‘Tagungen’

Seminar „Interaktive Visualisierung und Datenanalyse – Einführung in Visual Analytics“

Montag, Mai 19th, 2008

In Beruf und Alltag fallen immer größere Mengen von abstrakten und hochstrukturierten Daten und Informationen an, die analysiert und interpretiert werden müssen. Gerade im heutigen globalen Wettbewerb sind rasche Entscheidungen auf der Grundlage aussagekräftiger Fakten für eine erfolgreiche Firmen- und Produktentwicklungspolitik von fundamentaler Bedeutung. Führungskräfte müssen sich auf evidenzbasierte Informationen verlassen können. Je effizienter und zielgerichteter diese Analyseprozesse ablaufen, desto besser sind die daraus resultierenden Entscheidungen. Genau hier setzen Visual Analytics Methoden an, deren Grundidee die Integration der hervorragenden Fähigkeiten des Menschen im Umgang mit visuellen Sinneseindrücken und der enormen automatischen Verarbeitungsmöglichkeiten von Computersystemen ist.

Das Department für Information und Knowledge Engineering an der Donau-Universität Krems veranstaltet am 17. Juni 2008 das eintägige Seminar „Interaktive Visualisierung und Datenanalyse“ zur Einführung in Visual Analytics. Im Zuge dieses Seminars erfahren Sie, wie Mensch und Computer zu einem enorm leistungsfähigen Erkenntnisgewinnungssystem werden, was Visual Analytics Methoden leisten und wie sie eingesetzt werden können. Erfahrene ExpertInnen aus Wissenschaft und Wirtschaft präsentieren interessante Anwendungsbeispiele und geben praktische Einblicke zu den Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie. Zugleich bietet das Seminar einen kompakt verpackten Vorgeschmack auf unseren im November startenden fünfsemestrigen post-gradualen Master-Lehrgang zu diesem Thema.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite, wo man auch das Anmeldeformular zur Teilnahme findet:
http://www.donau-uni.ac.at/ike/visual-analytics-seminar



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Kongress: Diagnostische Kompetenz in der Personalarbeit optimieren

Freitag, Mai 9th, 2008

„Diagnostische Kompetenz – entwickeln und anwenden“ lautet das Leitmotiv zum 7. Deutschen Assessment-Center-Kongress in Potsdam (25./26. September). Das Programm bietet erfahrenen Personalern vertiefende Up-Dates und Nachwuchskräften übersichtliche Einführungen. Bis zum 2. Juni erhalten Frühbucher einen Rabatt.

Programmdetails: www.arbeitskreis-ac.de

Für den Arbeitskreis Assessment Center e.V. informieren Experten v.a. über

– wissenschaftliche Hintergründe und fundierte Neuentwicklungen in der Personaldiagnostik,
– Verfahren und „best practice“-Beispiele für die Gestaltung diagnostischer Prozesse,
– Evaluation und Qualitätssicherung in der Personalarbeit
– Praxisbeispiele zur Diagnostik unter erschwerten Bedingungen sowie zur Integration einer Einzelmaßnahme in das Gesamtsystem einer Organisation

Der Arbeitskreis Assessment Center e.V. ist ein Zusammenschluss von Spezialisten aus Wirtschafts- und Dienstleistungsunternehmen, Wissenschaft sowie der öffentlichen Verwaltung. Seit mehr als 30 Jahren bietet er ein Forum, um wissenschaftliche Ergebnisse und Erfahrungen im Bereich Personalauswahl und -entwicklung auszutauschen, aktiv zu nutzen und zu optimieren.

Der Arbeitskreis hat ein Standardwerk publiziert:



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Fundierte Methodenausbildung in den Human- und Sozialwissenschaften

Dienstag, April 1st, 2008

Beim Berliner Methodentreffen wurde von den TeilnehmerInnen ein Memorandum für eine fundierte Methodenausbildung in den Human- und Sozialwissenschaften veröffentlicht. Die Unterzeichnenden machen sich um eine fundierte Methodenausbildung in vielen human- und sozialwissenschaftlichen Fachgebieten, vor allem im Zusammenhang mit neu eingerichteten und in Entwicklung befindlichen Bachelor- und Masterstudiengängen an Universitäten und Fachhochschulen: Manche Studiengänge vernachlässigen die Methodenausbildung, manche präsentieren nur ein einseitiges Methodenspektrum. Die Methodenausbildung an Hochschulen und Fachhochschulen hat den Bedarf an Vermittlung qualitativer Forschungsmethoden und Methodologie sowie das Interesse des wissenschaftlichen Nachwuchses und angehender Professioneller jedoch lange Zeit unterschätzt und in einigen Disziplinen eine angemessene Methodenausbildung in qualitativer Forschung nicht geleistet. Defizite der bisherigen Methodenausbildung werden auch deutlich in der enormen Nachfrage nach methodenbezogener Weiterbildung jenseits der etablierten Fachcurricula, besonders im Bereich qualitativ orientierter Ansätze durch Studierende vor allem im Rahmen ihrer Abschluss- und Qualifikationsarbeiten (Master, Diplom, Promotion) und durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschungs- und Praxisprojekten.

Forderungsprogramm:

  • Zu einer hochwertigen Ausbildung in human- und sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden gehört die Vermittlung der wissenschaftstheoretischen Grundlagen der empirischen Forschung einschließlich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Erkenntnistheorie und Forschungslogik qualitativer und quantitativer Ansätze und Paradigmata. Ein solches Fundament wirkt auch einer Trennung quantitativer und qualitativer Ansätze entgegen. Wo dies noch nicht geschehen ist, muss die Lehre qualitativer Methoden zum festen Bestandteil der Methodenausbildung in den Human- und Sozialwissenschaften werden.
  • Für die qualitative Methodenausbildung ist – unabhängig von der je konkreten Ausgestaltung – sicherzustellen, dass die Studierenden mit den begrifflich-theoretischen Werkzeugen der qualitativen Sozialforschung vertraut werden, dass sie sich ein Überblickswissen über die wichtigsten, bzw. meist verbreiteten qualitativen Forschungsverfahren aneignen und dass sie eine Sensibilisierung für die Gegenstands- und Fragestellungsangemessenheit der Methoden entwickeln.
  • Neben den fachlichen, disziplinären und methodischen Besonderheiten der jeweiligen Methodenausbildung sollten folgende Kompetenzen fachübergreifend vermittelt bzw. für den Erwerb diese Kompetenzen erforderliche Lehr- und Lernräume eröffnet werden: die Fähigkeit zur begründeten Wahl eines qualitativen Forschungsverfahrens für ein konkretes Forschungsprojekt und zur Entwicklung eines angemessenen Forschungsdesigns sowie die Fähigkeit, die einzelnen Verfahrensschritte selbständig bzw. in einer Projektgruppe durchzuführen. Hierzu ist erforderlich, dass Studierende mit mindestens einem Forschungsverfahren durch learning by doing vertraut werden und so Methodenwissen als Handlungswissen projekt- und praxisorientiert erwerben.
  • Studierenden sollte eine Orientierungshilfe für die methodologische und methodische Fundierung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten an die Hand gegeben werden, sie müssen lernen können, die Praxisanforderungen (häufig in Form von Geld- und Zeitmangel) sowie die damit einhergehenden Herausforderungen an Planung und Durchführung von Studien zu beachten, und es muss ihnen vermittelt werden, Gütestandards, die auf die spezifische Methodik bezogen sind, ernst zu nehmen.
  • Schließlich sollten Studierende im Rahmen der Methodenausbildung befähigt werden, die historisch-gesellschaftlichen Kontexte und Wirkungszusammenhänge empirischer Forschung zu erkennen und wissenschaftlich-kritisch zu reflektieren. Damit verbunden ist insbesondere die Fähigkeit, das eigene Forschungshandeln im Hinblick auf seine Begründungen und möglichen Wirkungen auf intersubjektiver, institutioneller und gesellschaftlich-politischer Ebene zu befragen. Ziel sollte sein, Studierende zu befähigen, einen forschungsethisch verantwortlichen Rahmen für die Analyse und Beurteilung von Forschungen bzw. für die praktische Entwicklung eigener Forschungsvorhaben zu entwerfen.

Quelle: http://www.qualitative-forschung.de/methodentreffen/memorandum/ (08-04-01)



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