Folgen von Schlafstörungen, Schlafdefizit und Rhythmusstörungen

Konzentrationsfähigkeit
Schlecht, wenn Sie Chirurg oder Fernfahrer sind. Oder in einer überwachenden Funktion wie Fluglotsen und Reaktorpersonal. Aber auch „normale“ Bürojobs können müdigkeitsbedingte Fehler auslösen, die fatal enden.
Lernen erfolgt großteils im Schlaf. Träume lassen Erlebtes vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis fließen. Kognitive Eindrücke und Fertigkeiten „brennen“ sich im Schlaf ins Gehirn ein.
Antriebslosigkeit
Ausgepowert durch Job und sozialem Umfeld? Immer den Erwartungen Anderer entsprechen wollen? Die Negativ-Spirale beginnt sich zu drehen: Stress löst Schlafstörungen aus, welche wiederum den Stress erhöhen. Burn-out wird zur Endstation.
Das Immunsystem wird im Schlaf gestärkt. Muskelaufbau und Zellregeneration erfolgen im Schlaf. Die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten steigt bei Schlafmangel. Schlafstörungen müssen behandelt werden! Siesta kann nur den zweitbesten Ausgleich bieten.
Gereiztheit
Ihre Umwelt wird es spüren: bei Müdigkeit steigt die Aggressivität. Managementleistung sinkt. Der Einfluss auf Kollegen, Mitarbeiter und Kunden kann zu unerwünschten Wirkungen führen.

Der Schock eines Weckers, der Menschen in die Realität zurückholt, lässt Menschen vergessen, welche Bilder und Ereignisse sie nur wenige Augenblicke zuvor im Kopf hatten, d. h., der beste Weg, sich an Träume zu erinnern, ist langsam aufzuwachen, über Minuten liegen zu bleiben und einfach loszulassen. Schlafstörungen bieten daher beste Voraussetzung dafür, sich an seine Träume zu erinnern, denn die Ursache dafür, dass sich manche Menschen häufig an ihre Träume erinnern und andere nur selten, liegt vermutlich genau daran, dass jene, die sich gut erinnern können, sensibler auf von außen kommende Reize reagieren und  daher in der Nacht häufiger sanft aufwachen, was eine Voraussetzung dafür ist, sich überhaupt an Träume zu erinnern. Diese Zeit des kurzen Aufwachens benötigt das menschliche Gehirn, die Träume so weit zu memorieren, dass sie im Gedächtnis abgelegt werden können. Allerdings kann man sich an diese am nächsten Morgen nicht mehr erinnern, denn diese Phasen sind kurz, diese Traumerlebnisse anzureichern, und was nicht gespeichert ist, lässt sich auch nicht abrufen. Neurowissenschaftler vermuten, dass die Neigung für nächtliche Wach- und Speicherphasen dabei vom Ausmaß der Aktivität im medialen präfrontalen Cortex und in einem Knotenpunkt zwischen Temporal- und Parietallappen abhängt, denn diese Areale verarbeiten die von außen kommenden Reize (Eichenlaub et al., 2014). Siehe dazu im Detail: Erinnerung an Träume

Literatur
Eichenlaub, Jean-Baptiste, Nicolas, Alain, Daltrozzo, Jerome, Redoute, Jerome, Costes, Nicolas & Ruby, Perrine (2014). Resting Brain Activity Varies with Dream Recall Frequency Between Subjects. Neuropsychopharmacology.  doi: 10.1038/npp.2014.6

Siehe dazu Schlafstörungen




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