Ein selbst-achtsamer Tag

Widmen Sie einen Tag der Selbst-Achtsamkeit und leben Sie ihn bewusst. Am besten eignet sich dafür wahrscheinlich ein Tag am Wochenende, aber wenn es möglich ist, können Sie dafür auch einen Arbeitstag verwenden.

Nehmen Sie als Hilfe eine Küchenuhr und stellen Sie diese unmittelbar nach dem Aufstehen auf eine Stunde. Diese Uhr soll Sie jetzt durch den ganzen Tag begleiten.

Beim ersten Klingeln der Küchenuhr unterbrechen Sie ihre Tätigkeit, die Sie gerade ausführen, bleiben Sie in der Position, in der Sie sind, schließen Sie die Augen und wiederholen Sie vor Ihrem inneren Auge die letzte Stunde. Was haben Sieg getan? Wie hat es sich angefühlt? Waren Sie mit sich zufrieden? Hätte etwas anders laufen sollen? Wollen Sie das, was Sie gerade getan haben, weitermachen, oder etwas anderes?

Nehmen Sie sich für die Reflexion fünf bis zehn Minuten Zeit. Danach stellen Sie die Küchenuhr abermals auf eine Stunde und wiederholen dieses Innehalten für die vergangene Stunde. Stellen Sie sich den selben Fragen, fragen Sie sich aber auch, was war anders als in der Stunde oder den Stunden vorher.

Teilen Sie so einen ganzen Tag in bewusste Segmente von einer Stunde, die Sie jeweils unmittelbar danach reflektieren.

Am Ende des Tages versuchen Sie beim letzten Klingeln der Küchenuhr vor dem Schlafengehen den ganzen Tag Revue passieren zu lassen. Und stellen Sie sich der Frage, ob Sie auch ausreichend achtsam mit sich selber umgegangen sind, ob Sie sich selber die Aufmerksamkeit und Zuwendung zuteil werden ließen, die Sie für ein glückliches und zufriedenes Leben brauchen.

Gewinnen Sie aus einem solchen Tag Erkenntnisse darüber, was Sie in Ihrem Leben ändern wollen, damit Sie mit Berechtigung sagen können, dass Ihr Leben gelungen ist. Wiederholen Sie einen solchen selbst-achtsamen Tag nach einigen Wochen und vergleichen Sie ihn mit dem vorigen.

Zum Konzept der Selbst-Achtsamkeit siehe den Selbst-Achtsamkeit-Test – SAT




  1. One Response to “Ein selbst-achtsamer Tag”

  2. Lehrreicher Artikel. Interessant, wenn man sowas auch mal aus einer anderen Perspektive beschrieben lesen kann.

    By Burkhardt on Nov 19, 2011

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