Selbstbestimmte Zielsetzungen und Erfolg

Meinen Erfolg verdanke ich dem Umstand,
nie auf die Menschen gehört zu haben,
die einem dauernd sagen, was man tun soll,
um Erfolg zu haben.
Jack Nicholson

An der Harvard University wurden in einem Experiment Ökonomie-Absolventen in drei Vergleichsgruppen aufgeteilt: 87% waren ohne klare persönliche Zielvorstellungen in das Berufsleben gegangen, 10% mit selbst definierten Zielen in den Köpfen und drei Prozent mit schriftlich fixierten Zielen plus Aktionsplänen. Zehn Jahre nach dem Studienabschluss verdienten die Angehörigen der Gruppe hne klare persönliche Zielvorstellungen am wenigsten, die Zielbewussten verdienten pro Kopf etwa doppelt soviel und die drei Prozent mit schriftlich fixierten Zielen ein Mehrfaches. Dieses Ergebnis erklärt, warum viele qualifizierte HochschulabgängerInnen dauerhaft erfolglos bleiben, denn ihnen fehlt das selbstbestimmte, realisierbare Ziel. Menschen erkennen häufig ihre Spielräume nicht und reden sich auf die eigene Hilflosigkeit heraus. Oder wie Albert Einstein dagte: „Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.“
Dieses Untersuchungsergebnis zeigt auch, dass viele HochschulabsolventInnen Fremdbestimmung und Anpassung zuzulassen oder gar als Erfolgsfaktor fehldeuten. Nach Maiwald sollte man sich daher folgende Fragen stellen:

  • Nutze ich die Möglichkeiten der Selbstbestimmung?
  • Gestehe ich sogenannten Autoritäten wie Politikern, Behörden, Lehrern, Vorgesetzten zuviel Macht zu?
  • Erkenne ich Manipulationsversuche und andere subtile Arten der Fremdbestimmung?
  • Kann ich mich abgrenzen, wenn sich andere in meine Angelegenheiten einmischen?
  • Entscheide ich die Dinge, die ich entscheiden kann? Oder agiere ich zu oft gemäß alter Gewohnheiten oder nach den Wünschen anderer?

Wer scharf denkt, wird Pessimist, wer tief denkt, wird Optimist.
Henri Bergson

Wie kann ein Mensch erfolgreich sein?

Erfolgreiche Menschen erkennt man häufig an ihrer positiven Selbsterwartung, d. h., sie erwarten, dass sie gewinnen, sehen das Leben manchmal als ein Spiel, aber nicht als ein Glücksspiel. Sie wollen deshalb gewinnen, weil sie einfach den Wunsch haben, zu gewinnen, sie besitzen eine ausreichende Selbstkontrolle, d. h., sie wissen, dass sie es schaffen werden, und sie sind darauf vorbereitet zu gewinnen. Wenn Menschen nicht auf den Erfolg vorbereitet sind, können sie die Gelegenheiten nicht sehen und somit auch nicht für sich nutzen. Zweifler gewinnen in der Regel nicht, während Gewinner fast nie zweifeln. Langfristig gesehen bekommt jeder Mensch im Leben das, was er erwartet. Gedanken führen bekanntlich sowohl zu Krankheiten wie auch zu guter Gesundheit, d. h., mentale Besessenheiten manifestiert sich unter Umständen auch physisch, im Positiven wie im Negativen. Menschen werden oft zu dem, was sie fürchten, sie erhalten auch das, was Sie befürchten und werden zu dem, was sie erwarten zu werden. Gewinner sehen Probleme eher als Chancen, denn Unglück wird durch negatives Denken angezogen, während Gewinner ihre positive Erwartung zu dem macht, was sie sind. Erfolg zu haben, hängt daher auch vom Optimismus ab, zu gewinnen. Daher sollte man zu sich selbst immer nur positiv sprechen, in allen persönlichen Beziehungen immer etwas Gutes finden, das Positive an einer negativen Angelegenheit erkennen und den Lerneffekt hervorheben, der aus einer solchen schwierigen Situationen entsteht. Man kann ein Problem in zwei Sätzen beschreiben und dann dieses Problem nochmals in Form von Chancen aufschreiben und daran seine Kreativität herausfordern. Man sollte lernen, unter Druck entspannt und freundlich zu bleiben. Auch über sich als Person und seine eigene Gesundheit sollte man immer positiv denken. Man sollte auch von anderen immer nur das Beste erwarten, wobei der Schlüssel zu Leadership Ermutigung und Lob darstellen. Bekanntlich sind Optimismus und Pessimismus erlernte Verhaltensweisen und kein genetisch bestimmtes Schicksal.

 




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