.

Literatur

Stangl, W. (2011). Stichwort: ‚Persönlichkeit‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: https://lexikon.stangl.eu/4512/personlichkeit (11-11-12)

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