Zum Thema ‘Populärwissenschaftliches’

Experten und Laien



Forschungen über die Psychologie des Extremismus zeigen, dass extreme Haltungen oft Menschen entwickeln, die glauben, dass sie komplexe Themen besser verstehen, als sie es tatsächlich tun. Untersuchungen zur gesellschaftlicher Relevanz von genetisch modifizierter Nahrung zeigen, dass über neunzig Prozent der Studienteilnehmer angeben, dass sie zumindest leichte Aversion gegen diese hegen, doch je stärker diese Aversion ist, umso mehr Wissen über das Thema schreiben sie sich selber zu und umso weniger Wissen haben sie tatsächlich. Kurz: Extreme Gegner wissen es am wenigsten, aber sie denken, dass sie am meisten wissen.Fast identische Ergebnisse fand man in Bezug auf die Gentherapie, denn auch hier ist das Verhältnis zwischen Aversion, vermeintlichem und tatsächlichem Wissen ähnlich.

Literatur

Fernbach, P. M., Light, N., Scott, S. E., Inbar, Y. & Rozin, P. (2019). Extreme opponents of genetically modified foods know the least but think they know the most. Nature Human Behaviour, doi:10.1038/s41562-018-0520-3.



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Unbdingt Normalzeit als Standardzeit einführen, d. h., die aktuelle Winterzeit



Beinahe alle Schlafforscher sind für eine Abschaffung der Zeitumstellung, wobei die Winterzeit am besten der inneren Uhr entspricht, sodass davor gewarnt werden muss, die permanente Sommerzeit einzuführen. Bei permanenter Sommerzeit muss man nach Ansicht von Experten deutlich häufiger im Dunkeln aufstehen, was die Wahrscheinlichkeit für Diabetes und Depressionen erhöht, wodurch zusätzlich Schlaf- und Lernprobleme erzeugt werden, die wiederum die Leistungsfähigkeit einschränken. Die meisten Schlafforscher plädieren daher dafür, die Sommerzeit gänzlich abzuschaffen, denn Licht und Dunkelheit bestimmen, wann Menschen wach und wann sie müde werden. Die Normalzeit entspricht nach der Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin wesentlich besser dieser inneren Uhr. Das ist auch der Grund, weshalb es den meisten Menschen deutlich schwerer fällt, sich auf die Sommerzeit einzustellen, als den Körper im Winter wieder an die Normalzeit zu gewöhnen.

Besonders Schulkinder und Studenten, die das Gelernte bei einem chronischen Schlafmangel nicht genügend verarbeiten können, leiden unter einer permanenten Sommerzeit. Vor allem Österreich muss sich im Fall einer permanenten Umstellung auf Sommerzeit auf dunkle Wintervormittage einstellen, denn in Wien würde am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, erst um 8.43 Uhr die Sonne aufgehen, in Bregenz um 9.06 Uhr. Gleiches gilt allerdings auch für die heißen Monate: Während es in Wien im Juni während der Sommerzeit bis um kurz vor fünf Uhr dunkel bliebe, müsste man sich in der Normalzeit bereits gegen vier Uhr früh auf die ersten Sonnenstrahlen einstellen.

sommerzeit winterzeit

Literatur

Stangl, W. (201). Der Jet lag – Sommerzeit – Winterzeit _ Umstellung. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Jet-lag.shtml (2018-10-27).



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Neue Persönlichkeitstypologie



Es ist inzwischen in der Psychologie allgemein anerkannt, dass es etwa fünf große Persönlichkeitsdimensionen (Extraversion, Fähigkeit zum Kompromiss, Bewusstheit, emotionale Instabilität und Offenheit für Kenntnisse und neue Erfahrungen) gibt, die als Persönlichkeitsprofil einen Menschen beschreiben können, jedoch ist im Gegensatz zu Persönlichkeitsmerkmalen die Existenz von Persönlichkeitstypen äußerst umstritten. Das liegt meist daran, dass bei der Bestimmung solcher Typologien meist zu kleine Stichprobengrößen und die mangelnde Reproduzierbarkeit von Datensätzen und Methoden zu nicht eindeutigen Ergebnissen über Persönlichkeitstypen geführt haben. Hier haben Gerlach et al. (2018) einen alternativen Ansatz zur Identifizierung von Persönlichkeitstypen entwickelt, den sie auf vier große Datensätze mit mehr als 1,5 Millionen Teilnehmern angewandt haben. Sie fanden belastbare Beweise für mindestens vier verschiedene Persönlichkeitstypen, die die zuvor vorgeschlagene Typologien erweitern und verfeinern:

Ein „durchschnittlicher“ Mensch wird durch Offenheit und einen hohen Grad der Extraversion, jedoch niedrige Aufgeschlossenheit für eine neue Erfahrung gekennzeichnet, wobei in diese Kategorie mehr Frauen als Männer fallen.

Ein „reservierter“ Mensch ist emotional stabil, geschlossen und in sich gekehrt, was ihn aber nicht daran hindert, Berührungspunkte mit anderen Menschen zu finden. Trotz ihrer Zurückhaltung sind sie angenehme und gewissenhafte Zeitgenossen.

„Vorbilder“ (role model) besitzen eine stabile Psyche, sie sind offen und sogar von der Gewinnung neuer Kenntnisse und Erfahrungen abhängig, sie sind zudem auch äußerst nachgiebig, was ebenfalls öfter bei Frauen zu finden ist. Meist besitzen sie mehr Lebenserfahrung als andere.

„Selbstzentrierte“ Menschen sind durch ein hohes Maß an Extraversion gekennzeichnet, allerdings, was die anderen drei Werte betrifft, während Bewusstheit, Fähigkeit, mit Menschen Kompromisse zu finden, und Offenheit gegenüber allem Neuen unter dem Durchschnitt ausgeprägt sind. Selbstzentrierte sind zwar gesellig, doch wenig empathisch, nimmt kaum Rücksicht, ist nicht sehr zuverlässig, jedoch leicht kränkbar.

4 persönlichkeit typen

Literatur

Gerlach, Martin, Farb, Beatrice, Revelle, William & Nunes Amaral, Luís A. (2018). A robust data-driven approach identifies four personality types across four large data sets. Nature Human Behaviour, doi:10.1038/s41562-018-0419-z.

Bildquelle: Northwestern University, https://www.northwestern.edu/



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