Paarkommunikation – wie sie gelingt

Wer immer auf sein Recht pocht, bekommt wunde Finger.
Volker Schlöndorff

Eine zugleich aktive, echte (authentische) und respektvolle Kommunikation ist für das Gelingen individueller Partnerschaft notwendig, damit über Bedürfnisse, Wünsche, Partnerschaftsprobleme, Enttäuschung, Hoffnung und Liebe geredet werden kann Wichtige Ziele sind: sich Sorgen und Ängste von der Seele reden, neue Lösungsmöglichkeiten finden, sich danach besser und freier fühlen, die eigenen Energien wiederfinden, wieder Spaß miteinander haben.

Eine Paar sollte mindestens einmal in der Woche ein 90-minütiges, ungestörtes Gespräch mit dem Partner führen, das von beiden Partnern verbindlich vereinbart und nach einer gewissen Zeit zur guten Gewohnheit wird. Die Zeit kann nach Belieben eingeteilt werden. Bewährt hat sich, wenn die Partner jeweils 15 Minuten im Wechsel sprechen. Dabei ist wichtig, dass die Anteile des Sprechens und Zuhörens (auch Schweigen ist erlaubt) ungefähr gleich verteilt sind, keiner den anderen mit Fragen löchert (ein Zwiegespräch ist kein Verhör!), keine Ratschläge erteilt werden (keiner versucht den anderen nach seinem Bild zu formen) und jeder über sich spricht und bei sich bleibt (denn dann ist er mitten in der Beziehung!). Denn beim anderen sein heißt meist, von sich ablenken.
Im Zwiegespräch liegt der Schwerpunkt beim Sprechenden selbst und nicht beim Gegenüber, das bedeutet,

  • Ich mache meinem Partner keine Vorwürfe (Du-Aussagen).
  • Ich verzichte auf Pauschalierungen (immer, nie).
  • Ich starte keine Übergriffe (Vermutungen) in seine Richtung, kein Rätselraten, sondern ich frage sie/ihn direkt.
  • Ich lasse meinen Partner ausreden und unterbreche ihn/sie nicht.
  • Ich stelle keine Wahrheitsbehauptungen auf.
  • Ich will nicht um jeden Preis Recht haben.
  • Ich werte mein Gegenüber nicht ab.
  • Ich hege keine stillen Erwartungen meinem Partner gegenüber (das überfordert die Beziehung).

Das Wichtigste dabei ist, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zuhören lernen. Dabei kommt es wesentlich auf die Fähigkeit zur wechselseitigen Einfühlung an: Jeder lernt, die Welt mit den Augen des anderen sehen zu können.

Tipp: Wie man im Gespräch seinen Partner respektiert

  • Achte auf die Wirklichkeit des anderen. Akzeptiere, dass sie/er eine Situation anders wahrnimmt, dass sie/er einen anderen Charakter und auch andere Bedürfnisse hat.
  • Gib die Antwort, d.h., gehe auf das ein, was dein/ Partner/in sagt, und reagiere auch im Streit nicht bloß mit Schweigen.
  • Zeige deine Verbundenheit, z. B. indem du über die Außenwelt oder deine Innenwelt sprichst, indem du Hand in Hand gehst oder zusammen einen Tanzkurs macht.
  • Nimm Gefühle ernst, und spiele sie nicht herunter. Wenden dich sich deinem/deiner Partner/in zu, wenn sie/er sich schlecht fühlt, und zeige ihr/ihm dein Veständnis und deine Zuneigung, bevor du ihm einen Rat gibst.

Quelle: Schwiderski, Friedhelm (2007). Beziehungsweise glücklich. Profi-Tipps von Paartherapeuten. München: Reinhardt.

Moderne Kommunikation in Beziehungen ūüėČ

Liebende kommunizieren via WhatsApp, E-Mail, Facebook, SMS oder in Chatrooms, wobei sie folgende Abkürzungen verwenden:

*blbr*: Bussi links, Bussi rechts
*m**: mein Stern
*idd*: Ich drücke Dich!
*2mo2y*: to me or to you (Gehen wir zu mir oder zu dir)
*Hdl*: Hab dich lieb
*143*: I (ein Buchstabe) love (vier Buchstaben) you (3 Buchstaben) ‚Äď Ich liebe dich
*ILD*: Ich liebe dich
*g*: grinsen
*gg*: großes Grinsen
*fg*: freches Grinsen
*Knubu*: Knuddelbussi
*lol*: laughing out loud (laut herauslachen)
*XOXO*: Hugs and kisses! (Umarmung und Küsse, Grußformel)
*XX*: Kisses (Küsse)
*Kkk*: Küsschen, Küsschen, Küsschen
*YMMD*: You made my day (Du hast meinen Tag gerettet)
*Bagmo*: Baby give me more (Baby, gib mir mehr)

Quelle: OÖN vom 30. April 2014




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