Die Erfindung des Feedback

Sozialpsychologen um Kurt Lewin hielten in den USA Seminare ab, in denen LehrerInnen, SozialarbeiterInnen und Geschäftsleute die Anwendung eines neuen Gesetzes lernen sollten. Die Trainer und Forschungsbeobachter trafen sich am Abend eines jeden Seminartages, wobei das beobachtete Verhalten des Leiters, der Mitglieder und der Gruppen analysiert und interpretiert werden sollten, woraus sie Einsichten in ihr eigenes Verhalten und das ihrer Gruppen gewannen. Indem sich die Forscher und Gruppenleiter über das unterhielten, was sie an den TeilnehmerInnen wahrgenommen hatten und diejenigen, von denen sie sprachen, sich mit ihrem eigenen Verhalten konfrontierten und ohne Abwehr beim Nachdenken über dieses beteiligten, konnten zum einen die Teilnehmer viel über sich selbst und die Gruppenentwicklung lernen, zum andern entstand daraus eine Grundlage von Beobachtungen, die wiederum Gegenstand weiterer Reflexion wurde und Einfluss auf die nächsten Arbeitssitzungen hatte, woraus die Idee des sich selbst fortschreibenden Gruppenprozesses entstand. Daraus wurden in der Folge die ersten gruppendynamischen Laboratorien entwickelt, in denen insbesondere das Verhalten innerhalb der Gruppen untersucht wurde.

Ausführliche Informationen zur Thematik: Gutes Feedback – Was ist das?

Literatur

Fengler, J. (2004). Feedback geben. Strategien und Übungen. Weinheim: Beltz.
Stangl, W. (2011). Feedback. Online-Enzyklopädie für Psychologie und Pädagogik.
WWW: http://lexikon.stangl.eu/4603/feedback/ (11-05-16)




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