Assoziation

Das Verbinden eines Bildes, einer Gegebenheit mit einer jeweiligen Erinnerung
z.B. Das Meer → der letzte Urlaub

Menschen fällt das Lernen leichter, wenn neue Informationen mit persönlichen Erinnerungen, Emotionen, Bildern oder Orten verknüpft werden können, denn beim Lernen ob in der Schule oder im Alltag geht es stets um das Bilden von Assoziationen. Dabei werden neue und bestehende Informationen miteinander vernetzt, Inhalte werden in Zusammenhänge eingebaut, denn das hilft sowohl beim Lernen als auch beim Abspeichern. Isolierte Informationen können Menschen nur sehr schlecht verarbeiten, was etwa beim Auswendiglernen der Fall ist.

1. Definition
„(…) [lat.] In der Psychologie versteht man unter Assoziation die Verknüpfung von Vorstellungen, von denen die andre hervorruft, z.B. Man sieht ein Flugzeug und denkt an einen Strand.“ (vgl. Meyers Jugend Lexikon, 1994 3., aktualisierte Auflage, S. 41, herausgegeben und bearbeitet von Meyers Lexikonredaktion)
2. Definition
„Assoziation in der Psychologie und der Psychoanalyse ist die Theorie, dass der (menschliche) Geist lernt, indem er einfach, nicht reduzierbare Elemente nach bestimmten Prinzipien miteinander verknüpft (…)“
Der Begriff der Assoziation dient dabei zur Erklärung des Phänomens, dass zwei (oder mehr) ursprünglich isolierte psychische Inhalte (wie z.B. Eindrücke, Gefühle oder auch Ideen), auch als Assoziationsglieder bezeichnet, eine so enge Verbindung eingehen, dass das Aufrufen eines Assoziationsgliedes das Auftreten eines oder mehrer weiterer Assoziationsglieder nach sich zieht oder zumindest begünstigt. (…) (Online im Internet: www.wikipedia.org/Assoziation [2007-10-20])
3. Definition
In der Psychologie und Philosophie bedeutet Assoziation die gesetzmäßige Verknüpfung von Bewusstseinsinhalten (Vorstellungen, Begriffen usw.) in der Weise, dass das Auftreten einer Vorstellung, eines Begriffes usw. im Bewußtsein das Auftreten der mit ihnen assoziierten Vorstellungen, Begriffe usw. hervorzurufen bzw. dass sie sich wechselseitig ins Bewußtsein rufen(…) (Online im Internet: www.phillex.de/assoziat.htm [2007-10-20])
4. Definition
Assoziation 2. In der Philosophie und vorexperimentellen Psychologie
Aristoteles erkannte vier Muster, anhand derer der Verstand eine Vorstellung mit einer anderen assoziiert: Ähnlichkeit (z. B. ähnliche Eigenschaften einer Orange und einer Zitrone), Verschiedenheit oder Kontrast (heiß und kalt), Gleichzeitigkeit (auch zeitliche Kontiguität: Sonnenaufgang und Hahnenschrei) und räumliche Nähe (auch räumliche Kontiguität: Tasse und Untersetzer). Die britischen Empiristen John Locke und David Hume betonten die Bedeutung sinnlicher Wahrnehmungen für die Assoziation. Andere Philosophen wie David Hartley, John Stuart Mill und Alexander Bain formulierten im 19. Jahrhundert weitere Theorien der Assoziation und begründeten die Schule der Assoziationspsychologie. Diese Schule erweiterte die ursprünglichen vier Assoziationsmuster von Aristoteles um Faktoren wie Intensität, Untrennbarkeit und Wiederholung. Mill reduzierte schließlich die Vielfalt der Assoziationsgesetze auf das Prinzip der Kontiguität, und diese Position wurde Grundlage aller späteren assoziationstheoretischen Modelle in der Psychologie. (Online im Internet: de.encarta.msn.com [2007-10-20])
5. Definition
Verkoppelung, Verknüpfung, z.B. von Bewegungen, Reflexen, psych von Vorstellungen (vgl. Assoziationsversuch), chem von Einzelmolekühlen (Bildung von Komplexen = >>Assoziationen<< durch zwischenmolekulare Kräfte); genet das Sichaneinanderlegen von Chromosomen (Chromosomenkonjugation) oder von Bivalenten während der Zelteilungsvorgänge; virol die Verbindung eines Virus mit dem Helfervirus (Lexikon Medizin, S. 125, genehmigte Lizenzausgabe, erschienen im Verlag Urban & Schwarzenberg, München)

Literatur
Meyers Jugend Lexikon, 1994 3., aktualisierte Auflage, S. 41, herausgegeben und bearbeitet von Meyers Lexikonredaktionwww.wikipedia.org/Assoziation [2007-10-20]
www.phillex.de/assoziat.htm [2007-10-20]
de.encarta.msn.com [2007-10-20]
Lexikon Medizin, S. 125, genehmigte Lizenzausgabe, erschienen im Verlag Urban & Schwarzenberg, München




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