Artgerechte Partnerhaltung

Beziehungs- oder Liebesfähigkeit und Sexualität sind nicht automatisch perfekt, reifen nicht von ganz allein. Sie führen ohne Training nicht zur erfüllten Partnerschaft, sondern werden durch unsere kindlichen Erfahrungen beeinflusst. Erlebte Konflikte mit Eltern und Geschwistern verhindern oft echte Liebe. Menschen versuchen unterbewusst, durch ihren Partner einen alten Konflikt mit einem Elternteil, mit Bruder oder Schwester zu lösen, oder suchen in ihrem Partner etwas, das dieser gar nicht erfüllen kann, weil er oder sie gar nicht gemeint ist. Hinzu kommt: Viele Menschen haben so starke Minderwertigkeitsgefühle, dass sie sich selbst nicht mehr bedingungslos annehmen und sich somit erst recht nicht auf andere einlassen können. Auch die Liebe zu sich selbst muss erlernt werden, um ein wertvoller Lebens- und Liebespartner zu sein. Je nachdem, von welchen Vorbildern wir lernen, leben, lieben – oder leiden wir.

Mit Praxisbeispielen zeigt Andreas Winter, was es Spannendes zu entdecken gibt bei der Suche nach dem Schlüssel zur partnerschaftlichen Erfüllung. Denn diese ist im Unterschied zur bloßen Beziehung ein Zweck an sich: positive Hinwendung zu einem Menschen, geprägt von bedingungslosem Vertrauen, Respekt, Toleranz und Bewunderung, welche die Partner hierdurch gegenseitig emotional und rational gleichermaßen vereint.

Siehe dazu auch die Imago Therapie, deren Grundgedanke ist, dass unverarbeitete Konflikte und Erlebnisse aus der Kindheit die Beziehungswelt Erwachsener belasten können. „Imago“ ist dabei die tiefenpsychologische Bezeichnung für ein idealisiertes Bild von Personen (besonders von Vater und Mutter, aber auch Geschwistern), das vor allem in der frühen Kindheit unbewusst entsteht und später die Entscheidungen und Handlungen des Erwachsenen beeinflussen kann.




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