Kulturunabhängige Intelligenztests – Culture Fair Tests

2. Januar 2010 – 15:24

Die Inhalte der meisten Aufgaben in Intelligenztests sind zu einem großen Teil abhängig vom Kulturkreis, von der sozialer Schicht, vom Bildungsstand und von der Sprache. Es war daher von Anbeginn der Intelligenzforschung das Bemühen der Intelligenzforscher solche Tests zu entwickeln, die von diesen Einflüssen möglichst unabhängig sind und so als fair bezeichnet werden können. Cattell unterschied zwei grundsätzliche Faktoren der menschlichen Intelligenz, die angeborene, allgemeine Intelligenz (füssige Intelligenz, fluid intelligence), die darin besteht, gänzlich neue Problemsituationen ohne Rückgriff auf frühere Lernerfahrung zu meistern. Daneben gibt es spezialisiertes Wissen und Bildung, in der sich die bisherige Lernerfahrung niederschlägt (kristallisierte Intelligenz, cristallized intelligence). Kulturfreie Tests beziehen sich in der Regel auf die flüssige Intelligenz, wobei dei ihnen sprachliche und numerische Inhalte ausgeschlossen und vorwiegend visuelle Erkennungs- und Kombinationsaufgaben gestellt werden. Häufig müssen bei der Überprüfung dieser Intelligenz unvollständige Muster ergänzt oder einfache Figuren mit Hilfe von Stäbchen oder Kärtchen gelegt werden.

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